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MARATHON: 2 STUNDEN, 4 MINUTEN, 55 SEKUNDEN - im Maxim Gorki Theater an der Laufstrecke des BERLIN-MARATHON - HEUTE: Öffentliche Probe um 19.30 Uhr

Regisseur Joachim Meyerhoff inszeniert einen eigenen Text am Maxim Gorki Theater

10.04.2006

MARATHON: 2 Stunden, 4 Minuten, 55 Sekunden im Maxim Gorki Theater - ein Abend über eine Handvoll Menschen, die laufen, die sich freiwillig quälen, um ihr verlorengegangenes Glück an der Grenze zu suchen
© Bettina Stöß

MARATHON: 2 STUNDEN, 4 MINUTEN,  55 SEKUNDEN  - im Maxim Gorki Theater  an der Laufstrecke des BERLIN-MARATHON - HEUTE: Öffentliche Probe um 19.30 Uhr MARATHON: 2 STUNDEN, 4 MINUTEN,  55 SEKUNDEN  - im Maxim Gorki Theater  an der Laufstrecke des BERLIN-MARATHON - HEUTE: Öffentliche Probe um 19.30 Uhr

Das Maxim Gorki Theater am Festungsgraben, im Schlagschatten des Boulevards Unter den Linden gelegen, und damit auf den letzten 1,5 Kilometern der Laufstrecke des real,- BERLIN-MARATHON, "erlebte"  2003 hautnah den Schlußspurt von Paul Tergat und Sammy Korir mit dem neuen (und heute immer noch aktuellen) Weltrekord von  2:04:55 und Sammy Korirs 2:04:56 und den dann ihnen noch folgenden 30.707 Läuferinnen und Läufern.
Regisseur Joachim Meyerhoff lief 2005 höchstselbst den real,- BERLIN-MARATHON  (12.528 in 3:58:26) mit, um auch erlebt zu haben, wovon er jetzt schreibt.

Das Theater nimmt sich nicht zum ersten Mal des Themas MARATHON an. Schon 1989 (v. 29. September - 1. Oktober 1989) zeigten Tony Dunham und Robert Sian, Schauspieler der "Confederacy of Fools" im "Schauplatz" (im Zelt in der Nähe der Philharmonie) auf der Bühne Ausschnitte aus ihrem Stück MARATHON.

Immer mehr Menschen weltweit suchen in den großen Metropolen die Herausforderung des Marathonlaufs. Die vierzig Kilometer der ersten Olympischen Spiele wurden erst 1908 in London auf die berühmten 42,195 Kilometer verlängert, der Distanz zwischen Windsor Castle und dem Stadion, damit die königliche Familie den Lauf bequem vom Balkon verfolgen konnte.
In unheroischen und an Herausforderungen armen Zeiten trägt die Legende vom Tod des ersten Läufers wesentlich zur Faszination bei. Und tatsächlich sterben auch heute noch immer wieder einzelne Teilnehmer, meistens wegen nicht vollständig auskurierter Erkrankungen.

Dreiaktiges Drama 

Der Ablauf eines Marathonlaufes ist mit einem dreiaktigen Drama vergleichbar: die Vorbereitungs- und Startphase, in der Menschenmassen in unzähligen Dixi-Klos geräuschvoll versuchen, sich ihrer Ängste zu entledigen, um dann, nachdem sie, je nach Laufbestzeit, in ihren Gruppen lange auf den Start gewartet haben, endlich frohen Mutes, vom Terror der krudesten Musikmischung begleitet, in die ersten Kilometer loslaufen zu können.

In der zweiten Phase, wenn der Stoffwechsel von Kohlenhydrat- auf Fettverbrennung umschaltet, begegnen viele dem berüchtigten »Mann mit dem Hammer«, die Beine werden schwer, die Zeit dehnt sich ins Endlose, bis als Erlösung Endorphine den »runner’s high« auslösen und die Schmerzen von euphorischem Delirium überlagert werden, in dem man in wildeste Traumszenarien reisen kann.

Rückkunft in die Wirklichkeit 

Schließlich das Ziel, der Erfolg, die warmen Decken die den Eingetroffenen umgehängt werden, die Massageliegen und die Rückkunft in die Wirklichkeit.

»Marathon: 2 Stunden, 4 Minuten, 55 Sekunden«, ein Abend, der exakt so lange dauern wird  wie der derzeit gültige Weltrekord, erzählt in einem Kaleidoskop Geschichten von getriebenen Menschen, die ihr Glück an der Grenze suchen: ein Familienvater, der sich in die Welt des ersten Marathonläufers Pheidippides träumt, in die Schlacht bei Marathon und den Sieg der Athener über die Perser; ein Hobbyläufer, der auszieht, das Fürchten zu lernen; der ehrgeizige Profiläufer, der sich in kenianische Höhen phantasiert; der Apokalyptiker, der den Untergang der Bewegungslosen prophezeit; der Geschäftsmann, der alle Sitzenden hasst und sich nach den Extremerfahrungen der asiatischen Marathonmönche sehnt; eine junge Frau, in der mythische Jägerinnen wie Atalante wiederauferstehen; der Lüsterne, der im Marathon seinen persönlichen Porno gefunden hat; die Geschäftsfrau, die ihrer Angst vorm Fliegen davonläuft; eine junge Frau mit dem Spitznamen Bombe, die nach Extremdiäten wie „Abnehmen durch Angst“ auf der Strecke nach kalorienhaltigen Genüssen sucht.
Am Ende wird einer den Tod finden.

Der Regisseur Joachim Meyerhoff inszeniert nach SAUNA – EINE HOMMAGE und WANN WIRD ES ENDLICH WIEDER SO, WIE ES NIE WAR ? zum dritten Mal einen eigenen Text am Maxim Gorki Theater.

Regie Joachim Meyerhoff   - Ausstattung Sabine Volz   - Musik Matthias Trippner
Mit Anya Fischer, Bettina Hoppe, Francesca Tappa; Ulrich Anschütz, Thomas Bischofberger, Horst Fischer, Tim Hoffmann, Wolfgang Hosfeld, Rainer Kühn, Thomas Müller, Dietmar Obst, Felix Rech u.a.

Uraufführung am Donnerstag, 13. April 2006 um 19.30 Uhr im Maxim Gorki Theater
Öffentliche Probe am 11.4., die nächsten Vorstellungen am 17. und 27.4.200, 6., 19. und 25. Mai, immer um 19.30 Uhr im Maxim Gorki Theater.

Zwei weitere Termine im Juni sind noch nicht endgültig festgelegt.

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Tel. (030) 20221-356
Fax (030) 20221-365
www.gorki.de 


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