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Inline-Skating weit mehr als ein Fun-Sport – Interview mit Maximilian von Kemnitz, Rollerblade

14.06.2006

Inline-Skating galt lange vor allem als reiner Fun-Sport. Inzwischen entdecken immer mehr ambitionierte Wettkämpfer die Sportart Inline-Skating, berichtet Maximilian von Kemnitz, verantwortlich für den Bereich Marketing bei Rollerblade. Das Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern im Bereich Inline-Skating und ist seit zwei Jahren Partner vom real,- BERLIN-MARATHON für Inline-Skater sowie in diesem Jahr erstmals auch vom XRace. Im Interview wagt einen Ausblick in die Zukunft des Inline-Sports.

Rollerblade ist nun bereits im zweiten Jahr Partner des real,- BERLIN-MARATHON für Inline-Skater und engagiert sich nun auch für das XRace. Was zeichnet diese Partnerschaft aus?

Maximilian von Kemnitz: Es gibt in Deutschland kein zweites Event wie den real,- BERLIN-MARATHON für Inline-Skater. Die Skater-Szene schwärmt ja immer viel von der Schweiz. Berlin ist das ideale Ereignis, um den Inline-Sport auch in Deutschland weiterzuentwickeln. Zumal wir in Berlin ein hervorragend organisiertes Rennen haben.
Mit unserer Kooperation wollen wir das Image von Skating weg von der reinen Fun-Sport hin zu einer Ernst zunehmenden Sportart verändern. Inline-Skating schont die Gelenke und ist ein hervorragendes Training für die Beine, den Bauch und den Po. Inline-Skating ist ein Sport für ambitionierte Sportler, die gerne auch mal an einem Wettkampf teilnehmen.

Rollerblade zählt zu den führenden Herstellern im Inline-Sport. Welche Innovationen gibt es in puncto Skate-Equipment?

Maximilian von Kemnitz: Es gibt in jedem Preissegment neue Schalen- und Schienenkonstruktionen. Die neuen Schienen im oberen Preissegment zeichnen sich zum Beispiel durch eine noch höhere Torsionsstärke bei gleichzeitig geringerem Gewicht aus. Die Torsionsstärke bestimmt das Verdrehen der Schienen. Die neuen Schalen kommen insbesondere Menschen mit breiteren Füßen entgegen, die in der Vergangenheit gelegentlich mit Druckstellen zu tun hatten.
Ansonsten haben wir ein neues Verschlusssystem auf den Markt gebracht, dass insbesondere im Kinderbereich sehr gut ankommt, denn mit dem Mikro TFS System entfällt das für Kinder schwierige Schleifenbinden.

Lange galten fünf Rollen als der Garant für hohe Geschwindigkeiten, nun fahren auch die Profis mit vier Rollen. Wo geht die Entwicklung Ihrer Meinung nach in Zukunft hin?

Maximilian von Kemnitz: Insgesamt ist zu sehen, dass auch im Damenbereich immer größere Rollen gefahren werden. Früher konnten nur Männer mit den großen Rollen fahren. Inzwischen haben die Schuhe eine so gute Stützfunktion, dass auch kleinere Skater und Fitness-Sportler größere Rollen nehmen können.
Zudem glaube ich, dass der Rennbereich für eine größere Masse interessant und zugänglich wird. Es wird mehr ambitionierte Freizeitsportler geben, die Wettkampfsport betreiben werden.



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