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Gebrselassie und Kastor Londoner Wettfavoriten

21.04.2006

Die Londoner-Favoriten: Stefano Baldini, Haile Gebrselassie, Martin Lel und Jaouad Gharib (von links nach rechts).
© Jiro Mochizuki/Photo Run

In London wird am Sonntag der hochkarätigste Marathon des Jahres gestartet, obwohl die Organisatoren die verletzungsbedingten Absagen der beiden Weltrekordler Paul Tergat (Kenia) und Paula Radcliffe (Großbritannien) verkraften musste. Doch es sind immer noch genügend Stars im Rennen. So trifft der Olympiasieger Stefano Baldini (Italien) auf den Weltmeister Jaouad Gharib (Marokko), und dann läuft auch noch der Äthiopier Haile Gebrselassie. Dabei geht es ums Prestige und um viel Geld: Nicht nur um die Londoner Prämien wird gelaufen sondern auch um die Punkte für den Millionen-Jackpot der neuen World Marathon Majors-Serie. Der Flora London-Marathon wird aber nicht nur das bestbesetzte Rennen über die klassischen 42,195 km sein sondern auch das größte im Frühjahr. Rund 35.000 Läufer gehen am Sonntag an den Start, mehrere Millionen Zuschauer werden an der Strecke erwartet. Haile Gebrselassie und Deena Kastor (USA) sind die Londoner Wettfavoriten.  

 
Für die Topstars geht es um Platzierungsgelder in einer Gesamthöhe von knapp 300.000 Dollar. 55.000 Dollar erhält der Sieger. Noch weit höhere Prämien gibt es für entsprechend schnelle Zeiten. Wer am Sonntag den Marathon-Weltrekord bricht, erhält 175.000 Dollar. Dafür kommt in London vor allen einer in Frage: Haile Gebrselassie. Der 33-Jährige hat in seiner einmaligen Karriere bisher 20 Weltrekorde gebrochen. Auf den Bahn-Langstrecken dominierte er jahrelang und wurde über 10.000 m zweimal Olympiasieger und viermal Weltmeister.  

 
Nach den Olympischen Spielen 2004 wechselte Gebrselassie auf die Straße. Sein großes Ziel ist der Marathon-Weltrekord, den sein kenianischer Rivale Paul Tergat 2003 in Berlin mit 2:04:55 Stunden aufstellte. Auch der stand bis vor wenigen Tagen noch auf der Londoner Startliste. Doch eine Wadenverletzung warf ihn aus dem Rennen. „Ich bin sehr enttäuscht. Es war mein Traum, noch einmal gegen Haile zu rennen“, erklärte Paul Tergat, der in beiden olympischen 10.000-m-Finals gegen Gebrselassie verloren hatte, ihn aber beim London-Marathon 2002 bezwungen hatte. Damals gewann aber der US-Amerikaner Khalid Khannouchi, der am Sonntag ebenfalls am Start sein wird, in der damaligen Weltrekordzeit von 2:05:38 Stunden vor Paul Tergat und Haile Gebrselassie.  

 
„Ich weiß, dass ich den Marathon-Weltrekord brechen kann – aber ich weiß nicht, wann das passieren kann“, hatte Haile Gebrselassie gesagt, nachdem er im vergangenen Oktober den Amsterdam-Marathon zwar in der Jahresweltbestzeit von 2:06:20 Stunden gewonnen, den Tergat-Rekord aber deutlich verpasst hatte. Doch im Vorfeld des London-Marathons dämpft der Äthiopier, der in den letzten Monaten bereits neue Weltrekorde im Halbmarathon (58:55 Minuten) und über 25 km (1:11:37 Stunden) aufgestellt hat, die Erwartungen: „Wenn man vom Marathon-Weltrekord spricht, muss man wissen, dass es nicht immer reicht, gut in Form zu sein. Das Wetter, der Kurs und die Temperaturen spielen auch eine Rolle. Alles muss perfekt zusammenpassen.“ Und Haile Gebrselassie erwartet angesichts der Konkurrenz eher ein taktisches Rennen. „Ich werde nicht den selben Fehler machen wie 2002 in London, als ich Tempo machte für die anderen und dann am Ende Dritter wurde.“  

 
Nachdem Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien/2:15:25) aufgrund einer Fußverletzung auf ihren Start verzichten musste, ist das Rennen der Frauen völlig offen. Zu den Favoritinnen zählen die olympische Marathon-Dritte von Athen, Deena Kastor (USA/Bestlesitung: 2:21:16), oder auch die Kenianerinnen Margaret Okayo (2:20:43) und Susan Chepkemei (2:23:12).  

 
Für den Sieg in London gibt es neben der Prämie 25 Punkte im Rennen um den Jackpot der World Marathon Majors. In Zwei-Jahres-Zyklen werden hier bei Männern und Frauen Sieger gekürt, die sich dann eine Million Dollar teilen. Nach dem BAA Boston Marathon ist London der zweite WMM-Lauf in diesem Jahr. Im Herbst folgen der real,- BERLIN-MARATHON, der LaSalle Bank Chicago-Marathon und der ING New York City-Marathon.

 

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