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Deena Kastor: „Ich wollte mich schon einmal an Berlin gewöhnen“

19.04.2006

Deena Kastor, zweitplazierte beim 26. Vattenfall BERLINER HALBMARATHON im Interview.
© Victah Sailer

Deena Kastor: „Ich wollte mich schon einmal an Berlin gewöhnen“ Deena Kastor: „Ich wollte mich schon einmal an Berlin gewöhnen“

Die US-Amerikanerin Deena Kastor hat bei ihrem zweiten Platz beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON vier US-Rekorde gebrochen: Im Halbmarathon stellte sie mit 67:34 Minuten dabei einen neuen Kontinentalrekord auf. 12 km passierte die Marathon-Olympia-Dritte von Athen 2004 in 38:24 Minuten, 10 Meilen in 51:31 und 20 km in 64:07. Die 33-Jährige wird als eine der Favoritinnen beim Flora London-Marathon am 23. April an den Start gehen.


 

Warum hatten Sie den Vattenfall BERLINER HALBMARATHON für Ihre Generalprobe vor dem Flora London-Marathon ausgewählt?

Deena Kastor: „Berlin hat einen sehr guten Ruf und bietet ein bestens organisiertes Rennen. Ich wollte hier eine gute Leistung zeigen. Das habe ich geschafft, auch wenn ich natürlich gerne gewonnen hätte. Es ist ein bisschen Glück im Unglück. Ich konnte immerhin meine Bestleistung verbessern und einen neuen US-Rekord aufstellen. Der Wind auf der Strecke war teilweise sehr stark. Außerdem hatte ich auf den letzten zehn Kilometern Blasen unter den Füßen. Ich weiß nicht ob es an den Schuhen oder an den Socken gelegen hat.“  

 
Wie lief das Rennen an sich?

Deena Kastor: „Im ersten Teil des Rennens war ich sehr fest, aber das legte sich mit der Zeit. Ich war noch ein wenig müde, da ich erst zwei Tage vor dem Lauf nach Berlin gekommen bin. Es gab einen Kampf während des ganzen Rennens zwischen mir und Edith Masai. Die Zuschauer entlang der Strecke waren fantastisch. Ich muss wirklich den Medien danken, denn sie haben dafür gesorgt, dass ganz oft unsere Namen gerufen wurden. Die Strecke hat mir sehr gut gefallen, das Rennen war rundum super. Es hat mir sehr viel Zuversicht gegeben, ein zweites Mal herzukommen, um dann vielleicht gewinnen zu können.“  

 
Was haben Sie in Ihrer Vorbereitung gemacht?

Deena Kastor: „Ich habe seit diesem Jahr mein Training umgestellt. Die letzten vier, fünf Jahre bin ich viele Trainingskilometer gelaufen. Da hatte ich um die 225 Trainingskilometer pro Woche. Jetzt trainiere ich 190 km in der Woche und achte mehr auf Qualität in den Läufen. Ich mache Tempoläufe und versuche meine Füße schneller zu bewegen. Es gab aber keinen speziellen Anlass, denn es ändert sich immer ein wenig im Training. Ich habe ein Höhentrainingslager in Lake Mammoth nahe San Francisco absolviert. Das liegt auf 2500 Metern. Die Bay Area in Kalifornien habe ich zum ersten Mal zur Vorbereitung genutzt, es war also nicht nur eine Trainingsumstellung sondern auch eine Umstellung der äußeren Verhältnisse.“

 
Was ist Ihr Ziel in London?

Deena Kastor: „Ich werde mich einfach nur auf den Wettkampf konzentrieren. Wenn alles gut geht, kommt eine schnelle Zeit fast automatisch.“  

 
Was machen Sie nach dem Flora London-Marathon?

Deena Kastor: „Ich werde mich nach London erst einmal ausruhen. Danach werde ich an meiner Schnelligkeit arbeiten, um im Sommer für die Bahn fit zu werden. Da muss ich aber noch einiges anpassen, um gut vorbereitet zu sein. Ich werde mich mit meinem Trainer hinsetzten und überlegen, was ich tun muss, um schnell zu sein.“  

 
Was kann man von Ihnen nun noch im Halbmarathon erwarten? Gibt es neue Ziele?

Deena Kastor: „Im Sport gibt es immer Ziele. Wenn man ein Ziel erreicht hat, hält man Ausschau nach dem nächsten Ziel. Ich werde sehen, was das Jahr mit sich bringt.“  

 
Wie haben Sie mit der Leichtathletik angefangen?

Deena Kastor: „Ich bin mit elf Jahren in einen Leichtathletik-Verein gekommen. Das ist in den USA sehr ungewöhnlich, denn normalerweise gibt es dort kein derartiges Vereinssystem. Dabei finde ich das System sehr gut und würde es jederzeit unterstützen. Der Klub hieß ,Los Virgines’ in Agoura Hills. Gleich vom ersten Tag an habe ich die Leichtathletik geliebt. Meine jüngere Schwester hat auch angefangen, wobei ihr Auftritt eher von kurzer Dauer war.“  

 
Wie kamen Sie zur Langstrecke?

Deena Kastor: „Das war sehr lustig. Marion Jones, eine der besten Sprinterin der Welt, war zur gleichen Zeit in einem konkurrierenden Verein. Dort war sie schon immer sehr erfolgreich im Sprint. Das war für mich der Grund auf die Mittel- und Langstrecken zu gehen – ich konnte sie nicht schlagen.“

 
In London wird ja das zweite Rennen der neuen World Marathon Majors-Serie stattfinden. Was halten Sie von dieser Initiative der fünf Rennen, zu denen ja auch der real,- BERLIN-MARATHON gehört?

Deena Kastor: „Das ist einfach fantastisch. Selbst für die trägsten Stubenhocker ist es aufregend. Nun kann man die verschiedensten Typen von Läufern sehen und erreicht einen hohen Wiedererkennungswert. Das ist wirklich aufregend für den Sport.“  

 
Steht für Sie ein WMM-Herbstmarathon auf dem Programm?

Deena Kastor: „Definitiv werde ich im Herbst bei einem der zur Wahl stehenden WMM-Rennen starten. Ich bin auch hier in Berlin gelaufen, um den Kurs kennen zu lernen und um mich an ihn zu gewöhnen. Ich werde es aber erst später konkret entscheiden, ob ich hier meinen Marathon laufen werde oder nicht.“

 

Interview: Marisa Reich    

 

                 

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