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Weltrekordler und Doppel-Olympiasieger Hicham El Guerrouj beendet Karriere

24.05.2006

Hicham El Guerrouj
© Victah Sailer

Der beste Mittelstreckenläufer des vergangenen Jahrzehnts hat seine Karriere beendet: Hicham El Guerrouj gab auf einer Pressekonferenz in Casablanca bekannt, dass er nicht mehr auf die Laufbahn zurückkehren wird. Der 31-jährige Marokkaner hält nach wie vor die Weltrekorde über 1.500 m (3:26,00 Minuten), die Meile (3:43,13) und 2.000 m (4:44,79). Hicham El Guerrouj, der von 1986 über 1.500 m und die Meile in 84 von 89 Rennen ungeschlagen blieb, krönte seine Karriere mit dem olympischen Doppeltriumph von Athen 2004 über 1.500 m und 5.000 m.

Als einer der großen olympischen Pechvögel war der Marokkaner Hicham El Guerrouj nach Athen gereist. Zurück kehrte er mit einem Medaillen-Doppel, das vor ihm nur ein einziger Läufer bei Olympia geschafft hatte: Paavo Nurmi. Der legendäre Finne wurde 1924 Doppel-Olympiasieger über 1.500 und 5.000 Meter. Ein anderer Rekord von Nurmi bleibt dagegen unerreicht. Zwölf olympische Medaillen, darunter neun goldene, hat noch kein anderer Leichtathlet gewonnen.

Neben Weltrekorden sammelte Hicham El Guerrouj Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften: Von 1997 bis 2003 wurde der Marokkaner viermal hintereinander Weltmeister über 1.500 m, zudem siegte er über diese Strecke zweimal bei der Hallen-WM. Tragischer war bis zum krönenden Abschluss in Athen seine olympische Geschichte. „Vor vier Jahren waren es Tränen der Enttäuschung, heute waren es Tränen der Freude“, erzählte Hicham El Guerrouj, nachdem er sich in Athen seinen Traum erfüllt hatte und die erste Goldmedaille über 1.500 m gewonnen hatte. „In Athen gewonnen zu haben – an diesem sporthistorischen Ort, wo 1896 die Spiele stattfanden –, das ist etwas Außergewöhnliches“, sagte Hicham El Guerrouj.

Damit hatte ein achtjähriger Alptraum für den Marokkaner ein Ende gefunden: 1996 war er als Favorit ins olympische 1500-m-Finale von Atlanta gegangen. Doch dort stolperte er über das Bein seines schärfsten Rivalen, Noureddine Morceli. Der Algerier wurde Olympiasieger, El Guerrouj kam als Zwölfter ins Ziel. Vier Jahre später kam ihm in Sydney ein anderer zuvor: Der Kenianer Noah Ngeny rang Hicham El Guerrouj auf der Zielgeraden im Spurt nieder. Zwischen diesen beiden Olympischen Spielen hatte der Marokkaner seine Strecke dominiert. Von 46 Rennen über 1500 m verlor er nur zwei – die beiden olympischen Finals. So groß war die Enttäuschung nach Sydney, dass der Marokkaner seine Karriere fast beendet hätte.

35 Tage Urlaub reichten damals nicht, um das Trauma zu verarbeiten. „Es war so schwer, dass ich an manchen Tagen gar nicht zum Training gegangen bin.“ Erst nach gut drei Monaten hatte sich Hicham El Guerrouj erholt.


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