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Charity-Running: Große Erfolge in London und Chicago

25.12.2006

Erfolgreiches Charity-Running in Chicago.
© www.photorun.net

Artikel des Running News Network - runnn.com

Im deutschsprachigen Raum steckt das ,Charity-Running’ sozusagen noch in Kinderschuhen. Während das Laufen für einen guten Zweck besonders in Großbritannien und den USA enorme Erfolge verzeichnet, steht die Entwicklung hier noch am Anfang. Werden besonders in England bei den großen Straßenläufen sieben- bis achtstellige Summen für karitative Zwecke gesammelt, ist in Deutschland zurzeit eine fünfstellige Summe bei einem Rennen ein überdurchschnittlicher Erfolg. Doch vielleicht entwickelt sich zukünftig auch im deutschsprachigen Raum das Charity-Running stärker als zuletzt.

Charity-Running ist einfach. Läufer lassen die eigene Leistung durch Freunde und Bekannte sponsern – das ist die gängigste Form in England und den USA. Nach dem Motto: wenn ich den Marathon oder ein anderes Rennen schaffe, spendest du Summe x für eine karitative Organisation.

Der Flora London-Marathon und der LaSalle Bank Chicago-Marathon haben kürzlich ihre Charity-Zahlen veröffentlicht. In diesem Jahr wurden in beiden Rennen zusammen rund 70 Millionen Euro für die verschiedensten Wohltätigkeits-Organisationen gesammelt. Diese eindrucksvolle Zahl beweist den enormen Wert den diese Rennen inzwischen haben – abgesehen von den sportlichen Ereignissen mit Elite- und Breitensportlern.

Der Charity-Lauf schlechthin ist der London-Marathon. Alleine bei diesem Rennen wurden im April dieses Jahres rund 63 Millionen Euro an Spendengeldern gesammelt. Seit der Premiere des London-Marathons 1981 sind es mittlerweile rund 475 Millionen Euro. 75 Prozent der über 35.000 Starter liefen in diesem Jahr für eine Charity-Aktion. Damit ist der London-Marathon die wohl größte jährlich stattfindende Charity-Veranstaltung der Welt. „Wir sind stolz über die Charity-Summe, die bisher bei uns erzielt wurde. Charity-Running ist ein entscheidender Aspekt des London-Marathons“, erklärte Race-Direktor David Bedford. Für die nächste Auflage des Rennens am 22. April haben sich alleine 96.000 Briten um eine Startnummer beworben. Wer teilnehmen darf, wird per Los entschieden.

So viel Geld wie nie zuvor wurde in diesem Jahr beim LaSalle Bank Chicago-Marathon gesammelt. Insgesamt 9,2 Millionen US-Dollar (rund 12 Millionen Euro) kamen zusammen. Etwa 5.000 der 40.000 gemeldeten Läufer rannten für karitative Zwecke. Damit verzeichneten die Organisatoren eine Steigerung in diesem Bereich um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Es ist seit fünf Jahren ein Ziel, das Charity-Running stärker zu entwickeln. Die Ergebnisse haben unsere kühnsten Erwartungen übertroffen“, sagte der Vorsitzende des Chicago-Marathons, Mark A. Nystuen. Seit 2002 wurden beim LaSalle Bank Chicago-Marathon inzwischen rund 36 Millionen Euro gesammelt.


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