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Haile Gebrselassie verpasst Weltrekord, läuft aber mit 2:05:56 Stunden Jahresweltbestzeit beim real,- BERLIN-MARATHON

24.09.2006

Haile Gebrselassie
© Victor Sailer

Haile Gebrselassie verpasst Weltrekord, läuft aber mit 2:05:56 Stunden Jahresweltbestzeit beim real,- BERLIN-MARATHON

Haile Gebrselassie hat den 33. real,- BERLIN-MARATHON mit der großartigen Jahresweltbestzeit von 2:05:56 Stunden und der siebtbesten jemals gelaufenen Zeit gewonnen. Den äthiopischen Triumph auf den Straßen Berlins komplettierte die mehrfache Weltmeisterin im Crosslauf sowie über 10.000 m, Gete Wami, mit dem neuen Landesrekord von 2:21:32 Stunden. Vor einer Million Zuschauer gingen 31.472 Läufer aus 105 Nationen an den Start.

Gebrselassie schüttelte beim 33. real,- BERLIN-MARATHON, der zusammen mit dem BAA Boston-Marathon, dem Flora London-Marathon, dem LaSalle Bank Chicago-Marathon und dem ING New-York-City-Marathon zu den World Marathon Majors (WMM) gehört, bereits mit einer frühen Tempoverschärfung nach 17 km seine in der Spitzengruppe mitlaufenden Konkurrenten, die Kenianer Sammy Korir, der bislang mit 2:06:38 Stunden als Sieger des Rotterdam-Marathon die Jahresweltbestzeit hielt, und Jackson Koech, erfolgreich ab. Als nach 30 km mit dem Kenianer James Kwambai der letzte der eingesetzten Tempomacher aus dem Rennen ging, begann der harte Kampf gegen die Uhr. Haile Gebrselassie kämpfte zwar bravourös, verlor aber wertvolle Sekunden im Kampf um den lange Zeit greifbaren Weltrekord.

„Eine tolle Stimmung, eine phantastische Strecke“, lobte der Äthiopier die Organisation und die Berliner Zuschauer, „wenn ich plane, den Weltrekord noch einmal anzugreifen, dann hier.“ Gebrselassie hat jetzt in der WMM-Wertung zu den Führenden aufgeschlossen. Hinter Gebrselassie mussten die Kampfrichter im Ziel fast fünf Minuten warten, ehe mit Hailes Trainingspartner Gudisa Shentema in 2:10:43 und dem Japaner Kurao Umeki in 2:13:43 die zweit- und drittplazierten ins Ziel kamen.

„Das war ein herrliches Rennen für mich. Bei 30 km wusste ich, dass ich dieses Rennen gewinnen würde“, freute sich Gete Wami, die strahlende Siegerin des Frauenrennens. Die Äthiopierin ist zwar längst keine Novizin mehr auf der Marathonstrecke, stand aber bislang eher im Schatten ihrer Landsfrau Berhane Adere. Doch dieses sollte in Berlin auch der Vergangenheit angehören, denn die 31-Jährige steigerte die von Adere gehaltene Landesrekordzeit um 18 Sekunden auf 2:21:34 Stunden. „Die Stimmung an der Strecke war phantastisch“, lobte Gete Wami die Begeisterung an der Strecke, „ich habe mir schon immer einmal gewünscht, in Berlin laufen zu können.“

Schon nach der ersten Hälfte war das Rennen bei den Frauen praktisch entschieden, denn die Kenianerin Salina Kosgei musste die Favoritin Gete Wami ziehen lassen. Die Paris-Siegerin 2004 kämpfte jedoch unverdrossen um eine gute Endzeit und lief mit 2:23:22 persönliche Bestzeit. Dritte wurde die Polin Monica Drybulska mit 2:30:12 Stunden. Mit großer Spannung wurde das Comeback der viele Jahre zur Weltklasse zählenden Sonja Oberem nach der Geburt ihres Sohnes Felix erwartet. Doch die Leverkusenerin musste die Hoffnungen auf einen gelungenen Einstieg im Bereich um 2:30 Stunden schon nach 17 km mit muskulären Problemen im Oberschenkel vorzeitig beenden. So war der Weg frei für ihre Vereinskollegin Melanie Kraus. „Es ist ein Supergefühl, mit 2:35:37 Stunden hier Sechste zu werden. Ich wäre gerne schneller gelaufen, aber bei diesen heißen Bedingungen bin ich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis“, sagte Melanie Kraus.

Spannend verliefen die Rennen der Rollstuhlfahrer und Handbiker. Bei den Rollstuhlfahrern setzte sich zum 17. Mal der Schweizer Heinz Frei durch. Mit Routine verwies er in 1:29:30 Stunden seinen jungen Landsmann Marcel Hug knapp auf den zweiten Rang. Schnellste Frau war Sandra Graf (Schweiz/1:42:52).

Bei den Handbike-Rennen setzte sich in einem spannenden Finale der Belgier Wim Decleir in 1:11:03 Stunden gegen den Libanesen Edward Maalouf (1:11:04) durch. Der als Favorit gehandelte Berlin-Sieger 2004 Errol Marklein (Malsch) musste bereits am Start wegen des Bruches der Antriebskurbel das Rennen beenden. Bei den Frauen verwies die Holländerin Monique Vorst in 1:18:34 die Wuppertalerin Andrea Eskau (1:19:59) auf Rang zwei.

Wilfried Raatz


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