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Läufer-Geschichten zum 33. real,- BERLIN-MARATHON

19.09.2006

Diese bunten Läufer-Geschichten von Teilnehmern des 33. real,- BERLIN-MARATHON sind regional sortiert, so dass Sie ggf. eine Geschichte aus dem Verbreitungsgebiet Ihrer Zeitung nutzen können. Sie können die jeweiligen Teilnehmer über die angegebene E-Mail-Adresse kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen,

real,- BERLIN-MARATHON Media-Team

 

Name: Andrej Woiczik
Email: andrejwoiczik@aol.com
Betreff: Rennen ins Vaterglück
Ort: Berlin

Es war der 10.09.2000. Meine Frau lag in Erwartung der Geburt unseres Sohns Steffen im St. Joseph Krankenhaus in Berlin-Tempelhof. Um 4.30 Uhr hieß es aufstehen, schnell duschen und anziehen, hierauf mit dem gepackten Sportbeutel ins Krankenhaus zu meiner Frau fahren. Dort war alles okay. Um 7.45 Uhr war dann Treffpunkt mit Sportfreunden vom Polizei SV Berlin in der Feuerwehrwache in der Rankestraße. Sachen dort abgegeben und mit einem Feuerwehrbus direkt zum Start. Zwei Gedanken gingen mir nicht aus dem Kopf. Wie geht es meiner Frau und komme ich gut bei der erwarteten Wärme über die 42,195 km?

Als um 11.00 Uhr die Sonne hinter den Wolken hervortrat und den 30.000 Läufern kräftig einheizte, lief ich nur 5 km entfernt von meiner Frau Richtung Botanischer Garten und die Gedanken an meine Frau ließen die Strapazen des Marathonlaufs lindern.

Als ich dann kurz nach 12.00 Uhr nach gut drei Stunden glücklich ins Ziel finishte war ich so glücklich, dass einige Tränen aus meinen beiden Augen traten. Um 15.00 Uhr besuchte ich meine Frau glücklich im Krankenhaus. Sie hatten den Lauf im Fernsehen verfolgt und freute sich mich zwar ziemlich kaputt, aber sehr zufrieden sehen zu können. Als unser Sohn Steffen einige Tage später das Licht der Welt erblickte, waren wir aber noch glücklicher und zufriedener als bei meinem Zieleinlauf am 10.09.2000. In der Zwischenzeit hat mich unser Sohn bei zahlreichen Marathonläufen in Hamburg, Wien, Athen und natürlich beim real,- BERLIN-MARATHONN lautstark an der Strecke unterstützt. So wird es auch in diesem Jahr sein. Allen Ursprungs waren aber die Ereignisse vom real,- BERLIN-MARATHON am 10.09.2000.

 

Name: Konstanze Gabriel
Emil: konstanze.gabriel@siemens.com
Betreff: meine Marathon-Geschichte
Ort: Berlin

Der Marathon an sich war für mich nichts Fremdes, da schon mein Vater und Onkel sich jedes Jahr in Frankfurt/Main sich dieser Herausforderung gestellt haben. In einem Anflug von Midlife-Crisis war ich dann der Meinung, ich müsse vor meinem 30. Geburtstag im November 2004 einen Marathon absolviert haben. Schon immer bin ich gerne gejoggt, die längste Distanz war jedoch nur der Halbmarathon. Da ich niemandem von meinem Vorhaben berichten wollte, habe ich also ,heimlich’ auf dieses Ereignis hin trainiert und eine Woche vorher habe ich lediglich meinen Mann sowie meine Eltern informiert. Allerdings hatte mein Vater mir gerade erst gesagt, dass ich wohl aufgrund meines Herzfehlers wohl nie einen Marathon laufen können würde… Trotz Herzfehler (bei dem es sich laut Internist um ein harmloses und langstreckenverträgliches Geräusch am Herz handelt) habe ich erfolgreich am real,- BERLIN-MARATHON 2004 teilgenommen. Vor dem Start kam ich noch mit einem Herrn ins Gespräch, der sich als zukünftiger Kollege herausstellen sollte. Auch wenn ich meiner Wahlheimatstadt Berlin letztes Jahr untreu war und beim New-York-City-Marathon gestartet bin, so wird Berlin doch immer die schönste Laufstrecke sein.

 

Name: Liane Koch
Email: kochireich@t-online.de
Betreff: Krebs
Ort: Bad Langensalza (nahe Erfurt)

Nach drei Krebserkrankungen (1996, 1997 und 2001) wollte ich für mich wissen, wie und wo meine Grenzen sind, und natürlich ein paar Kilo abnehmen (die ich nach der Chemotherapie nicht mehr losgeworden bin). Also bekam ich zu Weihnachten 2004 eine Anmeldung für den Halbmarathon beim Rennsteiglauf. Das hieß für mich anfangen mit Laufen bei Wind und Wetter. Im Laufe der Zeit hat es mir einen riesigen Spaß gemacht, und ich wollte wissen, ob ich auch die 42,195 km durchhalten könnte. Also habe ich mich im letzten Jahr noch vor dem Rennsteiglauf für den real,- BERLIN-MARATHON angemeldet.

Das Training war hart aber auch schön. Endlich war der Tag da, und es ging los. Ich muss sagen, es war ein wahnsinniges Erlebnis. Die Menschen am Straßenrand und die eigene Familie dazwischen, dass war einfach toll. Natürlich hat der Marathon mich unwahrscheinlich geschlaucht, aber dieses Erlebnis war es wert. Die Begeisterung der Massen ist auf die Läufer übergesprungen, und die Bands am Straßenrand haben die Läufer angeheizt. Es war schwer ab Km 30, aber ich habe es geschafft. Im Ziel angekommen, musste ich erst einmal weinen, weil ich über mich selbst hinaus gewachsen bin und durchgehalten habe. Dank der Anfeuerung der Menschen und meiner Familie - mein Mann hat mich streckenweise mit dem Rad begleitet und immer wieder motiviert. Es hat mir so gut gefallen, dass ich beschlossen habe in diesem Jahr wieder beim real,- BERLIN-MARATHON mitzulaufen.

 

Name: Hans-Jürgen Oltmanns
Email: Hans-Juergen.Oltmanns@ovg.justiz.hamburg.de
Betreff: Haben Sie den Tanz-Bären gesehen?
Ort: Hamburg

Haben Sie den Tanz-Bären gesehen? Vor den Läufern beim real,- BERLIN-MARATHON starten am Samstag die Inline-Skater und bilden mit ca. 8.000 Teilnehmern in Berlin weltweit die größte Veranstaltung dieser Art. Mit einer Zeit von zwei Stunden befinde ich mich dabei im hinteren Mittelfeld und finde es eigentlich langweilig, auf der Jagd nach einer guten Zeit an den Zuschauern und Teilnehmern auf der Überholspur vorbeizuhetzen. Daher möchte ich den Zuschauern ein wenig Abwechslung bieten und im Vorbeilaufen mit Musik aus Mini-Lautsprechern den Bär steppen lassen. Schon beim Inline-Skate-Training vergnüge ich mich mit Musik im Ohr und übe die dazu passenden Bewegungen, womit natürlich eine geringere Geschwindigkeit verbunden ist, die noch im zugelassenen Limit von zweieinhalb Stunden bleiben muss, d.h. Drehungen auf der Stelle müssen leider (auch aus Sicherheitsgründen) entfallen. Im Training bin ich als Music-Man oder Tänzer bekannt. Für Berlin finde ich die Bezeichnung Tanz-Bär ganz passend. So werde ich auch in diesem Jahr als solcher dabei sein und mit dem etwas anderen Laufstil für Erheiterung sorgen. Auch unter Bären kreisen ab Kilometer 30 die Gedanken nur noch um die bevorstehende Erfrischung und Stärkung im Zielbereich und aus der anfänglichen Dynamik wird ein eher kraftloses Vorwärtskommen. Das hört sich nun aber schlimmer an als es ist, denn als Inline-Skater im Mittelfeld benötigt man nur ein eher laues Training das bei weitem nicht so den Alltag bestimmt, wie die Vorbereitungen der Läufer. Der Marathon-Lauf am Sonntag beim real,- BERLIN-MARATHON ist und bleibt zu Recht die Königs-Disziplin aller Sportarten, trotzdem hoffe ich auch für den Samstag auf zahlreiche Zuschauer und gute Stimmung an der Strecke.

 

Name: Dietmar Wenzel
Email: Dietmar.Wenzel@kaufhof.de
Betreff: wie "die Jungfrau zum Kind“
Ort: Bergisch Gladbach (nahe Köln)

Meine Motivation speziell für den real,- BERLIN-MARATHON? Zunächst muss ich vorwegschicken, dass ich zum Marathonlaufen gekommen bin wie die „Jungfrau zum Kind". Anlass war das 125-jährige Kaufhof-Jubiläum 2004 und das Angebot, durch betreutes Training daran teilzunehmen. Immerhin bin ich jetzt 57 Jahre und gehöre nun seit zwei Jahren zu den passionierten Läufern mit bis heute vier absolvierten "Königsläufen" in Köln und Düsseldorf. Da ist es doch nahe liegend, meine "Läuferkarriere" in Berlin - dem bedeutendsten Rennen Deutschlands - zu krönen. Es gibt aber auch noch einen anderen Grund. Schon immer ist Berlin für mich eine "Reise wert" gewesen und ist auf Grund der historischen Geschichte immer äußerst spannend und aufregend gewesen. Der tägliche Pendel zwischen West und Ost immer durch das Brandenburger Tor im freien Grenzverkehr in den 50er Jahren; dann ab 1961 durch die Mauer mit strapaziösen stundenlangen Kontrollen durch einen der wenigen furchterregenden Grenzübergänge. Und dann der Fall der Mauer! Ein historischer Moment! Seitdem war ich nicht mehr in Berlin. Umso größer erwächst in mir der Wunsch, nicht nur den Marathon als besonderes Highlight sondern auch der Lauf durch das Brandenburger Tor zu meinem persönlichen (historischen) Erlebnis werden zu lassen.

Außerdem ist es mir ein großes Bedürfnis, diesen Marathonlauf im Bewusstsein an die unerwartete Erkrankung meiner, im Ostteil der Stadt lebenden, Cousine zu laufen und ihr damit Kraft und Zuversicht für die Zukunft zu symbolisieren.

 

Name: Peter Mallmann
Email: Peter.Mallmann@DeutscherRing.de
Betreff: warum ich beim Marathon in Berlin mitlaufe
Ort: Wuppertal

Ich bin schon seit meiner Jugend – angesteckt durch meinen Stiefvater gelaufen. Aber erst durch eine gute Freundin habe ich im Frühjahr 1999 bei meinem ersten Halbmarathon meine Lust am Wettkampf entdeckt, wobei die Devise von Anfang an war: "Dabei sein und ankommen ist alles". Derart angesteckt, habe ich dann 1999 meinen ersten Marathon in Berlin bestritten und die Kulisse und vor allem das Publikum waren einfach überwältigend. Seitdem ist Berlin eine feste Größe in jedem Jahr, wobei die Zeiten stark schwanken – aber angekommen bin ich immer und nie stehen geblieben. So Gott will, möchte ich mit 82 Jahren im Jahr 2048 meinen 50. Marathon in Berlin laufen. Und als Jubiläum danach wären noch möglich: Der 60. Marathon in Berlin mit 92 Jahren im Jahr 2058, .....und dann schauen wir mal..... Ich habe kürzlich gelesen, dass ein heute 40 jähriger Mann eine statistische Lebenserwartung von 91 Jahren hat. Und da ich ja ein bisschen Sport treibe, habe ich doch Hoffnung und Gottvertrauen.

 

Name: Hermann Tost
Email: Hermann.Tost@sva.sozvers.at
Betreff: Alles für meinen Bruder
Ort: Trins (Österreich)

Meine Beweggründe für eine Teilnahme am real,- BERLIN-MARATHON haben einen emotionalen Hintergrund. Ich wollte diesen Marathon speziell für meinen Bruder Peter laufen, der jedoch letztes Jahr für unsere Familie doch unerwartet, dann aber sehr schnell seiner Krebserkrankung im Alter von 51 Jahren zum Opfer gefallen ist. Ich habe immer Durchhalteparolen an ihn weitergegeben. Meine Aussage lautete immer: "Der Glaube kann Berge versetzen!" So wie ich am Beginn seiner Erkrankung begann Marathon zu laufen, um ihn und anderen zu beweisen, dass nichts auf der Welt nicht möglich wäre, wenn man nur fest daran glaube. So lief ich 2004 nach 3-monatiger Vorbereitungszeit und ohne sportlichen Hintergrund (habe nie Sport betrieben und habe dazu noch ein Anstrengungsasthma) den 1. Halbmarathon (Tirol Speed Marathon von Matrei a. Br. nach Innsbruck) bestritten. Im selben Jahr lief ich 1 Monat später noch einen Halbmarathon in unmittelbarer Nähe meiner Heimatgemeinde und verbesserte meine Zeit von 2:10 Stunden auf 1:57 Stunden. Niemand hätte geglaubt, dass ich zu so einer Leistung überhaupt im Stande wäre. Meine Familie war sehr stolz auf mich. Besonders mein kranker Bruder. Er nahm sich mich als Vorbild und bekämpfte seine Krankheit mit all seiner zur Verfügung stehenden Kraft. Und wie durch ein Wunder verbesserte sich sein Gesundheitszustand. Er wurde stabiler. Die Ärzte konnten sich das nicht erklären. Im Frühjahr 2005 als ich in Vorbereitung auf den "Vienna City-Marathon" war, verbrachte ich mit meinem Bruder noch ein Wellnesswochenende in Kössen in Tirol. Es sollte unsere letzte Zeit sein, die wir miteinander verbringen konnten. Eine unvergessliche Zeit, dort habe ich ihm versprochen im Jahr 2006 den real,- BERLIN-MARATHON in Angriff zu nehmen, den ich nur für ihn laufen würde. Als Beweis unserer gemeinsamen Stärke und dem unbedingten Willen ans Ziel zu kommen. Leider wird er dies nicht mehr miterleben dürfen. Die Vorbereitung für den real,- BERLIN-MARATHON ist im vollem Gange und bei jedem Trainingslauf ist mein Bruder bei mir. Am 24. September 2006 werde ich diesen Marathon meinem Bruder widmen, im Andenken an einen Menschen, der durch seine Bescheidenheit, aber vor allem durch seine aufopfernde Fürsorge um seine Familie uns als Vorbild in Erinnerung bleibt. Er hat nie gejammert, er hat die Schmerzen ausgehalten, bis zuletzt.

Meine Devise lautet immer, und das ist besonders hilfreich, wenn man eine Schwächephase beim Laufen erlebt: "Jeder Schritt bringt uns dem Ziel näher!" Ich freue mich schon wahnsinnig auf diese Veranstaltung.

 

Name: Alexander Dunkel
Email: Alexander_Dunkel@aon-jh.de
Betreff: Kippe aus, Laufschuhe an
Ort: Bischofsheim (nahe Darmstadt)

Seit 1995 laufe ich schon regelmäßig. Nach dem Motto: Kippe aus und Laufschuhe an. Ja, tausche Gaulloises gegen Asics. Da ich relativ schnell Fortschritte machte, wollte ich immer länger laufen, immer immer mehr. Dank meiner "großen Klappe", die immer wieder davon erzählte, irgendwann einmal einen Marathon laufen zu wollen, wurde ich im November 2003 Teil meines "Traumes". Im April 2003 rundete ich geburtstagstechnisch zum dritten Mal. Meine Familie beschenkte mich mit der Teilnahme am New York City-Marathon. Sie hatte meine große Klappe erhört oder sollte ich lieber sagen satt?!? Es galt mir zwar einen Traum zu erfüllen, gleichzeitig aber auch die ständigen Erzählungen über die Teilnahme an einem gigantischen Laufevent zu ersticken. Und so kam es, dass ich im November 2003, zusammen mit einem Freund, in den Big Apple flog. Es ist viel über dieses Laufspektakel gesprochen und geschrieben worden. Der größte, der spektakulärste, der gigantischste Marathon der Welt. Allein der Start ist atemberaubend, schließlich bewegen sich etwa 40.000 Personen auf der zweistöckigen Verrazzano Narrow-Bridge von Staten Island hinüber nach Brooklyn, um wenig später durch die Häuserschluchten dieser phantastischen Stadt, entlang von über zwei Millionen, begeisterten Zuschauern zu laufen. Wahnsinn!

Was meine Familie da aber nicht wusste, war, dass mich von diesem Moment an, der absolute Laufbazillus befallen hatte. Von nun an, schwor ich mir, in jedem Jahr einen Marathon zu laufen. Familie, Pustekuchen! Ihr seid ja quasi schuld daran, dass es nun erst richtig losging. Von wegen, schicken wir den mal rüber über den großen Teich, der wird schon sehen, dass es kein Pappenstil ist, den alten Griechen zu folgen, um seinen Körper und Geist über die 42,195 km zu schinden. Ha, die Familie hatte die Rechnung ohne den Wirt - den neuen Finisher - gemacht!

Aber was für einen Marathon sollte ich als nächstes, nach diesem Lauf aller Läufe, laufen? Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin... beschlossen mein Bruder und ich. Ja, mein Bruder! Ihn hatte ich wohl angesteckt oder war er mein ständiges Gelabere auch satt? Hielt jetzt selbst mein Bruder mein Gesülze nicht mehr aus? Wollte er auch dieses unbeschreibliche Gefühl erleben, an einem Marathon teilzunehmen. Wollte er dem Spruch von Emil Zatopek ("wenn Du ein neues Leben kennen lernen willst, dann laufe einen Marathon") frönen? Und ob. 2004 folgte der real,- BERLIN-MARATHON, die Ziel-Zeit wurde um fast eine Stunde verbessert. Gut, in New York glich ich wahrscheinlich recht stark auch eher einem Kameramann, der die Aufgabe hatte, keinen Marathon zu laufen, sondern vielmehr, die schönsten Fotos von dieser Traumstadt zu machen. Da kann man schon einmal fünf Minuten auf der Stelle stehen und die Linse in Richtung Manhattan halten.

2005 dann Köln. Schließlich sollte dieses zuschauertechnisch ein Knaller sein. Gut, kann ja auch sein, aber wer geht bei strömendem Regen schon vor die Tür, um sich nass regnen zu lassen und um ein paar Verrückten beim Laufen zuzusehen? In Köln jedenfalls keiner und an diesem Tag schon gar nicht. Die Zeit wurde zwar erneut getoppt, auch von meinem Bruder - ja ja, einmal Marathon, immer Marathon - aber Köln muss ich nicht mehr haben.

Also wieder Berlin, um in 2006 - in Begleitung meines Bruders - nun "endlich" die 4 Stunden-Marke zu knacken. Berlin und sein Marathon, das ist ein Oberhammer! Die Stadt, die Messe (übrigens weitaus spektakulärer als in New York!), der Frühstückslauf mit dem Ziel Olympiastadion (übrigens weitaus spektakulärer als die Tavern of Green in New York, die Ziel des dortigen International Friendship Runs ist), die frenetischen Zuschauer an der Strecke (übrigens nicht mehr allzu viel weniger als in New York!) und dann dieser Zieleinlauf (übrigens... na klar... tausche liebend gerne Brandenburger Tor gegen Central Park). Wahnsinn!

 

Name: Katrin Klache
Email: Kaklache@aol.com
Betreff: Vom halben zum ganzen
Ort: Edemissen (nahe Braunschweig)

Vor 3,5 Jahren kam ich, damals 38 Jahre alt, durch Zufall zum Laufen. Mein Vater nahm in Hannover an einem Sportschecklauf über 5 km teil und meinte nur, so eine kleine Strecke schaffst Du doch auch mit links!!! Und das mir, wo ich doch schon in der Schule Laufen gehasst habe. Nun musste ich ja trainieren und fing sogleich auch damit an. Anfangs war es natürlich sehr mühsam, aber mit der Zeit machte es immer mehr Spaß. Den 5-km-Lauf absolvierten wir dann gemeinsam in 27 Minuten.

Sofort wurden neue Laufwettbewerbe in Angriff genommen. Mein Mann war sofort mit Feuereifer dabei. Im nachfolgenden Jahr schenkte ich mir zum Geburtstag am 25. April den Halbmarathon in Leipzig. Auch das klappte auf Anhieb ganz gut. So wurde dann im Herbst der real,- BERLIN-MARATHON festgesetzt. Wir trainierten, wie wir dachten ausreichend, doch es wurde sehr, sehr schwer. Mit 5:35:00 Std. kamen wir ins Ziel und waren trotz der enormen Strapazen einfach nur glücklich.

Tja und wer bekanntlich einmal den Marathonvirus in sich hat, der wird ihn auch nicht mehr los. Also nunmehr nach Trainingsplan trainiert und zum zweiten Versuch in Berlin angetreten. Dabei jedoch den größten Läuferfehler überhaupt gemacht, mit nagelneuen Laufschuhen zum Start. Beim Halbmarathonpunkt hatte ich bereits solche Blasen, dass ich immer öfter Gehpausen einlegen musste. Zeit diesmal 5:19:00 Std. Ich hätte mich in den Hintern beißen können, so habe mich geärgert. Anvisierte Zeit war nämlich unter 5:00:00 Std.

Nunmehr in 2006 der dritte Versuch endlich die 5-Stunden-Marke zu besiegen. Im Frühjahr beim Flora London-Marathon ist es schon mit 4:32:23 Stunden geglückt und in Berlin soll es natürlich noch mal klappen. Im Frühjahr der Vattenfall BERLINER HALBMARATHON war schon ganz ok mit 2:04:22 Stunden und ich hoffe von ganzem Herzen, dass diesmal alles glückt.

Ich kann nur sagen..............BERLIN, BERLIN WIR FAHREN NACH BERLIN......wird es bei uns immer im September heißen. Ich möchte nämlich 10 Teilnahmen unbedingt schaffen und das ist wohl Motivation genug.

 

Name: Klaus Osterlehner
Email: klaus72@web.de
Betreff: Als Guide erst New York und dann solo in Berlin
Ort: München

Es war im Sommer 1998 als ein Studienkollege in die Vorlesung kam und sagte: "Hey, ich mach am Münchner Stadtlauf mit!". Und ich sagte: "Na und?". Daraufhin meinte er, Halbmarathon, 21 km und ich zeigte Ihm den Vogel…

Zwei Wochen später bin ich mit ihm den Halbmarathon in unter zwei Stunden gelaufen, nachdem ich sonst immer nur maximal 30 Minuten gelaufen bin. Als Vorbereitung war ich 70 Minuten gelaufen und hatte danach zwei dicke Blasen am Fuß. Nach dem Halbmarathon konnte ich fünf Tage nicht richtig gehen, es waren die schlimmsten Schmerzen, die ich bis dahin erfahren durfte. Ein Jahr später bin ich in München meinen ersten Marathon in 4:06 gelaufen. Die Schmerzen waren danach zum Glück nicht mehr so groß, nachdem ich mich mit dem Thema "Laufen" ein bisschen auseinandersetzte. 2001 machte ich ein Praktikum in der Nähe von New York und meine Chefin lief bis dahin zusammen mit gehandicapten Läufern Marathons. Da sie schwanger war, hatte ich die Möglichkeit als Guide für einen Blinden den ING New York City-Marathon zu bestreiten, was ein unglaubliches Ereignis war, welches ich nie vergessen werde. Ich trainierte mit dem blinden Läufer und lief zusammen mit ihm an seinem 41. Geburtstag nach knapp über sechs Stunden ins Ziel. Zwei Jahre später konnte ich über die Lotterie noch einmal, diesmal alleine, am ING New York City-Marathon teilnehmen und finishte in 3:31, was mich natürlich ein wenig wurmte. 2003 knackte ich dann in beim Chicago-Marathon die 3:30 und 2005 lief ich zusammen mit einem Freund beim 1. Gore Tex Transalpine Run mit, was im Nachhinein betrachtet "sehr krank" im positivem Sinne war. Berlin ist für mich eine neue Herausforderung. Ich denke es ist in Deutschland der Marathon mit der besten Kulisse und den besten Zuschauern und durchaus vergleichbar mit New York oder Chicago. Ich freue mich sehr und hoffe, dass eine neue Bestzeit winkt, wobei die Atmosphäre und der Spaß im Vordergrund stehen. Schließlich sollte man immer die Ziellinie mit einem Lächeln überqueren.

 

Name: Thomas Jaschke
Email: Thomas.Jaschke@HVB.de
Betreff: von Kinderschuhen an mit Papa an der Hand
Ort: Landshut

Daniel, mein 18-jähriger Sohn ist seit seinem sechsten Lebensjahr begeisterter Läufer. Aufgrund seines Körperbaus war schnell klar, dass er für den Sprint weniger geeignet ist wie für die längere Strecke. Und Ausdauer hatte er. So haben wir bei Volksläufen immer nach längeren Strecken Ausschau gehalten und viele schöne Städte mit ihren Laufveranstaltungen kennen gelernt. Irgendwann fiel bei mir der Entschluss, im nächsten Jahr ebenfalls an der einen oder anderen Laufveranstaltung teilzunehmen. Als Hobbyläufer kämpft man bekannter Weise ja nicht um den Sieg in der Altersklassenwertung, sondern man setzt sich andere Ziele. So wurden die Strecken immer länger; von 2,5 km über 5km zu 10 km. Nach zwei Jahren regelmäßigem Training traute ich mir zu, den ersten Halbmarathon mit Spaß an der Freud zu laufen. Ein Traum reifte heran und wurde immer konkreter - einen Marathon in der Stadt mit der tollsten Atmosphäre in Deutschland zu laufen, sozusagen als Motivation und Belohnung für den ganzen Trainingsaufwand zugleich. Im Jahr 2000 lief ich meinen ersten Marathon in Berlin. Meine Frau und mein Sohn waren natürlich mit dabei und unterstützten mich an der Strecke an drei vorher vereinbarten und geplanten Treffpunkten. Wir alle waren von der Stimmung begeistert und so kam es, dass der real,- BERLIN-MARATHON einen festen Platz in unserem Terminkalender gefunden hat - heuer zum siebten Mal.

Seit letztem Jahr kann nun auch Daniel in der Klasse MJA "offiziell" am Marathon als Läufer teilnehmen, eine Chance, die er sich nicht entgehen lassen wollte. Und so liefen wir - Vater und Sohn - gemeinsam den real,- BERLIN-MARATHON. In diesem Jahr wird es das zweite Mal sein in diesem großartigem Starterfeld mit dabei zu sein. Das Training ist natürlich unterschiedlich, genauso wie die angestrebten Zeiten, aber das gemeinsame Ziel verbindet und motiviert.


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