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Dominguez gewinnt 5.000 m, Enttäuschung für Pavey

13.08.2006

Jo Pavey war eine der letzten Hoffnungen für das Team von Großbritannien, bei diesen Europameisterschaften noch eine Goldmedaille zu gewinnen. Noch vor acht Jahren in Budapest, bei den vorletzten kontinentalen Titelkämpfen, hatten die Briten mit neun Goldmedaillen die Medaillenwertung vor Deutschland (8 x Gold) gewonnen. Nun erfüllten sich in Göteborg nicht einmal die Hoffnungen auf das erste Gold. Und Jo Pavey hatte am Ende gar nichts gewonnen. Als Vierte war sie in 15:01,41 Minuten im Ziel, nachdem sie in der zweiten Hälfte das Rennen schneller gemacht und fast durchweg geführt hatte.

Die neue Europameisterin kommt aus Spanien: Marta Dominguez gewann nach ihrem siebenten Platz im 10.000-m-Finale in 14:56,18 Minuten den Titel. Im Spurt setzte sie sich gegen die Russin Liliya Shobukhova (14:56,57) und die Türkin Elvan Abeylegesse (14:59,29) durch. Pavey hatte nach etwa 2.800 Metern das Tempo erhöht und sich an die Spitze des Feldes gesetzt. Doch die drei späteren Medaillengewinnerinnen wurde sie nicht los. 200 Meter vor dem Ziel liefen alle drei an ihr vorbei. Dominguez schien dabei zunächst in ungünstiger Lage an dritter Stelle, doch auf der Zielgeraden war ihr Spurt am besten. „Das Rennen war ideal für mich. Und am Ende wusste ich, dass ich es schaffen kann aufgrund meiner Spurtstärke“, sagte Marta Dominguez. „Ich habe alles versucht – es ist enttäuschend, keine Medaille gewonnen zu haben“, erklärte Jo Pavey.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Europameisterschaften standen die 3.000-m-Hindernis der Frauen auf dem Programm. Hier gab es ein Novum, denn mit Alesia Turava (Weißrussland) gewann die Schwester von Ryta Turava, der Siegerin im 20-km-Gehen, den Titel. Damit haben zum ersten Mal in der EM-Geschichte zwei Schwestern einen Einzeltitel gewonnen. Turava gewann das Rennen souverän in 9:26,05 Minuten vor Tatjana Petrova (Russland/9:28,05) und der Polin Wioletta Janowska (9:31,62). „Im vergangenen Jahr war ich verletzt. Ich habe erst vor drei Monaten wieder mit dem Training beginnen können“, erklärte Alesia Turava.


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