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Lee meldet sich in Seoul zurück, Streckenrekord beim Rom-Marathon

19.03.2007

Bong-ju Lee
© www.photorun.net

Artikel des Running News Network - runnn.com

Wie aus dem Nichts ist der Marathon-Olympia-Zweite von 1996, Bong-ju Lee (Süd-Korea), wieder aufgetaucht und hat den Seoul-Marathon gewonnen. Der 36-Jährige setzte dabei mit flotten 2:08:04 Stunden ein erstes Maß in der neuen Saison. Bei dem Rennen mit rund 23.000 Teilnehmern erzielte auch die Frauen-Siegerin die bisher schnellste Marathonzeit des Jahres: Die Chinesin Wei Yanan gewann in 2:23:12 Stunden.

Bong-ju Lee hatte den Seoul-Marathon bereits vor zwölf Jahren gewonnen – es war ein Start für eine sehr erfolgreiche Marathonkarriere, in deren Verlauf er neben der olympischen Silbermedaille zweimal Gold bei den Asien-Spielen gewann (1998 und 2002). Der nationale Marathon-Rekordhalter mit einer Bestzeit von 2:07:20 Stunden siegte zudem beim prestigeträchtigen Boston-Marathon 2001. Damals beendete er Kenias Siegserie von zehn Erfolgen in Serie in Boston.

Auch in Seoul setzte sich Bong Ju-Lee gegen eine Reihe von starken Kenianern durch. Am Ende hatte er im Olympiastadion von Seoul 25 Sekunden Vorsprung auf Paul Kiptanui (2:08:29). Dritter wurde Laban Kipkemboi mit 2:08:38. Mit dem viertplatzierten Edwin Komen (alle Kenia) blieb noch ein weiterer Läufer unter 2:10 Stunden (2:08:45).

Über vier Minuten betrug der Vorsprung von Wie Yanan, deren Marathon-Bestzeit seit 2002 bei 2:20:23 steht. Hinter der 25-jährigen Chinesin belegten die Kenianerinnen Rose Cheruiyot (2:27:25) und Hellen Cherono (2:29:33) die nächsten Plätze.

Algerische Läuferin siegt in Rom

Eine Läuferin aus Algerien sorgte überraschend für das Highlight beim Rom-Marathon, bei dem über 15.000 Teilnehmer registriert wurden. Souad Ait Salem gewann das Rennen in der Streckenrekordzeit von 2:25:08 Stunden. Sie verwies bei warmer Witterung die Kenianerin Hellen Kimutai (2:26:46) auf Rang zwei. Helena Javornik (Slowenien/2:28:53) und Lenah Cheruiyot (Kenia/2:29:43) belegten die nächsten Plätze.

Die 28-jährige Souad Ait Salem hatte sich bei Kilometer 35 von Hellen Kimutai abgesetzt. „Es war mein Ziel, hier 2:25 Stunden zu rennen und den Kursrekord zu brechen. Jetzt ist es mein Traum, in Osaka bei der WM eine Marathonmedaille zu gewinnen“, erklärte Souad Ait Salem gegenüber der Internetseite www.iaaf.org. Ait Salem hatte im vergangenen Monat mit ihrem Sieg beim Halbmarathon in Rom in 70:29 Minuten auf sich aufmerksam gemacht. Nun verbesserte sie den erst ein Jahr alten Streckenrekord der Ukrainerin Tetyana Hladyr um 36 Sekunden.

Das Rennen der Männer gewann der Kenianer Elias Kosgei in 2:09:36 Stunden vor dem Spanier Jose Manuel Martinez (2:10:12) und Jonathan Kosgei (Kenia/2:10:25).


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