42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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Haile Gebrselassie gewinnt real,- BERLIN-MARATHON zum vierten Mal, Atsede Besuye sorgt für äthiopischen Doppelsieg

20.09.2009

© Victor Sailer/PHOTORUN

Haile Gebrselassie gewinnt real,- BERLIN-MARATHON zum vierten Mal, Atsede Besuye sorgt für äthiopischen Doppelsieg

Haile Gebrselassie hat zum vierten Mal in Folge den real,- BERLIN-MARATHON gewonnen und damit für ein Novum gesorgt. Kein anderer Läufer schaffte in der Geschichte der 36 Auflagen des größten und spektakulärsten deutschen Marathons vier Siege. Der Äthiopier verpasste zwar seinen im vergangenen Jahr in Berlin aufgestellten Weltrekord von 2:03:59 Stunden, erzielte jedoch mit 2:06:08 Stunden eine Weltklassezeit. Es ist das neuntbeste Ergebnis in diesem Jahr und in der Liste der schnellsten je gelaufenen Zeiten über die klassischen 42,195 km steht Haile Gebrselassie mit seinem heutigen Ergebnis auf Rang 25.

Während Haile Gebrselassies vermeintlich stärkster Konkurrent, Duncan Kibet (Kenia), das Rennen nach der 30-km-Marke aufgab, wurde der Kenianer Francis Kiprop in 2:07:04 Stunden Zweiter. Rang drei belegte der Äthiopier Negari Terfa (Äthiopien) in 2:07:41. Zwar verpasste Haile Gebrselassie seine eigene Marathon-Bestzeit, jedoch stellte er über 30 km einen Weltrekord auf. Diesen Punkt, wo Race-Direktor Mark Milde vorausschauend ein offizielles Kampfgericht platziert hatte, erreichte Haile Gebrselassie nach 1:27:49 Stunden. Diese Zeit ist allerdings noch inoffiziell.

Für einen äthiopischen Doppelsieg sorgte Haile Gebrselassies Landsfrau Atsede Besuye, die nach 2:24:47 Stunden ins Ziel am Brandenburger Tor lief. Die Russin Silvia Skvortsova wurde Zweite in 2:26:24 Stunden, Rang drei belegte Mamitu Daska (Äthiopien) in 2.26:38.

Für den 36. real,- BERLIN-MARATHON hatte die Rekordzahl von 40.923 Teilnehmern aus 122 Nationen gemeldet. Rund eine Million Zuschauer säumten bei gutem, allerdings am Ende warmem Wetter die 42,195 km lange Strecke.

Eine Gruppe von sieben Tempomachern führte die beiden Favoriten des Rennens, Haile Gebrselassie und Duncan Kibet, mit Zwischenzeiten an den Kilometerpunkten vorbei, die auf einen Weltrekord hinausliefen. Nach 29:15 beziehungsweise 43:58 Minuten hatte die Spitzengruppe die Kilometerpunkte 10 und 15 erreicht. Dieses Tempo lief ebenso wie die spätere Halbmarathonzeit von 61:44 Minuten auf eine Endzeit von etwa 2:03:30 Stunden hinaus. Schon vor der Hälfte allerdings hatte es eine Überraschung gegeben, denn etwa bei Kilometer 19 konnte Duncan Kibet das Tempo nicht mehr halten. Der Kenianer bekam, wie er später erklärte, ein Hüftproblem, so dass er immer weiter an Boden verlor. Bei Kilometer 32 gab Duncan Kibet schließlich auf.

Das Aus des Herausforderers hatte jedoch keinen Einfluss auf das Tempo an der Spitze. Dort leisteten vor allen die Kenianer John Kales und Sammy Kosgei ausgezeichnete Arbeit als ,Hasen’ für Haile Gebrselassie. Nach 1:27:49 Stunden war dann die 30-km-Marke erreicht. 2.000 Meter später ging mit Sammy Kosgei der letzte Tempomacher aus dem Rennen. Kurz danach bekam auch der Äthiopier Probleme, was allerdings nichts mit dem Ausstieg des ,Hasen’ zu tun hatte. Mit einem deutlich schwereren Schritt war Haile Gebrselassie auf den letzten sieben Kilometern unterwegs. Deutlich über drei Minuten benötigte der Weltrekordler nun für die 1000-m-Abschnitte. Kilometer 40 lief Haile Gebrselassie wahrscheinlich so langsam wie noch nie in einem Marathonrennen: 3:19 Minuten wurden hier für den Serienweltrekordler gestoppt.

Zu diesem Zeitpunkt war der Weltrekord schon lange außer Reichweite. „Nach 33 Kilometern wusste ich, dass ich den Rekord nicht brechen würde. Es wurde einfach zu warm. Plötzlich fühlte ich mich sehr müde, obwohl ich sehr gut vorbereitet war auf dieses Rennen. Offenbar ist es nicht möglich, einen Weltrekord bei Temperaturen von über 17 Grad Celsius zu laufen. Ein bisschen ist es vielleicht auch ein mentales Problem gewesen. Mein Kopf sagte zu meinem Körper, es wird hart. Ich fühlte mich, als würde ich in ein unbekanntes Land laufen würde“, erklärte Haile Gebrselassie, der sich neben einer Siegprämie 50.000 Euro zusätzlich eine Zeitprämie von 30.000 Euro verdiente. In Richtung Race-Direktor Mark Milde sagte Haile Gebrselassie: „Wenn es Mark erlaubt, komme ich im nächsten Jahr wieder nach Berlin!“

Ein starkes Rennen zeigte Francis Kiprop, der in der zweiten Hälfte der schnellste Läufer im Feld war. Er rannte diesen Abschnitt in 62:46 Minuten. Als Zweiter stellte der Kenianer mit 2:07:04 Stunden eine hochkarätige persönliche Bestzeit auf. Nach Kilometer 35 sah es phasenweise sogar so aus, als könnte er Haile Gebrselassie noch gefährlich werden. Bei Kilometer 25 hatte sein Rückstand auf den Äthiopier 2:28 Minuten betragen, bei 35 km waren es nur noch 1:35 Minuten. Im Ziel betrug der Abstand schließlich 56 Sekunden.

„In der ersten Hälfte sind wir in der Verfolgergruppe zu langsam gelaufen, deswegen war Haile Gebrselassie nicht mehr einzuholen“, sagte der 27-jährige Francis Kiprop. „Aber ich bin trotzdem zufrieden, denn ich habe eine persönliche Bestzeit aufgestellt.“ Der Kenianer war mit einer Bestleistung von 2:08:30 Stunden nach Berlin gekommen.

Erwartungsgemäß dominierten die Äthiopierinnen das Geschehen an der Spitze im Frauenrennen. Auch hier gab es allerdings ein frühzeitiges Aus einer Favoritin: Askale Tafa Magarsa (Äthiopien), die im vergangenen Jahr in Berlin Rang zwei belegt hatte, hatte bereits bei der Halbmarathonmarke über eine Minute Rückstand zur Spitze und gab kurz danach auf. Vorne hatten ihre drei Landsfrauen Genet Getaneh, Atsede Besuye und Mamitu Daska diesen Punkt in 1:12:29 Stunden erreicht.

In der Schlussphase des insgesamt sehr gleichmäßigen Frauenrennens fiel die Entscheidung zugunsten der erst 21-jährigen Atsede Besuye. Sie gewann in 2:24:47 Stunden vor der am Ende stark aufkommenden Russin Silvia Skvortsova (2:26:24). Auf den nächsten Plätzen folgten Mamitu Daska (2:26:38) und die Italienerin Rosaria Console (2:26:45), die ebenfalls in der Schlussphase noch mehrere Plätze gutmachte. Die ersten vier Frauen liefen jeweils persönliche Bestzeiten. „Trotz einer Verletzung meines linken großen Zehs habe ich mich ab Kilometer 30 selbstbewusst und stark genug gefühlt, um das Rennen zu gewinnen“, erklärte Atsede Besuye.

08:39
Willkommen zu einer Premiere beim 36. real,- BERLIN-MARATHON: erstmals erfolgt die Live-Berichterstattung mit Twitter!

08:45
Es wird nicht so warm wie zunächst befürchtet. Zurzeit sind etwa 14° C, es ist sonnig und gibt fast keinen Wind.

08:45
Bis 11 Uhr soll die Temperatur lediglich bis 17 Grad steigen, so dass es für die Eliteläufer sehr gute Bedingungen gibt.

09:00
Der Startschuss zum 36. real,- BERLIN-MARATHON mit einer Rekordzahl von 40.923 Läufern aus 122 Nationen ist gefallen.

09:05
Haile Gebrselassie läuft mit einer Gruppe von Tempomachern an der Spitze.

09:06
Duncan Kibet hat sich etwas zurückfallen lassen und läuft mit einer Gruppe von Tempomachern einige Meter hinter Haile.

09:08
Jetzt sind beide Gruppen wieder zusammengefügt.

09:09
Kilometer 3 wurde nach 8:43 Minuten gelaufen.

09:10
Sieben Pacemaker führen die beiden Favoriten an der Spitze auf Weltrekordtempo durch die Straßen von Berlin.

09:14
Die kenianischen Pacemaker Peter Kamais und Sammy Kosgei führen die Gruppe an.

09:15
Kilometer 5: 14:30 Minuten

09:16
Die Verfolgergruppe liegt 53 Sekunden zurück.

09:19
Bei den Frauen führt die favorisierte Vorjahres-Zweite Askale Tafa Magarsa gemeinsam mit ihrer äthiopischen Landsfrau Atsede Habtamu Besuye.

09:20
Die Spitze der Männer erreicht Kilometer 6 mit einem sehr gleichmäßigen Tempo in 17:26 Minuten.

09:23
Die Frauen passieren Kilometer 5 in 17:03 Minuten. Dies ist ein Tempo, das auf eine Endzeit von knapp unter 2:24 Stunden hinausläuft.

09:25
Auch Genet Getaneh (Äthiopien), die Italienerin Rosaria Console und die Debütantin Mamitu Daska (Äthiopien) sind vorne dabei.

09:26
Die zweite Gruppe der Männer hat einen Rückstand von 1:24 Stunden. 15 Läufer rennen in dieser Gruppe.

09:27
Die Spitze erreicht Kilometer 9 nach 26:19 Minuten, damit rennt die Gruppe von Haile und Kibet weiterhin ein sehr gleichmäßiges Tempo.

09:30
Die Kilometerzeiten sind jeweils knapp unter 3:00 Minuten. Eine gute Pace, die alle Möglichkeiten offen hält.

09:30
Kilometer 10 erreichen Haile und Kibet in 29:15 Minuten, das liefe etwa auf 2:03:30 Stunden hinaus, also Weltrekord.

09:37
15 Läufer rennen in der zweiten Gruppe, die Kilometer 10 in 30:51 erreicht - diese Zwischenzeit ist gut für eine Endzeit von 2:10 Stunden.

09:39
Die Frauen erreichen Kilometer 10 in 34:05 Minuten, auch sie laufen im Gegensatz zum vergangenen Jahr sehr gleichmäßig.

09:40
Das Tempo der Frauen läuft auf etwa 2:24 Stunden hinaus.

09:42
Kilometer 14 ist nach 41:08 Minuten erreicht.

09:43
Josphat Kamzee (Kenia) läuft jetzt als Tempomacher an der Spitze.

09:47
Kilometer 15 sind nach 43:56 Minuten erreicht. Die Zielzeit in diesem Tempo beträgt weiterhin etwa 2:03:30.

09:48
Der prominenteste Tempomacher ist aus dem Rennen gegangen. Kenias Marathon-Weltmeister aus dem Jahr 2007, Luke Kibet, beendet den Lauf.

09:48
Kibet steigt früher aus als geplant und fasst sich an den Rücken. Er hatte in der letzten Zeit Verletzungsprobleme.

09:49
Vier Tempomacher sind noch im Rennen an der Spitze.

09:58
Die Männer laufen weiterhin sehr gleichmäßig. Wie ein Uhrwerk werden Haile und Kibet zu 19 km geführt (55:40 Minuten).

09:59
Jetzt verliert Duncan Kibet etwas Kontakt zu Hailes Gruppe, er läuft ungefähr 15 Meter hinter der Spitze.

10:00
Kibet hat Probleme in dieser Phase des Rennens.

10:01
58:34 Minuten ist die Zwischenzeit bei 20 km für Haile.

10:03
Haile erreicht die Halbmarathonmarke in 61:27 Minuten.

10:04
Kibet hat jetzt schon 100 Meter Rückstand auf Haile.

10:06
Korrektur: die Halbmarathonzeit betrug 61:48, die 61:27 war für die 21-km-Marke.

10:09
Haile läuft auch ohne Kibet mit seinen Tempomachern weiter gleichmäßig schnell: 23 km sind nach 1:07:15 Stunden erreicht.

10:10
Bei den Frauen führt etwas überraschend die Debütantin Mamitu Daska mit Genet Getaneh. Beide kommen aus Äthiopien.

10:12
Atsede Besuye ist ebenfalls noch bei den Frauen ganz vorne dabei.

10:15
Dee Frauen erreichen Kilometer 20 nach 1:08:25 Stunden - eine Zeit, die nach wie vor auf 2:24 Stunden hinausläuft.

10:18
Die Kenianer John Kales und Sammy Kosgei führen Haile. Kilometer 25 sind nach 1:16:03. Das ist weiter ein gleichbleibend hohes Tempo.

10:19
Läuft Haile so weiter, kommt er mit einer Weltrekordzeit von etwa 2.03.30 ins Ziel. Entscheidend ist, wie lange die Tempomacher mithalten.

10:25
John Kales geht aus dem Rennen. Der Kenianer hat Haile bis Kilometer 29 hervorragend geführt.

10:28
Duncan Kibet lag bei Kilometer 25 genau eine Minute hinter Haile.

10:30
Kilometer 30 erreichen Kosgei und Haile in 1:27:49, das Tempo ist weiter gleichmäßig hoch.

10:33
Weltrekord (inoffiziell) über 30 km: Haile erreichte diesen Punkt in 1:27:49! Damit unterbot er die alte Marke um elf Sekunden.

10:35
Die alte Marke hielt der Japaner Takayuki Matsumiya, der 2005 1:28:00 gelaufen war.

10:36
Sammy Kosgei ist aus dem Rennen gegangen. Race-Direktor Mark Milde beglückwünscht ihn zu seiner sehr starken Tempoarbeit.

10:37
Haile rennt auch ohne Tempomacher gleichmäßig schnell - Kilometer 33 ist nach 1:36:33 erreicht.

10:40
Der Äthiopier Eshetu Wondimu hat Duncan Kibet überholt und ist Zweiter. 30 km erreichte Wondimu in 1:29:50.

10:42
Korrektur: Wondimu ist Dritter, Francis Kiprop hat sich auf Platz zwei geschoben, beide können Zeiten um 2:06 Stunden erreichen.

10:43
Haile wird langsamer und erreicht 35 km nach 1:42:37. Er müsste etwas zulegen, um seinen Weltrekord von 2:03.59 zu unterbieten.

10:48
Die Frauen erreichen Kilometer 30 in 1:42:12 . Das läuft auf ein Ergebnis von unter 2:24 Stunden hinaus.

10:50
Der schnellste im Feld ist zurzeit Francis Kiprop, doch der Abstand zu Haile ist wohl zu groß als dass der Kenianer ihn einholen könnte.

10:51
Haile erreicht Kilometer 37 in 1:48:50 Minuten, er ist etwas schneller geworden, jedoch müsste er weiter zulegen, um den Rekord zu brechen.

10:51
Kiprop hat einen Rückstand von 1.34 Minuten.

10:55
Den Weltrekord wird Haile voraussichtlich verpassen.

10:53
Bei den Frauen führen Genet Getaneh und Atsede Besuye, wenige Meter zurück liegt Mamitu Daska.

10:56
Haile läuft jetzt deutlich langsamer, zuletzt 3:13 für einen Kilometer.

10:56
Haile läuft jetzt deutlich langsamer, zuletzt 3:13 für einen Kilometer.

10:58
Kiprop könnte doch noch eine Chance haben, wenn er sein sehr hohes Tempo halten könnte und Haile weiter einbricht.

11:01
Kiprop kann sein hohes Tempo auch nicht mehr halten, so dass er nicht genug aufholen konnte, um Haile noch zu gefährden.

11:01
Haile erreichte Kilometer 40 in 1:58:34, Kiprop hat einen Rückstand von 80 Sekunden.

11:04
Haile ist kurz vor dem Brandeburger Tor.

11:06
Haile gewinnt den 36. real,- BERLIN-MARATHON in 2:06:08 Stunden (INOFFIZIELLE ZEIT)

11:07
Francis Kiprop ist nach 2:07:03 (INOFFIZIELL) im Ziel.

11:08
Negari Terfa (Äthiopien) ist Dritter in 2:07:41.

11:13
Zum ersten Mal hat ein Läufer den real,- BERLIN-MARATHON zum vierten Mal gewonnen - und das zudem in Folge.

11:16
Hailes Siegzeit ist die neuntschnellste in diesem Jahr und in der Liste der besten Zeiten aller Zeiten steht er damit auf Rang 25.

11:17
Neben einer Siegprämie von 50.000 Euro verdiente sich Haile eine Zeitprämie von 30.000 Euro.

11:19
Bei den Frauen hat sich Atsede Besuye abgesetzt.

11:23
Silvia Skvortsova (Russland) hat Genet Getaneh überholt und sich überraschend auf Rang zwei geschoben.

11:24
Atsede Besuye hat den 36. real,- BERLIN-MARATHON in 2:24:47 (INOFFIZIELLE ZEIT) gewonnen.

11:27
Silvia Skvortsova wird Zweite in 2:26:23, Dritte wird Mamitu Daska (Äthiopien).

11:30
Weitere Ergebnisse finden Sie auf der Webseite. Damit beenden wir den Live-Service über Twitter.


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