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Karneval in Mainz - Andrej Naumov hält sein Wort: Sieg und Streckenrekord

Ukrainischer Sieger beim 7. Gutenberg-Marathon läuft 2:13:56 Stunden – Maria-Magdalena Teodorascu gewinnt bei den Frauen – Großes Marathonfest in der Karnevalshochburg am Rhein mit 10.000 Läufern

14.05.2006

Der als 05er Stadionsprecher bundes(liga)weit bekannte Klaus Hafner entlockte dem ukrainischen Spitzenmann Andrej Naumov beim samstäglichen Sporttalk im Rahmen der Pasta-Party des 7. Gutenberg-Mainz Marathon in der Rheingoldhalle eine vollmundige Prognose heraus, die dieser auf den Mainzer Straßen mit Bravour umsetzte, nämlich Sieg und Streckenrekord.

Nach vier Kilometern das Renngeschehen übernommen 

Nach vier Kilometern bereits hatte der spät angekündigte Vorjahreszweite das Renngeschehen übernommen und ward just danach von der Konkurrenz nicht mehr gesehen. Mit 2:13:56 Stunden zerlegte er mit zwei erstaunlich gleichmäßigen Streckenhälften die bisherige Streckenbestzeit des aus Zimbabwe stammenden Elijah Mutnadiro um zweieinhalb Minuten. Deutlich schwächer ist die Leistung der Rumänin Maria-Magdalena Teodoreascu einzustufen, die mit 2:43:33 Stunden als schnellste Frau ins Ziel an der Rheingoldhalle einlief.

2194 Marathonläufer, 5248 Halbmarathonläufer und 847 Läufer der „Mainzer Weltneuheut“ 2/3-Marathon durften sich ausgelassen auf dem Kurs durch die Mainzer Neustadt, die Stadtteile Mombach und Weisenau und vorranging in der Altstadt feiern und im Ziel begrüßen lassen.  

Bereicherung der Stadt

„Der Marathon ist unbedingt eine Bereicherung der Stadt“, hob Bürgermeister und Sportdezernent Norbert Schüler die Bedeutung in seiner ersten Bilanz kurz nach Zielschluss hervor. „Neben dem Johannesfest, dem Weinmarkt und der Fasnacht hat Mainz ein viertes Standbein und ist durch den Gutenberg-Marathon auch Sportstadt geworden“.

Der Run auf die nach den Erfahrungen des Vorjahres auf 10.000 Läufer limitierten Beteiligung war einmal mehr derart groß, dass dreieinhalb Wochen nach Eröffnung der Anmeldeportale das Kontingent für den stimmungsvollen Marathon im Rheinhessischen bereits erschöpft war. „Die 13.000 Teilnehmer im Vorjahr waren einfach eine Nummer zu groß“, warb der Sportbürgermeister einmal mehr um Verständnis für diese Maßnahme, „wir haben nicht den Ehrgeiz zu verdoppeln, was nicht unmöglich ist, sondern wir wollen das Mainzer Flair garantieren und die Belastung für unsere Mitarbeiter im Rahmen machbar halten!“  

Kaum Spielraum für teure Athleten

Im 500.000 € teuren Marathon-Haushalt („Kein finanzielles Risiko auf städtische Schultern“) nehmen die Meldegebühren den Großteil ein, den Rest besorgen einige engagierte Sponsoren wie der Energielieferant Entega und der Sportartikelproduzent Reebok.
Kein Wunder, dass die Antritts- und Preisgelder kaum Spielraum für teure Athleten geben, zumal diese keineswegs eine Garantie für hochkarätige Endzeiten liefern. Der ukrainische Sieger darf mit neben der Siegprämie von 2.600 Euro zwar noch Zuschläge für die neue Streckenbestzeit sowie ein Zeitbonus einstreichen, doch dies macht unter dem Strich gerade einmal 5.000 Euro aus.
Im Kampf um die nächsten Plätze lieferten sich bei den Männern übrigens der Kenianer Elisha Sawe und der hierzulande bestens bekannte Pole Miroslaw Cichocki einen spannenden Zweikampf, den letztlich der Kenianer mit 2:18:03 klar zu seinen Gunsten entschied. Vorjahressieger Marek Dryja spielte als Fünfter keine Rolle.

Bester deutscher Läufer in 2:30:44 

Als bester deutscher Läufer kam auf Rang sieben der Trierer Dietmar Bier nach 2:30:44 ein. Bei den Frauen hielt sich bei Maria-Magdalena Teodorescu der Zeitverlust auf der zweiten Streckenhälfte noch in Grenzen, während die Türkin Lale Ötztürk (2:48:59) und Vorjahressiegerin Yelena Tikhonova (2:53:40) merklich abbauten.
In Mainz spielen Spitzenresultate eine eher zweitrangige Rolle, sieht man einmal von dem über sich hinauswachsenden Andrej Naumov einmal ab. Was hier zählt, das ist die Begeisterung und die Stimmung, dazu noch ein „Einpeitscher“ wie Klaus Hafner, der den Fußballplatz gerne mit dem Zieleinlauf für einen Tag tauscht und mit deftigen Sprüchen das Volk bei Laune hält.
Es ist ein Lauffest für die Region mit interessanten Gästen aus aller Welt.

Handbiker - keine Skater mehr

Während die Skater mangels Interesse letztlich dem Rotstift zum Opfer fielen, imponierten die Handbiker auf der Marathonbühne mit ihrem dynamischen Rennverhalten. Auf der in Mainz ausgetragenen Halbmarathondistanz setzte sich im Fotofinish Torsten Purschke knapp gegen den Mannheim-Marathonsieger Cefas Bouman durch, bei den Frauen bescherte Andrea Eskau dem Veranstalter mit 37:19 sogar einen neuen Kursrekord.

Manfred Steffny, Urgestein der Marathonszene, traf einmal mehr den Nagel auf den Kopf in der Kategorisierung des Gutenberg-Marathon nach einer stimmungsvollen siebten Auflage: „Am Anfang befand man sich wie der Fußball in der Regionalliga, heute ist der Marathon wie auch der Fußball in der Bundesliga fester Bestandteil!“

Wilfried Raatz

Ergebnisse unter:
www.marathon.mainz.de

 


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