41. BMW BERLIN-MARATHON am 28. September 2014

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Geoffrey Mutai will am Sonntag den Weltrekord angreifen

28.09.2012

Jan Fitschen, Geoffrey Mutai, Dennis Kimetto und Jonathan Maiyo bei der Pressekonferenz am Freitag in Berlin.
© Jiro Mochizuki

Geoffrey Mutai ist bereit für den 39. BMW BERLIN-MARATHON. Der 30-jährige Kenianer will am Sonntag seine Karriere krönen und den Weltrekord angreifen, den sein Landsmann Patrick Makau im vergangenen Jahr in Berlin mit 2:03:38 Stunden aufstellte. „Das Training lief gut, ich bin entsprechend vorbereitet. Aber ich kann natürlich vorher nicht sagen, ob es klappt mit dem Weltrekord.  Ich werde mein Bestes geben“, sagte Geoffrey Mutai während der Pressekonferenz am Freitag.

 Geoffrey Mutai ist der Star des BMW BERLIN-MARATHON, bei dem am Sonntag 40.987 Läufer aus 125 Nationen um 9 Uhr an den Start gehen. Der Kenianer kommt zwar schon als schnellster Marathonläufer aller Zeiten nach Berlin, aber er ist nicht der Weltrekordler. In Boston gewann Geoffrey Mutai im April 2011 mit sensationellen 2:03:02 Stunden. Da die Punkt-zu-Punkt-Strecke an der US-Ostküste nicht die Voraussetzungen für die Anerkennung von Rekorden erfüllt, ist Patrick Makau der Weltrekordler. Das will Geoffrey Mutai am Sonntag ändern.

 „Es ist schwierig meine derzeitige Form mit der des vergangenen Jahres zu vergleichen“, sagte Geoffrey Mutai und fügte hinzu: „Es ist immer mein Ziel, meine persönliche Bestzeit weiter zu verbessern. Ich werde am Sonntag den Tempomachern folgen, und wir wollen die erste Hälfte in etwa 61:40 Minuten absolvieren.“ Drei der vier Tempomacher für die Führungsgruppe kennt Geoffrey Mutai gut – sie kommen aus seiner Trainingsgruppe. Das dürfte im Rennen ein Vorteil sein.

 Dass er trotz seiner Siege in Boston und New York (2:05:06 Stunden) im vergangenen Jahr – Geoffrey Mutai ist der erste Läufer, dem es gelang im selben Jahr bei beiden US-Rennen den Kursrekord zu brechen – nicht für die Olympischen Spiele nominiert wurde, „hat mich enttäuscht“.  „Aber dadurch ist die Motivation noch größer, jetzt in Berlin sehr schnell zu rennen“, erklärte Geoffrey Mutai, der vor zwei Jahren beim BMW BERLIN-MARAHTON bereits Zweiter war mit 2:05:10 Stunden. Damals unterlag er erst im Schlusssprint seinem Landsmann Patrick Makau.

 Wenn Geoffrey Mutai am Sonntag ins Ziel am Brandenburger Tor läuft, erhält er wie alle anderen Läufer die Finisher-Medaille. Auf der wird er ein bekanntes Konterfei entdecken: Patrick Makau ziert in diesem Jahr die Medaillen des BMW BERLIN-MARATHON!

Sportliche Entwicklung von Geoffrey Mutai

 Geoffrey Mutai ist das älteste von neun Kindern und wurde im Koibatek District in der Rift Valley Province (Kenia) geboren. Schon als 12-Jähriger begann er mit dem Laufsport in der Schule und erreichte später internationalen Standard. Doch er konnte von dem Sport nicht leben und arbeitete schließlich für die Elektrizitätswerke. „Doch nach einer Weile merkte ich, dass mir das Laufen fehlte. Also rannte ich jeden Morgen vor der Arbeit.“

Als er mit 23 Jahren seine Arbeit verlor, begann Geoffrey Mutai wieder mit richtigem Training. Er brauchte mehrere Anläufe und Glück, um schließlich eine echte Chance zu bekommen. Nachdem er beim Eldoret-Marathon 2007 Zweiter wurde, wurde Gerard van de Veen auf ihn aufmerksam. Der holländische Manager bot ihm an, ein Rennen in Europa zu vermitteln. Der Kenianer nutzte die Chance seines Lebens: Geoffrey Mutai gewann im März 2008 den Monte Carlo-Marathon in 2:12:40 Stunden. Der Läufer ist verheiratet und hat zwei Töchter namens Ivy and Marieke. Sein zweites Kind wurde 2011 geboren. Sie wurde nach der Tochter seines Managers benannt. Mit den enormen Preisgeldern, die Geoffrey Mutai inzwischen verdient hat, hilft er auch seinen Eltern und seinen Geschwistern.

Mutais Trainingspartner Kimetto läuft Debüt

 Zu Geoffrey Mutais Konkurrenten zählt am Sonntag auch ein Läufer aus seiner Trainingsgruppe: Dennis Kimetto wird sein Marathon-Debüt laufen. „Ich habe ihm ein paar Tipps gegeben und auch erklärt, dass das Training schmerzhafter ist als das Rennen“, erklärte Geoffrey Mutai, der für den 28-jährigen Newcomer dolmetschte. „Ich bin gut vorbereitet und habe mir keine bestimmte Zeit vorgenommen. Ich werde einfach mitlaufen“, sagte Dennis Kimetto, der im April bereits den Vattenfall BERLINER HALBMARATHON gewonnen hatte und dann im Mai bei den BIG 25 Berlin einen Weltrekord über die 25-km-Distanz aufstellte (1:11:18).

 Gemessen an den Bestzeiten wird Jonathan Maiyo (Kenia) am Sonntag der schärfste Konkurrent von Geoffrey Mutai sein. Der 24-Jährige steigerte sich beim Dubai-Marathon im Januar auf 2:04:56 Stunden. Dabei steigerte er seine Bestzeit um fast acht Minuten. „Mein Ziel ist, in Berlin meine Bestzeit wieder zu unterbieten“, erklärte Jonathan Maiyo.

Jan Fitschen peilt persönlichen Rekord an

Einen neuen persönlichen Rekord zu laufen, das ist auch das Ziel von Jan Fitschen (TV Wattenscheid). Der 32-jährige 10.000-m-Europameister von Göteborg 2006 hatte sich im vergangenen Jahr beim BMW Frankfurt-Marathon in seinem zweiten Rennen über die 42,195 km auf 2:15:40 Stunden verbessert. Im April stieg er beim Düsseldorf-Marathon aufgrund von starken muskulären Problemen kurz vor der 25-km-Marke aus. „Das war hart in Düsseldorf“, sagte Jan Fitschen. „Aber der Marathon bleibt mein Ding. Mit meiner Bestzeit von 2:15:40 Stunden bin ich nicht zufrieden. Da muss deutlich mehr kommen. Und am Sonntag möchte ich den nächsten Schritt machen.“ Zeiten von 2:10 bis 2:12 Stunden kommen noch zu früh für Jan Fitschen, der aber hofft, dass er am Sonntag unter 2:15 Stunden ins Ziel kommt.

n-tv und Eurosport übertragen den 39. BMW BERLIN-MARATON am 30. September live von 8.30 bis 12.30 Uhr (n-tv) bzw. von 8.45 bis 11.30 Uhr (Eurosport). Kommentatoren sind René Hiepen und Martin Grüning. Die Übertragung ist in 194 Ländern zu sehen.

Statements von Geoffrey Mutai, Jonathan Maiyo und Jan Fitschen finden Sie auf diesem Video:


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