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Kenia bricht 4x800-m-Weltrekord von Coe und Co. in Brüssel

26.08.2006

Eine Reihe von Weltrekorden wurden verpasst beim einmal mehr hochklassigen IAAF Golden-League-Meeting in Brüssel, doch eine Bestzeit fiel beim 30. van Damme Memorial: Über die selten gelaufenen 4x800 m stellte das Quartett aus Kenia einen neuen Rekord auf. Joseph Mutua, William Yiampoy, Ismael Kombich und Wilfred Bungei liefen 7:02,43 Minuten und waren nur knapp vor den USA (7:02,82) im Ziel. Damit war ein 24 Jahre alter Weltrekord der britischen Staffel gebrochen. 1982 waren Peter Elliott, Garry Cook, Steve Cram und Sebastian Coe in London 7:03,89 Minuten gelaufen.

Brüssel ist eines der wenigen Meetings, das immer wieder hochklassige 10.000-m-Rennen der Männer in das Programm aufnimmt. So auch an diesem Abend. Vor dem Hauptprogramm gab es bereits einen der hochklassigsten 10.000-m-Läufe aller Zeiten. Dabei erzielte Micah Kogo mit 26:35,63 Minuten nicht nur die erste Zeit unter 27 Minuten in diesem Jahr sondern auch die zehntschnellste je gelaufene Zeit. Der erst 20-jährige Kenianer ist nun der sechstschnellste Läufer über die 25-Runden-Distanz aller Zeiten. Nach einer 5.000-m-Zwischenzeit von 13:19,64 Minuten war Micah Kogo, der erst in diesem Jahr international in Erscheinung getreten war, 700 Meter vor dem Ziel am führenden Zersenay Tadesse (Eritrea) vorbeigelaufen. Tadesse wurde schließlich Zweiter in der Landesrekordzeit von 26:37,25 während Boniface Kiprop (Uganda) Rang drei in 26:41,95 belegte. Drei Läufer unter 26:45 Minuten – das gab es bisher nur zweimal zuvor in Brüssel.

„Ich wollte heute eigentlich nur meine persönliche Bestzeit brechen, ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich hier gewinnen könnte. Nun habe ich mich gleich um über 40 Sekunden verbessert. Das nächste Saisonziel ist es, unter 13 Minuten über 5.000 Meter zu laufen“, erklärte Micah Kogo.

Im 5.000-m-Rennen wahrte Tirunesh Dibaba ihre Chance auf den großen Jackpotgewinn der IAAF Golden League. Nach Siegen in Oslo, Paris, Rom, Zürich und nun Brüssel fehlt ihr nur noch ein Erfolg am Sonntag nächster Woche beim ISTAF in Berlin, dann würde sie an insgesamt einer Million US-Dollar partizipieren. Die äthiopische Doppel-Weltmeisterin über 5.000 und 10.000 m konzentrierte sich dabei in Brüssel wieder einmal ganz auf den Sieg und zeigte längst nicht ihr volles Potenzial. Im Weltrekordtempo hatte die Russin Olga Komyagina Tirunesh Dibaba und ihre Landsfrau Meseret Defar durch die 2.000-m-Marke geführt (5:42,01), und auch bei 3.000 m wäre der Rekord von Defar (14:24,53) noch in Reichweite gewesen. Doch trotz entsprechender Zeichen von Defar wollte sich Dibaba nicht an der Tempoarbeit beteiligen. So wurde es langsamer zwischendurch und die später drittplatzierte Jo Pavey (Großbritannien/14:39,96) konnte sogar auflaufen. Mit der Entscheidung hatte die Britin aber nichts zu tun, denn als Tirunesh Dibaba gut 400 m vor Schluss ihren langen, starken Endspurt begann, war sie nicht mehr zu stoppen. Meseret Defar hielt zunächst noch mit, doch 150 Meter vor dem Ziel beschleunigte Dibaba nochmals und löste sich entscheidend. In 14:30,63 Minuten siegte Dibaba während Defar nach 14:33,78 im Ziel war.

Einen Weltrekordversuch unternahm Saif Saaeed Shaheen (Katar) über 3.000 m Hindernis. Das Problem des früheren Kenianers ist jedoch hauptsächlich das Finden guter Tempomacher, die die Geschwindigkeit lange genug halten können. Auch in Brüssel gab es sie nicht. Der Spanier Cesar Perez passierte 1.500 m in 3:56 Minuten, ging aber aus dem Rennen, als noch drei Runden zu laufen waren. Shaheen siegte schließlich gewohnt souverän in 8:04,32 Minuten, war aber weit weg von seinem Weltrekord (7:53,63).

Auch ein weiterer Weltrekordversuch scheiterte beim 30. Memorial van Damme: Kenenisa Bekele dominierte das 5.000-m-Rennen. Als ihn sein Bruder Tariku als Tempomacher in 7:34,12 Minuten durch die 3.000-m-Marke geführt hatte, war Kenenisa Bekele auf Kurs, um seinen eigenen Weltrekord von 12:37,35 Minuten zu brechen. Doch fortan alleine laufend, wurde der Äthiopier deutlich langsamer und war schließlich nach 12:48,09 Minuten im Ziel – immerhin war dies noch eine Jahresweltbestleistung. „Ich laufe praktisch seit Ende Mai jede Woche ein Rennen – das ist einfach zu viel in dieser Saison. Der Weltrekord war heute nicht drin“, sagte Kenenisa Bekele, der weit vor Eliud Kipchoge (Kenia/13:01,88) im Ziel war.


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