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Fußball und Laufen – frühere WM-Stars im Portrait (Teil 2): Jean-Pierre Papin

18.06.2006

Jean-Pierre Papin beim Allstar-Game im adidas World of football in Berlin.
© mr

Jean-Pierre Papin war jahrelang Nationalspieler für die französische L’Équipe Tricolore. Geboren wurde er am 5. November 1963 in Boulogne-sur-mer (Frankreich). Bereits mit sechs Jahren trat er einem Fußballverein bei. Später spielte er seine erste Profi-Saison (1984/’85) bei US Valenciennes in der 2. Liga und wechselte danach zum FC Brügge nach Belgien, wo er, wie auch schon bei US Valenciennes, erfolgreicher Torschütze war. Papins nächste Station war der Topclub Olympique Marseille, bei dem er von 1987 bis 1992 fünfmal in Folge zum erfolgreichsten Torschützen der Division 1 avancierte. Auch trug er maßgeblich bei zu vier französischen Meistertiteln und dem Landespokalgewinn für Olympique Marseille. 1991 wurde er zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Papin, oder auch JéPéPé genannt, spielte zwischen 1986 und 1995 insgesamt 54 Mal für die L’Équipe Tricolore und erzielte dabei 30 Tore.

Jean-Pierre Papin ist auch nach seiner aktiven Zeit dem Fußballsport treu geblieben. Bis 2006 betreute er als Trainer den FC Bassin d'Arcachon. Und auch als Coach möchte er eine gewisse Fitness an den Tag legen. „Ich gehe jeden zweiten Tag acht Kilometer joggen“, sagt Jean-Pierre Papin, der in der kommenden Saison 2006/’07 einen Vertrag beim Erstligaabsteiger Racing Strasbourg unterschrieben hat und diesen Job in diesen Tagen antritt. „Bei meiner zweiten Karriere als Trainer bei Strasbourg möchte ich auch selber fit bleiben“, sagt der 42-Jährige. „Meistens laufe ich dabei um die 40 Minuten.“ Der viel beschäftigte JéPéPé lässt sich bei seinem Fitnessprogramm von nichts abhalten: „Mir ist es egal wo ich gerade unterwegs bin. Ob am Strand, im Wald oder in der Stadt. Laufen kann mal überall. Ich muss einfach raus und etwas für mich tun, denn sonst fühle ich mich nicht gut“, sagt Papin, der von 1992 bis 1994 in der italienischen Serie A beim AC Mailand spielte, bevor er 1994 in die 1. Bundesliga zum FC Bayern München wechselte und mit den Bayern 1996 UEFA-Pokalsieger wurde.

„Laufen ist elementar beim Fußball“

„Ich mag das Laufen, weil man so unabhängig ist. Man kann einfach raus gehen und zu jeder Zeit und bei jedem Wetter oder Befinden loslaufen.“ Konditions- und Ausdauertraining gehört bei den internationalen Fußballern mit zu den wichtigsten Trainingsformen, denn ohne ausreichende Kondition für ein mindestens 90-minütiges Spiel bleiben auch die technisch-taktischen Fähigkeiten durch den Mangel an Konzentration auf der Strecke. Einer guten Ausdauer beziehungsweise einer hohen aeroben Laufleistungsfähigkeit kommt eine besondere Bedeutung zu, da sie einer frühen Ermüdung entgegenwirkt. „Laufen ist elementar beim Fußball, die Grundlagenausdauer kann oft über Sieg oder Niederlage entscheiden“, sagt Jean-Pierre Papin.


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