42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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Sportmedizinische Untersuchung

Gesundheits-Check und sportmedizinische Untersuchung

Sportmedizinische Untersuchungen sind längst nicht mehr nur eine Pflichtuntersuchung für Leistungssportler. Die Orientierung der Sportmedizin in eine präventive und rehabilitative Sportmedizin steht heute im Vordergrund. "Bewegung tut gut" lautet ein Slogan des DOSB. Dies gilt generationsübergreifend bis ins hohe Alter. Das sehen wir genau so. Bewegung sollte adäquat dem Leistungsstand, dem Alter, der sportlichen Vorerfahrung und der genetischen und gesundheitlichen Konstitution angepasst sein. Lediglich 52 % aller Teilnehmer des BMW BERLIN-MARATHON unterziehen sich regelmäßig einer solchen Untersuchung. Das ist für die Verantwortlichen der Medizin, Dr. Lars Brechtel und Priv. Doz. Matthias Krüll vom Medical Institut des BMW BERLIN-MARATHON, immer noch zu wenig. Eigenverantwortung und Vernunft stellen hierbei den Schlüssel zum gesunden Sporttreiben dar.

Ein Gesundheits-Check dient einerseits dem Ausschluss bereits bestehender Erkrankungen, andererseits dem Erkennen von versteckten und nicht bekannten Erkrankungen.

Was ist zu tun?

Die Untersuchung sollte bis zum 35. Lebensjahr alle zwei bis drei Jahre erfolgen. Wer älter als 35 ist, sollte sich mindestens alle zwei Jahre untersuchen lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie regelmäßig Sport treiben und sich topfit fühlen. Das erfolgreiche Absolvieren eines Marathonlaufes, Halbmarathons oder 10-km-Laufs ist keine Garantie für einen risikofreien Gesundheitszustand.

Besonders wichtig ist die Durchführung eines internistischen und sportmedizinischen Gesundheits-Checks, wenn Sie...

  • nach langer Sportabstinenz oder nach einer Pause wieder ins Marathontraining einsteigen
  • Wettkämpfe bestreiten, sich aber noch nie haben durchchecken lassen
  • Raucher oder ehemaliger Raucher sind
  • durch Dispositionen wie Stoffwechselstörungen (z.B. erhöhte Cholesterinwerte oder Herzkranzgefäßverkalkungen), Bluthochdruck oder Übergewicht einer Risikogruppe angehören
  • orthopädischen Probleme und degenerative Veränderungen der Gelenke haben
  • "Bauchbetontes" Übergewicht haben oder der Body Mass Index höher als 30 liegt.

In Abhängigkeit von Alter, Leistungsvermögen und Gesundheitszustand gilt folgender europäischer Standard

Jünger als 35 Jahre (Breiten-Freizeitsportler) ohne RisikofaktorenÄlter als 35 (Breiten-Freizeitsportler) ohne Risikofaktoren
  • Vorgeschichte (bsp. PAPS Test)
  • umfassende Gesundheitsanamnese, (orthopädisch internistisch)
  • Ruhe EKG
  • Standard Blutbild (bei Frauen zusätzl. Ferintin)
  • Beratung und schriftliche Befundung
  • Sporttauglichkeit
  • Vorgeschichte (bsp. PAPS Test)
  • umfassende Gesundheitsanamnese, (orthopädisch internistisch)
  • Ruhe EKG
  • Standard-Blutbild (bei Frauen zusätzl. Ferintin)
  • Beratung und schriftliche Befundung
  • Sporttauglichkeit
  • Belastungs EKG
Fakultativ (wenn erforderlich)
  • Belastungs EKG
  • Lungenfunktion
Untersuchungsturnus: 2-4 Jahre
Fakultativ (wenn erforderlich)
  • Echokardiogramm
  • Lungenfunktion
Untersuchungsturnus: 2 Jahre

Bei Auffälligkeiten in jedem Alter oder bereits erkannten Risikoprofile sind weitere Untersuchungen wie Belastungs-EKG, Herzecho, Langzeit- EKG, Langzeit Blutdruck, erweiterte Blutuntersuchungen usw. erforderlich.

Ziel ist es, neben den üblichen Krankheiten die seltenen, aber gefährlichen Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen. So erfolgt zunächst die Durchführung eines Standards (siehe Kasten). Weiterführende Untersuchungen müssen vom Arzt medizinisch vertreten werden und sind dann Umfang der gesetzlichen Krankenversicherung. Darüber hinaus ist es sinnvoll, spezifische medizinische Leistungsanalysen unter Belastung mittels Spiroergometrie und Laktatuntersuchungen (nach Standard DGSP) für eine präzise Empfehlung für ein gesundheitlich optimal wirkendes Training oder Trainingsprogramm geben zu können. Weitere Informationen unter sportmedizin@berlin-marathon.com oder unter www.bmw-berlin-marathon.com/training-und-sportmedizin

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