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30. Vattenfall BERLINER HALBMARATHON mit 27.051 Athleten aus 94 Nationen: Eshetu Wondimu und Pasalia Kipkoech gewinnen, Sabrina Mockenhaupt läuft auf Rang drei

28.03.2010

Der Äthiopier Eshetu Wondimu hat Kenias Siegserie beim 30. Vattenfall BERLINER HALBMARATHON gestoppt.
© Photo Run/Sailer

30. Vattenfall BERLINER HALBMARATHON mit 27.051 Athleten aus 94 Nationen: Eshetu Wondimu und Pasalia Kipkoech gewinnen,  Sabrina Mockenhaupt läuft auf Rang drei

Der Äthiopier Eshetu Wondimu stoppte Kenias Siegserie beim 30. Vattenfall BERLINER HALBMARATHON. Der 28-Jährige gewann das Rennen über 21,0975 km in hochklassigen 60:16 Minuten nach einem spannenden Schlussspurt mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Kenianer Peter Kirui (60:17) und Maregu Zewdie (Äthiopien/60:24). Achtmal in Folge hatten die Kenianer zuvor beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON das Männerrennen gewonnen

Bei den Frauen setzte sich die 21-jährige Pasalia Kipkoech (Kenia) in guten 69:43 Minuten vor ihrer Landsfrau Eunice Kales (69:50) durch. Dritte wurde Titelverteidigerin Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon), die in einer deutschen Jahresbestzeit von 69:57 Minuten ins Ziel kam.

Bei teilweise hinderlichem Gegenwind, anfangs leichtem Regen und Temperaturen um 10 Grad Celsius verzeichnete der Vattenfall BERLINER HALBMARATHON inklusive Rahmenwettbewerbe eine Rekord-Meldezahl von 27.051 aus 94 Nationen. Darunter waren 23.799 Halbmarathonläufer. Rund 170.000 Zuschauer säumten den Rundkurs durch die Berliner Innenstadt

Im Männerrennen erreichte eine 13-köpfige Spitzengruppe Kilometer 10 nach 28:39 Minuten. Das war etwas langsamer als geplant, was zum einen am , zum anderen aber auch an den etwas zu langsamen Tempomachern lag. Schon früh im Rennen hatte Eshetu Wondimu an der Spitze die Initiative ergriffen, um die Pace zu erhöhen. Schließlich setzte sich der Äthiopier, der vor zwei Jahren beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON mit einer Sekunde Rückstand Zweiter geworden war, zusammen mit seinem Landsmann Maregu Zewdie und Peter Kirui ab. Erst auf der langen Zielgerade fiel dann die Entscheidung. Im Spurt war dieses Mal Eshetu Wondimu der Sieger mit einer Sekunde Vorsprung

Als ich heute Morgen sah, dass das Wetter nicht so gut werden würde, wusste ich, dass es schwer wird mit einer Zeit unter einer Stunde. Aber ich war mir sicher, dass ich gut laufen würde, denn ich mag Berlin und die Rennen hier. Deswegen würde ich auch gerne zum real,- BERLIN-MARATHON am 26. September wieder kommen“, erklärte Eshetu Wondimu. Hinter dem Sieger, der eine Prämie von 2.500 Euro verdiente, blieben noch vier weitere Läufer unter 61 Minuten. Als bester Deutscher platzierte sich Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) auf Rang 19. Der 32-Jährige steigerte dabei seine Bestzeit um zwei Sekunden auf 63:57 Minuten. Einen Platz hinter ihm kam der beste Berliner, Hagen Brosius (SCC/66:35), ins Ziel.
Auch bei den Frauen bestätigte der Vattenfall BERLINER HALBMARATHON mit drei Ergebnissen unter 70 Minuten seine Stellung als eines der hochklassigsten Rennen über die halbe Distanz.

Schon frühzeitig hatten sich Pasalia Kipkoech und Eunice Kales von ihren Konkurrentinnen abgesetzt. An der 10-km-Marke, die die beiden Kenianerinnen nach 32:55 Minuten erreicht hatten, lagen sie elf Sekunden vor Sabrina Mockenhaupt. Bis zwei Kilometer vor dem Ziel hatte die Titelverteidigerin den Abstand auf drei Sekunden verkürzt und die etwas hinter Kipkoech zurückhängende Kales fast eingeholt. Doch die beiden Kenianerinnen sahen Sabrina Mockenhaupt kommen und konnten noch einmal entscheidend zulegen.

„Ich war mir meiner Sache nicht sicher, ich habe gebetet, dass ich gewinnen würde. Ursprünglich dachte ich, dass ich für einen Sieg 67 Minuten laufen müsste“, erklärte Pasalia Kipkoech, die wie Wondimu 2.500 Euro verdiente. „Ich wusste früh im Rennen, dass es mit einer Bestzeit nichts werden würde“, sagte Sabrina Mockenhaupt. Ich hätte schon gerne gewonnen, aber zweieinhalb Monate Training haben nicht ausgereicht. Mir fehlte die nötige Tempohärte und Ausdauer.“


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