42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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37. real,- BERLIN-MARATHON mit 40.945 Läufern aus 122 Nationen: Patrick Makau läuft Weltklassezeit von 2:05:08, Aberu Kebede schnellste Frau, Sabrina Mockenhaupt Vierte

26.09.2010

Patrick Makau
© Victor Sailer/PHOTORUN

37. real,- BERLIN-MARATHON mit 40.945 Läufern aus 122 Nationen: Patrick Makau läuft Weltklassezeit von 2:05:08, Aberu Kebede schnellste Frau, Sabrina Mockenhaupt Vierte 37. real,- BERLIN-MARATHON mit 40.945 Läufern aus 122 Nationen: Patrick Makau läuft Weltklassezeit von 2:05:08, Aberu Kebede schnellste Frau, Sabrina Mockenhaupt Vierte

Patrick Makau hat den 37. real,- BERLIN-MARATHON trotz schlechter Wetterbedingungen in einer Weltklassezeit gewonnen: Der Kenianer stürmte im Dauerregen und bei Temperaturen von anfangs 12 Grad Celsius nach 2:05:08 Stunden ins Ziel am Brandenburger Tor. Damit erzielte er die elftschnellste je in der Welt gelaufene Zeit und die fünftschnellste in Berlin. Nur zwei Sekunden hinter dem 25-Jährigen wurde sein Landsmann Geoffrey Mutai (2:05:10) Zweiter. Rang drei ging an den Äthiopier Bazu Worku mit 2:05:25. Zum ersten Mal in der Geschichte des real,- BERLIN-MARATHON blieben drei Läufer unter 2:06 Stunden. Als bester deutscher Läufer kam Richard Friedrich (LG Passau) in 2:20:43 auf Rang 21 ins Ziel.

Schnellste Frau war Aberu Kebede (Äthiopien), die mit 2:23:58 Stunden eine persönliche Bestzeit aufstellte. Die 21-Jährige gewann vor Bezunesh Bekele (2:24:58) und Tomo Morimoto (Japan/2:26:10). Als Vierte verbesserte Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) ihre persönliche Bestezeit um eine Sekunde: Die 29-Jährige war nach 2:26:21 im Ziel. Für den 37. real,- BERLIN-MARATHON hatten 40.945 Läufer aus 122 Nationen gemeldet. Rund 700.000 Zuschauer säumten die 42,195 km lange Strecke.

Entscheidung auf den letzten Metern
Trotz Regen und teilweise großen Pfützen auf der Straße führten die Tempomacher die Spitzengruppe zunächst mit einem Weltrekordtempo durch Berlin. Doch nach Kilometer 15 konnten die Favoriten dieses Tempo nicht mehr ganz halten, so dass die Bestzeit außer Reichweite geriet. Nach 62:36 Minuten war die Halbmarathonmarke erreicht – die ursprüngliche Zielzeit für diesen Punkt war 62:00. „Das war ein hartes Stück Arbeit bei diesen Wetterbedingungen, denn es war kühl, windig und nass. Mir tun jetzt noch die Muskeln weh. An Wasser hat es heute wahrlich nicht gefehlt“, sagte Patrick Makau später.

Als nach rund 33 km mit Eric Ndiema (Kenia) der letzte Tempomacher aus dem Rennen ging, lagen noch drei Läufer an der Spitze: Die von vornherein favorisierten Makau und Mutai sowie der Junioren-Weltrekordler Bazu Worku (2:06:15). Der erst 20-jährige Äthiopier machte dabei immer wieder Tempo. Doch an der 40-km-Marke war er geschlagen. Makau und Mutai zogen davon und die Zuschauer sahen das knappste Finish beim real,- BERLIN-MARATHON seit dem Weltrekordlauf von Paul Tergat 2003. Damals siegte der Kenianer in 2:04:55 mit einer Sekunde Vorsprung vor Sammy Korir. Dieses Mal war Makau zwei Sekunden schneller als Mutai.

„Ich glaube, dass ich heute das beste Rennen meiner Karriere gelaufen bin, denn die Bedingungen machten es wirklich sehr schwer“, sagte Patrick Makau, der sich neben einer Siegprämie von 40.000 Euro einen Zeitbonus von 30.000 Euro verdiente. Im Ziel wurden die beiden Kenianer von ihrem Ministerpräsidenten Raila Odinga beglückwünscht, der das Zielband hielt. „Diesen Augenblick werde ich nie vergessen. Es ist ein Traum, ihm zu begegnen“, sagte Geoffrey Mutai.

Sabrina Mockenhaupt lief Bestzeit und wurde Vierte
Nach einem anfangs langsamen Tempo setzten sich im Frauenrennen nach rund 10 km die drei Äthiopierinnen Aberu Kebede, Bezunesh Bekele und Genet Getaneh mit einer deutlichen Tempoverschärfung ab. Das Trio erreichte, geführt von Tempomachern, die Halbmarathonmarke nach 1:12:20 Stunden. Während Getaneh zwischen Kilometer 25 und 30 einbrach, weit zurückfiel und am Ende nicht unter die besten Zehn kam, fiel die Vorentscheidung im Kampf um den Sieg kurz nach der 25-km-Marke. Aberu Kebede löste sich und vergrößerte danach ständig ihren Vorsprung.

„Es war sehr schwer in dem Regen, aber man kann das Wetter nicht ändern. Ich bin froh, dass ich in Berlin gelaufen bin“, sagte die gerade erst 21-jährige Aberu Kebede, die in Berlin den größten Erfolg ihrer Karriere feierte und sich dafür alles zusammen 47.500 Euro verdiente. Im Kampf um Platz drei musste sich Sabrina Mockenhaupt der Japanerin Tomo Morimoto geschlagen geben. Lange Zeit waren die beiden zusammen gelaufen, doch am Ende war die Japanerin in 2:26:10 Stunden elf Sekunden schneller als Sabrina Mockenhaupt.

Sabrina Mockenhaupt durfte sich aber mit einer hauchdünnen Bestzeit trösten: Um eine Sekunde unterbot sie ihren zwei Jahre alten persönlichen Rekord. Ihre 2:26:21 Stunden bedeuten zudem eine deutsche Jahresbestzeit. „Die ersten fünf bis zehn Kilometer waren viel zu langsam. Was wir dort verloren haben, ließ sich leider nicht mehr aufholen. Auch wenn ich meine Bestzeit nur um eine Sekunde verbessern konnte, habe ich mir das bei diesen extrem schweren Wetterbedingungen verdient“, sagte Sabrina Mockenhaupt.

Durch die drei Topzeiten im Männerrennen hat der real,- BERLIN-MARATHON in der Liste der schnellsten City-Marathonrennen der Welt wieder die Spitzenposition übernommen. Hier wird der Durchschnitt der zehn schnellsten je bei dem Rennen gelaufenen Zeiten gewertet. Der real,- BERLIN-MARATHON führt nun mit einer Schnittzeit von 2:05:09,6 Stunden vor Rotterdam (2:05:15,1) und London (2:05:30,6).


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