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Bekele und Dibaba bereit für Doppel bei Cross-WM

01.04.2006

Kenenisa Bekele bei der letzten Cross-WM.
© Victah Sailer

Kenenisa Bekele und Tirunesh Dibaba halten sich ihr Ziel, bei den IAAF Crosslauf-Weltmeisterschaften ein Doppel zu erreichen, offen. Beide haben am Samstagmorgen ihre Rennen am ersten Tag der Titelkämpfe gewonnen. Bekele wird nun versuchen, sein zehntes Einzelgold im 12-km-Lauf am Sonntag zu ergattern, nachdem er über die kurze 4-km-Distanz 10:54 Minuten gelaufen war.

Der 23-jährige Äthiopier kam ganz knapp vor dem Kenianer Isaac Songok ins Ziel. Bekele schaute erst auf die Uhr, nachdem er sich sicher war, gewonnen zu haben. Der Marokkaner Adil Kaouch, WM-Zweiter über 1500 m im letzten Sommer, wurde Dritter. „Wir sind noch nie so eng zusammen ins Ziel gekommen“, gab Bekele zu, nachdem er einen harten Kampf am Ende des Rennens hatte. Die kurze Distanz wurde zum letzten Mal bei Meisterschaften ausgetragen. 

„Keine der Siege waren jemals einfach, aber das heute war der schwierigste”, sagte der 10.000-m-Olympiasieger und Weltmeister. „Der Kurs war flach und schnell und es war sehr windig. Die Gegner konnte man nur schwer loswerden. Aber ich wusste, dass dies das härtere Rennen des Wochenendes werden würde und dementsprechend habe ich mich vorbereitet.“ 
                                            
Songok, der Dritter in St. Etienne vor zwölf Monaten war, sagte: „Ich habe mein bestes gegeben und wollte hier Gold gewinnen. Aber trotzdem habe ich das Rennen mit Bekele genossen, und Silber ist auch ein gutes Ergebnis für mich.“ Bekele ruht sich nun vor seinem nächsten Rennen am Sonntag aus und gestand nach dem knappen Finish: “Ich war besorgt, dass er mich überholen würde. Ich konnte es mir heute nicht leisten, meine Reserven für morgen aufzuheben.“ Kenia verweigerte Äthiopien den Teamerfolg, und Marokko wurde Dritter.
 
Dibaba wurde zu ihrem Sieg von Lornah Kiplagat getrieben, die ihr während der vier Kilometer auf den Fersen blieb. Kiplagat, die seit Juli 2003 für Holland startet und im letzten Jahr Europameisterin wurde, hatte sogar einen Drei-Sekunden-Vorsprung auf ihre jüngere Rivalin in der letzten Runde. Dibaba machte einen späten Versuch und schloss am letzten Berg der Strecke zu Kiplagat auf. Sie beschleunigte und zog auf der Zielgeraden an ihr vorbei. Dibaba siegte mit fünf Sekunden Vorsprung in 25:21 Minuten. Ihre Teamkollegin Meselech Melkamu kam auf Rang drei in 25:38, und somit behielt Äthiopien die Team-Medaille vor Kenia und Japan.  

"Ich war mir sicher, auf der letzten Runde gewinnen zu können”, sagte Dibaba, die aufgrund einer Erkältung eine Woche Training ausfallen lassen musste. "Ich weiß, dass mein Zielsprint besser ist, und deswegen habe ich mir keine Sorge gemacht als Kiplagat die Führung übernommen hatte.“

 


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