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Ex-400-m-Läuferin gewinnt EM-Gold über 800 Meter

10.08.2006

Olga Kotlyarova ist neue Europameisterin über 800 m.
© Photo Run / Jiro Mochizuki

Vor zwei Jahren startete die 400-m-Läuferin Olga Kotlyarova ihren ersten Versuch über die doppelte Distanz. Mehr aus Spaß rannte sie auf Anhieb eine Weltklassezeit von 1:57.96 Minuten. Nun ist die 30-jährige Russin Europameisterin über diese Strecke. In 1:57,38 gewann sie das Finale von Göteborg in ihrer ersten richtigen 800-m-Freiluftsaison. Silber ging an ihre Landsfrau Swetlana Klyuka (1:57,48), Bronze gewann die Britin Rebecca Lyne mit 1:58,45.

 
„Dies ist der größte Erfolg meiner Karriere“, sagte Olga Kotlyarowa nach ihrem Sieg. Es waren ihre beiden Landsfrauen Swetlana Klyuka und Swetlana Cherkasowa, die sich an die Spitze des Feldes setzten und nach schnellen 57,37 Sekunden die 400-m-Marke passierten. Dicht dahinter lief Rebecca Lyne, gefolgt von der späteren Siegerin. Während Cherkasowa bis auf den letzten Platz zurückfiel, sah Klyuka schon aus wie die sichere Siegerin. Doch auf den letzten Metern schob sich Olga Kotlyarowa noch vorbei und gewann Gold. „Ich hatte das genau so geplant. Aufgrund meiner 400-Meter-Vergangenheit habe ich genügend Schnelligkeit am Ende des Rennens“, sagte die Siegerin, die sogar vom Weltrekord sprach: „Warum nicht, ich habe genügend Schnelligkeit. Ich muss allerdings noch sehr viel trainieren und lernen für die 800 Meter.“ Der 23 Jahre alte Weltrekord von Jarmila Kratochvilova (Tschechische Republik) ist aber mit 1:53,28 Minuten noch sehr weit weg – und vielleicht unerreichbar.  

 
Hinter den beiden Russinnen war der Kampf um Bronze nicht minder spannend. Dabei war Rebecca Lyne zunächst etwas zurückgefallen, und es sah so aus, als ob Tetyana Petlyuk (Ukraine) diese Medaille gewinnen würde. Doch die Britin kam auf der Zielgerade noch einmal zurück nach vorne und schnappte sich Bronze. „Bronze, das klingt wirklich gut. Wenn mir das jemand vor der Saison gesagt hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Steve Cram hat mir Tipps gegeben, das war super“, erklärte Rebecca Lyne. Der ehemalige britische Weltklasseläufer hatte die 24-Jährige am Nachmittag vor dem Finale angerufen.

 

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