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Bekele verteidigt Titel, Galkina durchbricht Neun-Minuten-Barriere im Hindernislauf

17.08.2008

Kenenisa Bekele war einmal mehr nicht zu stoppen.
© www.photorun.net

Artikel des Running News Network - runnn.com

Kenenisa Bekele hat seinen Titel als 10.000-m-Olympiasieger eindrucksvoll verteidigt. Im Pekinger Finale siegte er im mit 90.000 Zuschauern einmal mehr ausverkauften Olympiastadion mit der olympischen Rekordzeit von 27:01,17 Minuten vor seinem Landsmann Sileshi Sihine (27:02,77) sowie den beiden zeitgleichen Kenianern Micah Kogo und Moses Masai (beide 27:04,11). Nach der Auswertung des Zielfotos bekam Kogo die Bronzemedaille. Haile Gebrselassie (Äthiopien) wurde bei seiner vierten Olympiateilnahme hinter Zersenay Tadese (Eritrea/27:05,11) Sechster mit 27:06,68 Minuten.

Bester Nicht-Afrikaner war überraschend der Türke Selim Bayrak als Elfter in Landesrekordzeit von 27:29,33 Minuten. Galen Rupp war als 13. mit 27:36,99 Minuten der schnellste US-Amerikaner. Die Afrikaner diktierten von Beginn an das Tempo an der Spitze, wobei die Führung immer wieder wechselte. Auch Haile Gebrselassie, der überraschend auf den Marathon verzichtet hatte und statt dessen in Laufschuhen den eigentlich von vornherein aussichtslosen Kampf um eine Medaille aufnahm, lag zwischenzeitlich in Führung.

Als es in dem temporeichen Finale in die letzte Runde ging, lagen immer noch sieben Läufer an der Spitze. Doch als Kenenisa Bekele dann ernst machte, war schnell offensichtlich, dass der Äthiopier einmal mehr nicht zu schlagen sein würde. Wie schon vor vier Jahren und bei den letzten beiden Weltmeisterschaften blieb Sileshi Sihine nur Rang zwei hinter seinem prominenten Landsmann. „Ich habe mich sehr gut vorbereitet und bin froh, dass ich nun zum zweiten Mal eine olympische Goldmedaille gewonnen habe“, erklärte Kenenisa Bekele, der möglicherweise auch noch über 5.000 m an den Start gehen wird. Befragt, ob er sich nun mit Haile Gebrselassie, der ebenfalls zweimal 10.000-m-Olympiasieger war (1996 und 2000), vergleichen könne, antwortete Kenenisa Bekele: „Bevor ich das tun kann, muss ich erst noch viele Jahre lang große Rennen gewinnen.“

„Ich wäre gerne weiter vorne gewesen, aber das Tempo war am Ende zu hoch für mich“, erklärte Haile Gebrselassie und fügte hinzu: „Ich wusste, dass Kenenisa gewinnen würde. Und wenn er
über 5.000 Meter antritt, wird er auch über diese Strecke siegen.“ Gebrselassie wird sich nun weiter auf seinen Start beim Berlin-Marathon Ende September vorbereiten wird. Dort möchte er seinen eigenen Weltrekord von 2:04:26 Stunden auf unter 2:04:00 verbessern.


Russin Galkina läuft Weltrekord

Für ihre enorme Tempojagd wurde die Russin Gulnara Galkina-Samitova im 3.000-m-Hindernisfinale nicht nur mit der Goldmedaille sondern auch mit einem Weltrekord belohnt. Die 30-Jährige war nach 8:58,81 Minuten im Ziel und durchbrach damit als erste Frau auf der Hindernisstrecke die Neun-Minuten-Barriere. Sie selbst hatte mit 9:01,59 Minuten vor vier Jahren den bisherigen Weltrekord aufgestellt.

Im Kampf um Platz zwei schnappte sich die Kenianerin Eunice Jepkorir in 9:07,41 Minuten die Silbermedaille, nachdem sie kurz vor dem Ziel Ekaterina Volkova überholt hatte. Die Russin wurde in 9:07,64 Minuten Dritte. „Mein Coach hatte mir gesagt, ich soll die Situation im Blick behalten und nicht nur laufen sondern auch rechnen – als ich dann vor der letzten Runde auf die Uhr schaute, wusste ich, dass ich den Weltrekord brechen könnte“, erklärte Gulnara Galkina-Samitova, die im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften nicht über Rang sieben hinausgekommen war. In Osaka bei der WM 2007 war sie noch Dritte, jetzt wurde sie in Peking bereits Zweite – die kenianischen Frauen holen im Hindernislauf auf. Das gilt nicht nur für die Bronzemedaillengewinnerin Eunice Jepkorir. „Ich habe versucht, Gold zu gewinnen, aber das Tempo war auf den letzten drei Runden einfach zu hoch. Ich bin aber sehr zufrieden, dass ich eine Medaille gewonnen habe und meine Zeit verbessert habe“, sagte die Kenianerin.


Pleite für Bernard Lagat über 1.500 Meter

Der Traum vom olympischen Doppelsieg platzte für Bernard Lagat (USA) bereits im 1.500-m-Halbfinale. Überraschend scheiterte der amerikanische Weltmeister, der in Osaka vor einem Jahr auch noch die 5.000 m gewonnen hatte, am Sonntagabend in Peking. In seinem Rennen wurde der frühere Kenianer lediglich Sechster, so dass er die direkte Qualifikation der ersten fünf verpasste. Am Ende hätte er statt 3:37,79 Minuten lediglich drei Hundertstel schneller sein müssen, um über die Zeitwertung noch den Endlauf zu erreichen. Doch Bernard Lagat wirkte längst nicht so überzeugend wie noch vor einem Jahr bei der WM und dürfte in dieser Form wohl auch über 5.000 m Schwierigkeiten haben, das hohe Ziel Goldmedaille zu erreichen. „Ich habe alles gegeben, was geht, aber es reichte leider nicht. Es wurde viel geschubst und gedrängelt in diesem Rennen, ich versuchte, das Tempo mitzugehen – es ging nicht“, erklärte Bernard Lagat.

Ebenfalls ausgeschieden ist der beste deutsche Mittelstreckenläufer: Von Carsten Schlangen (LG Nord Berlin) hatte man allerdings bei seiner Olympia-Premiere auch keine Final-Teilnahme erwarten dürfen. Im schwächeren der beiden Rennen war er aber nicht ganz chancenlos und hielt sich lange Zeit achtbar. Als Achter lief er schließlich 3:37,94 Minuten.

Der Kenianer Asbel Kiprop (3:37,04) und Rashid Ramzi (Bahrain/3:37,11) gewannen die beiden Halbfinalrennen. Der Endlauf findet am Dienstag statt.

race-news-service


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