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Die wichtigsten Werte einer sportbezogenen Blutuntersuchung

02.08.2007

Die wichtigsten Werte einer sportbezogenen Blutuntersuchung

Für jeden Marathonläufer sollte der regelmäßige sportliche Check-up ebenso wie das Training zur Vorbereitung gehören. Mit unserem Auto fahren wir spätestens alle zwei Jahre zum TÜV – mit unserem Körper sollten wir gleichermaßen gewissenhaft umgehen. Wichtiger Bestandteil des Check-up ist eine sportbezogene Blutuntersuchung. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel gesundheitliche Risiken und Mangelerscheinungen feststellen. Doch was verbirgt sich hinter den Werten, die der Arzt erhebt? Wo liegen die Grenzwerte bei Kalium, Natrium und Ferritin? Was für Folgeerscheinungen können bei zu hohen bzw. zu niedrigen Werten auftreten? Im Folgenden finden Sie wichtige Parameter und Referenzwerte. Zu beachten ist jedoch, dass die Referenzwerte vom Alter, Geschlecht und von den Bestimmungsmethoden abhängig sind, d.h. individuelle Werte sollten mit den Referenzbereichen des bestimmenden Labors verglichen werden.

1. Kleines Blutbild
2. Blutzucker
3. Cholesterin gesamt
4. Triglyeride
5. Harnsäure
6. Kreatinin
7. Magnesium
8. Kalium
9. Eisenstoffwechsel

 

1. Kleines Blutbild
Das kleine Blutbild gibt Auskunft über den Zustand wichtiger Blutbestandteile. Es beinhaltet unter anderem folgende Werte: Leukozyten, Thrombozyten, Erythrozytenzahl, Hämatokritwert (Anteil der Blutzellen im Gesamtblut) und den Hämoglobingehalt (Blutfarbstoff).

Erythrozyten
Erythrozyten (rote Blutkörperchen) sind in unserem Körper für den Transport des Sauerstoffs zu den Zellen, sowie des Kohlendioxids von den Zellen zu den Lungenbläschen verantwortlich. Der Sauerstoff bzw. das Kohlendioxid werden im Erythrozyten an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gebunden. 
  
Erhöhte Werte: Die Erythrozytenzahl, sowie die Hämoglobinkonzentration und der Hämatokrit kann sich infolge von starkem Flüssigkeitsverlust (Pseudoglobulie) relativ zum Blutvolumen erhöhen. Bei ausreichendem Flüssigkeitsgehalt normalisiert sich der Wert wieder. Bei der echten Polyglobulie kann eine Ursache in der Erhöhung des blutbildenden Hormons Erythropoetin liegen. Allerdings kann die Polyglobulie auch bei chronischen Lungenleiden und manchen Herzerkrankungen auftreten.
 
Verminderte Werte: Ist die Erythrozytenzahl vermindert, so spricht man von einer Anämie. Eine Anämie hat die verschiedensten Ursachen und wird nicht allein durch die Erythrozytenanzahl charakterisiert, sondern auch durch deren Größe und Hämoglobingehalt. Eine Anämie kann bei akuten Blutungen, bei Unterschreitung der Lebensdauer der Erythrozyten (ca. 120 Tage), aber auch, wenn ihre Reifung oder ihre Bildung gestört ist, entstehen. Die häufigste Form der Anämie im Sport ist die Eisenmangelanämie, insbesondere bei Frauen im Ausdauersport. Seltener entwickelt sich bei einem Mangel an Vitamin B12 und Folsäure eine Anämie. Eine Anämie geht mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit, vor allem in den Ausdauersportarten einher.

Oftmals wird ein Effekt bei regelmäßigem Training fehlinterpretiert: die so genannte „Pseudoanämie“. Als Adaptation auf ein regelmäßiges Ausdauertraining kommt es zu einer Zunahme des Plasmavolumens und zu einer Vermehrung der Erythrozytenmenge durch eine Steigerung der Erythropoese. Das Plasmavolumen ist jedoch im Vergleich zur Erythrozytenzahl überproportional vergrößert. Daraus resultiert eine verminderte Konzentration der Erythrozyten, des Hämoglobins und des Hämatokrits, so dass die Werte bei Ausdauersportlern/innen häufig im unteren Normbereich oder sogar leicht erniedrigt sind (Hämoglobin: 13–15 g/dl (m), 11–13 g/dl (w), Diese Verdünnungs- oder Pseudoanämie schränkt die Leistungsfähigkeit nicht ein und stellt kein Krankheitsbild dar.

Normalwerte: Frau = 4,2 - 5,4 Mill./mm³ ; Mann = 4,6 - 6,2 Mill/mm³


Hämoglobin
Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) ist ein weiterer wichtiger Wert zur Beurteilung einer eventuellen Blutarmut (Anämie). Das Hämoglobin befindet sich in den Erythrozyten und hat als wichtigste Aufgabe die Bindung und Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid. Sein zentraler Bestandteil ist das Eisen.
 
Normalwerte: Frau = 12 - 16 g/dl ; Mann = 14 - 18 g/dl
Bei gut trainierten Personen:  Frau = 11 – 13 g/dl ; Mann = 13 – 15 g/dl


Hämatokrit
Hämatokrit ist das Verhältnis aller festen Bestandteile (Blutzellen) zum Blutvolumen. Er wird meistens in Prozent angegeben. Dieser Wert bezieht sich hauptsächlich auf die Erythrozyten, da diese ca. 96% der festen Blutbestandteile ausmachen.

Normalwerte: Frau = 37 - 47% ; Mann = 40 - 52%
Bei gut trainierten Personen:  Frau = 32 - 40% ; Mann = 37 – 45%

Leukozyten
Leukozyten (weiße Blutkörperchen) sind ein Teil des Abwehrsystems unseres Körpers. Beim Eindringen von Erregern (z.B. Bakterien, Viren, Parasiten) in unseren Organismus treten sie in verstärktem Maße auf und erfüllen ihre Abwehrfunktion. Die wichtigsten Vertreter der Leukozyten sind die Granulozyten und die Lymphozyten.

Erhöhte Werte: Eine Erhöhung der Leukozyten (Leukozytose) kann durch (bakterielle) Erkrankungen, aber auch durch jede körperliche Belastung ausgelöst werden. Bei intensiver körperlicher Belastung kann der Leukozytenstieg mehr als das doppelte des Ruhewertes betragen. Bei bestehenden Allergien kann der Anteil der eosinophilen Granulozyten erhöht sein.
 
Verminderte Werte: Eine Verminderung der Leukozyten (Leukopenie) tritt vor allem bei schwersten Infektionen auf. Verschiedene Infektionskrankheiten haben als charakteristisches Symptom eine Leukopenie, wie z.B. Typhus oder Masern. Bei sehr hohen Trainingsumfängen befindet sich die Gesamtleukozytenzahl oftmals im unteren Normbereich, ohne dass dies einen krankhaften Befund darstellt.

 

Thrombozyten
Thrombozyten (Blutplättchen) sind für die Blutgerinnung von großer Bedeutung. Sind zu wenig von ihnen vorhanden oder sind sie in ihrer Funktion gestört, kann es zu Blutungen kommen. Vermehrt sich ihre Zahl bzw. verändert sich ihre Reaktionsbereitschaft können sich Blutpfropfen (Thromben) bilden, die einen Venenverschluss (Thrombose) zur Folge haben können.

Erhöhte Werte: Eine Vermehrung der Thrombozyten ist z.B. nach Infektionen zu beobachten. Auch nach Entfernung der Milz ist ihre Zahl stark erhöht, da die Milz als Speicherorgan ausfällt.
 
Verminderte Werte: Die Zahl der Thrombozyten nimmt durch einen Mangel an Vitamin B12 und Folsäure im Rahmen einer perniziösen Anämie stark ab, wobei die verbleibenden Thrombozyten deutlich vergrößert sind. Auch bei einer Vergrößerung der Milz nimmt die Zahl der Thrombozyten im Blut ab, da sie vermehrt in die Milz aufgenommen werden. Treten starke Blutungen auf, bedingt dies ebenfalls eine Abnahme der Thrombozytenzahl.

 

2. Blutzucker-Konzentration
Unter dem Blutzucker versteht man im Allgemeinen die Konzentration der Blutglucose. Der Blutzuckerwert ist ein wichtiger Messwert in der Medizin.

Erhöhte Werte: Ist der Blutzuckerwert dauerhaft erhöht, kann ein Diabetes mellitus vorliegen.

Verminderte Werte: „Unterzuckerung“ kann die Hirnleistung vermindern, Krampfanfälle oder eine vermehrte Adrenalinausschüttung verursachen sowie zittrige Hände oder Schweißausbrüche.

Die Blutzucker-Konzentration in Ruhe hat jedoch keine Aussagekraft hinsichtlich der Leistungsfähigkeit.

Richtwerte (nüchtern): 55 – 115 mg/dl (3,08 – 6,44 mmol/l; in Abhängigkeit vom Labor)

 

3. Cholesterin
Ist von Cholesterin die Rede, so ist meistens das Gesamt-Cholesterin gemeint. Das Gesamt-Cholesterin wird in mehreren Fett-Eiweiß-Molekülgruppen (den Lipoproteinen) Blutbahn transportiert. Cholesterin ist eine Grundsubstanz des Körpers. Cholesterin wird sowohl durch die Nahrung zugeführt, als auch vom Körper selbst in der Leber hergestellt. Es ist ein lebenswichtiger Stoff, den der Körper benötigt, um

•     Zellmembranen aufzubauen,
•     Gallensäuren herzustellen, ohne die die Verdauung bestimmter Speisen nicht funktioniert,
•     Vitamin D zu produzieren, das zum Aufbau der Knochen benötigt wird
•     und um Geschlechtshormone, z. B. Testosteron und Östrogene sowie Hormone der Nebennierenrinde, wie das Cortison, zu bilden.

Der Körper produziert täglich ein bis zwei Gramm Cholesterin. Das deckt den Eigenbedarf auch bei einer völlig cholesterinfreien Ernährung.

Verminderte Werte: In folgenden Fällen können zu niedrige Cholesterinwerte auftreten: Schilddrüsenüberfunktion, chronischen Infekten, Leberschäden und bösartigen Tumoren.

Erhöhte Werte (Hypercholesterinämie): Zu hohe Cholesterinwerte können ein Indiz für eine zu fettreiche Ernährung sein, chronische Erkrankungen von Leber, Niere und Gallenwegen, Schilddrüsenunterfunktion und Fettstoffwechselstörungen sein. Auch in Zusammenhang mit einer Schwangerschaft können erhöhte Cholesterinwerte auftreten. Die Hypercholesterinämie stellt einen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar.

Normalwerte: Bis zu 200 mg/dl (≤ 5,2 mmol/l)

Die Cholesterin-Konzentration hat jedoch keine Aussagekraft hinsichtlich der Leistungsfähigkeit.


4. Triglyceride
Die Triglyzeride (Neutralfette) gehören in die Gruppe der Nahrungsfette. Triglyzeride dienen als Energiespeicher. So werden im Fettgewebe eines normal schweren Erwachsenen ungefähr acht Kilogramm Triglyzeride gespeichert. Diese acht Kilogramm entsprechen in etwa dem Energiebedarf für 40 Tage. Die Triglyzeride sind aufgebaut aus einem Glyzerinmolekül, an dem drei Fettsäuren hängen. Um Triglyzeride aus der Nahrung aufnehmen zu können, werden sie im Darm aufgespalten. Auch der Körper kann in der Leber Triglyzeride selbst herstellen (z.B. aus Kohlenhydraten). Für den Transport im Blut sind die Triglyzeride an Eiweisse gebunden. Triglyzeride aus dem Darm werden als Chylomikronen, aus der Leber als VLDL (very low density lipoproteins)-Körperchen im Blut transportiert und gelangen so zu den verschiedenen Organen.

Erhöhte Werte: Erhöhte Triclycerid-Werte können unter anderem in Zusammenhang mit einer Adipositas, Diabetes mellitus, Nierenfunktionsstörung, Gicht, Schwangerschaft, und Alkoholmissbrauch auftreten.

Die Triglyzerid-Konzentration hat jedoch keine Aussagekraft hinsichtlich der Leistungsfähigkeit.

Referenzbereiche: ≤ 150 mg/dl (< 1,7 mmol/l)

 

5. Harnsäure
Harnsäure ist das Endprodukt des Purinstoffwechsels. Purine sind Bausteine für den Aufbau von DNA (Deoxyribonukleinsäure) und RNA (Ribonukleinsäure). DNA und RNA sind die Träger der genetischen Information.

Als Nahrungsbestandteil wird Purin mit Fleisch, vor allem mit Innereien, aufgenommen. Harnsäure wird zu 80 Prozent über die Nieren mit dem Urin und zu 20 Prozent über den Darm ausgeschieden. Harnsäure ist nur sehr gering im Blut löslich.

Erhöhte Werte: Bei höheren Konzentrationen bilden sich vor allem in den Gelenken Harnsäurekristalle, die dort Entzündungsreaktionen hervorrufen können. Es kann zu einem so genannten Gichtanfall kommen.

Auch nach körperlichen Belastungen ist die Harnsäurekonzentration erhöht, ohne dass dies jedoch einen krankhaften Befund darstellt. Die Harnsäurekonzentration hat keine Aussagekraft hinsichtlich der Leistungsfähigkeit.

Referenzbereiche:
Frauen: 2,4 – 5,7 mg/dl (143 – 339 µmol/l)
Männer: 3,4 – 7,0 mg/dl (202 – 416 µmol/l)

 

6. Kreatinin
Kreatinin ist ein Endprodukt des Muskelstoffwechsels. Kreatinin wird vollständig über die Nieren ausgeschieden und dient dem Arzt als Test für die Filterfunktion der Niere.

Verminderte Werte: Ein zu niedriger Kreatinin-Wert kann in Zusammenhang mit einer Abnahme der Muskelmasse und in der Schwangerschaft auftreten.

Erhöhte Werte: Zu hohe Werte können unter anderem auf Nierenerkrankungen, schwere Herzinsuffizienz, Eiweißmangel-Syndrom, allergische Reaktionen und exzessive Fleischzufuhr hinweisen. Auch nach lang anhaltender körperlicher Belastung können die Werte erhöht sein.

Referenzbereiche:
Frauen: 0,57 – 1,17 mg/dl (50 – 103 µmol/l)
Männer: 0,67 – 1,36 mg/dl (59 – 120 µmol/l)
Erwachsene über 50 Jahre 0,81 – 1,44 mg/dl (72 – 127 µmol/l)

 

7. Magnesium:
Magnesium ist ein lebenswichtiges Mineral das unter anderem für die normale Muskelfunktion notwendig ist. Außerdem beeinflusst Magnesium über 300 Enzyme.

Verminderte Werte: Ursachen für einen Magnesiummangel können zum Beispiel Ausdauersport, eine ungenügende Zufuhr in Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum, Unterernährung, Verlusten bei chronischem Erbrechen und Durchfallerkrankungen, hormonelle Störungen und eine Schilddrüsenüberfunktion sein.

Anzeichen für einen Mangel: Ein Magnesiummangel kann sich in Muskelzuckungen, Muskelzittern, Muskelkrämpfen und Herzrasen (ähnlich wie bei Kalziummangel) äußern. Auch Müdigkeit, Nervosität oder Appetitlosigkeit können hinweisend sein. Problematisch ist jedoch der Nachweis eines Magnesium-Mangels, da die Serumspiegel nicht mit dem zellulären Magnesiumgehalt übereinstimmen.

Tagesbedarf: 300 – 400 Milligramm

Nahrungsquellen: Weizenkeime, Hirse, Sojabohnen, Hülsenfrüchte

Referenzbereiche: 0,75 – 1,10 mmol/l


8. Kalium:
Kalium ist für die Weiterleitung von Impulsen bei Muskeln und Nerven, sowie z.B. für die Flüssigkeitsregulation in den Zellen wichtig.

Verminderte Werte: Bei körperlicher Belastung nimmt der Kalium-Gehalt in der Skelettmuskulatur ab und kann im Blut in erhöhter Konzentration nachgewiesen werden, normalisiert sich aber schnell wieder. Verminderte Werte können auch in Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen stehen und bei Durchfall und Erbrechen auftreten.

Tagesbedarf: etwa 2 g

Nahrungsquellen: Vollkornprodukte, Bananen, Aprikosen

Referenzbereiche: 3,6 – 4,8 mmol/l

 

9. Eisenstoffwechseldiagnostik
Insbesondere bei Sportlerinnen tritt Eisenmangel sehr häufig auf. Sportlerinnen und Frauen haben erhöhten Bedarf und Verlust an Eisen. Ein Eisenmangel wirkt sich negativ auf die Immunfunktion, Temperaturregulation, den Energiestoffwechsel und die körperliche Leistungskapazität aus. Mangelsymptome können Müdigkeit, Immunschwäche, Mundwinkelrisse, Blässe, Wundheilstörungen und Schwindel sein.

Neben dem roten Blutbild (Erythrozytenzahl, Hämoglobin-Konzentration und Hämatokrit) ist die Bestimmung der Ferritin-Konzentration sowie des löslichen Transferrinrezeptors und den daraus berechneten sTfR-Index die Methode der Wahl, wenn entsprechende Bedingungen vor der Blutentnahme beachtet werden (so genannte prä-Analytische Bedingungen). Die Einsetzbarkeit des Hämoglobingehalts der Retikulozyten (CHr) als direkten Parameter der Eisenversorgung des Knochenmarkes und der Anteil von hypochromen (hämoglobinarmen) Erythrozyten wird derzeit in der sportmedizinischen Forschung noch geprüft.

Die Bestimmung der Eisenkonzentration im Serum sowie der Transferrin-Konzentration und der Transferrin-Sättigung aufgrund der geringen Aussagekraft obsolet.

Ferritin
Eisen zählt zu den lebenswichtigen Spurenelementen und ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut, Muskel- und Enzymfunktionen sowie das Immunsystem. Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen, wobei ein großer Anteil allerding in der Leber, Milz etc. lokalisiert ist. Die Ferritin-Konzentration im Serum stellt somit einen diagnostischen Wert für die Höhe der Eisenspeicher dar.

Problematisch ist jedoch, dass Ferritin ein Akute-Phase-Protein (Entzündungs-Protein) ist, welches bei Erkrankungen, aber auch nach körperlicher Belastung, erhöht ist. Somit kann ein normaler Wert, wenn er z.B. nach körperlicher Belastung bestimmt wird, einen „normalen Eisenspeicher“ vortäuschen, obwohl bereits ein Eisenspeichermangel vorliegt (falsch negative Bestimmung). Als Konsequenz ist somit zu beachten, dass in den letzten 3 Tagen vor der Blutentnahme keine intensiven Belastungen stattfinden dürfen.

Löslicher Transferrinrezeptor (sTfR):
In den letzten Jahren wurde zunehmend der lösliche Transferrinrezeptor (sTfR) als sensitiver und spezifischer Marker für einen Eisenmangel bei Sportlern verwendet. Der sTFR wird als lösliches Bruchstück des zellulären Transferrinrezeptors in der Literatur als Parameter für den zellulären Eisenbedarf gewertet. Der sTfR ist ein frühzeitiger, zuverlässiger Indikator hinsichtlich eines funktionellen Eisenmangels ohne Anämie. Mehrere Autoren empfehlen deshalb den sTfR als zuverlässigen und stabilen Marker für die Diagnose eines Eisenmangels im Ausdauersport. Der aus der Ferritinkonzentration und dem sTfR errechnete sTfR-Index kann zusätzlich zur Aussagekraft beitragen.

Tagesbedarf an Eisen: 10 bis 15 Milligramm, Schwangere 30 Milligramm

Nahrungsquellen: Rotes Fleisch, Leber, Fisch

Referenzbereich Ferritin: > 20 ng / ml
Referenzbereich sTfR: 0,83-1,76 mg/l
Referenzbereich sTfR-Index: 0,41-1,25

 


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