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Interview mit Jens-Peter Herold

05.08.2006

Wie finden Sie die Initiative von SCC-RUNNING der Jugend A- und B eine Plattform über die Meile zu geben?  

Jens-Peter Herold: „Neue initiativen sind immer gut. Der Ku’damm bietet den Jugendlichen ganz bestimmt gute Voraussetzungen um sich in Szene zu setzen und die Zuschauer werden sie sicherlich zusätzlich motivieren.“  

 
Sie halten noch immer den deutschen Rekord über die Meile. Wie lange wird dieser noch bestehen?

Jens-Peter Herold: „Zum einen muss man ja sagen, dass ich den deutschen Rekord 1988 im Stadion gelaufen bin. Es ist doch ein gewisser Unterschied zwischen der Straße und dem Stadion. Auch wird die Meile ja nicht allzu oft angeboten. Bis auf ein paar Meetings wie Oslo oder Zürich, die die Meile aus Tradition haben, hat man kaum die Möglichkeit die Meile zu laufen und dadurch geringe Chancen an den Rekord heran zu kommen. Zum anderen muss man ja leider sagen, dass es im Moment nicht viele deutsche Top-Athleten im Laufbereich gibt. Da ist sicherlich noch Bedarf.“  

Wann sind Sie das letzte Mal die Meile gerannt?


Jens-Peter Herold: „Das ist eine gute Frage. Ich habe 1998 mit dem Laufen aufgehört. Ganz bestimmt bin ich die Meile noch 1997 gelaufen und ich glaube 1998 bin ich die Meile auch noch einmal gelaufen. Nach dem Rekord 1988 gab es einige Läufe [1990 lief er 3:50.59 in Oslo und ein Jahr später 3:50.08 auch wieder in Oslo] bei denen es ziemlich knapp am Rekord vorbei war.“

Laufen Sie heute noch in Ihrer Freizeit?

Jens-Peter Herold: „Leider nur noch sehr wenig. Durch andere Hobbies und meine Familie komme ich kaum noch dazu. Im Winter bin ich ein halbes Jahr gar nicht gelaufen und seit dem Frühjahr laufe ich höchstens zweimal die Woche. Früher hätte ich mir nie vorstellen können mal nicht zu laufen. Mein kleiner Sohn ist begeistert vom Laufen und ich hoffe natürlich, dass er die Lust daran behält.“

 
Ist bei Ihnen irgendwann einmal ein größeres Rennen ohne Erfolgsdruck geplant?  

Jens-Peter Herold: „Ich gehöre hier in Neuruppin einer Lauftruppe an. Wir sind alle zwischen 30 und 50 Jahre alt. Jedes Jahr machen wir eine Marathonreise zusammen mit unseren Familien. Wir waren schon in Prag, Budapest und dieses Jahr in Rom, wobei ich zugeben muss, dass ich noch nie den Marathon mitgelaufen bin. Geplant war ursprünglich mal in diesem Jahr den real,- BERLIN-MARATHON mitzulaufen, aber dadurch dass ich im Winter nicht trainiert habe, macht es keinen Sinn. Ich werde es mir für das nächste Jahr vornehmen und mich dann gut darauf vorbereiten. Mein Ziel wäre eine Zeit von knapp über 2:30 Stunden zu laufen. Mal schauen. Berlin liegt ja direkt vor der Haustür und ist schon etwas Besonderes.“ 

 
Jens-Peter Herold steht nach der Vattenfall City-Nacht am Sonnabend für Interviews zur Verfügung.

 

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