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BMW BERLIN-MARATHON: Die schnellste Frau will schneller als 2:20 Stunden laufen

BMW BERLIN-MARATHON am Sonntag: Die schnellste Frau könnte schneller als 2:20 Stunden laufen Keine Läuferin im Elitefeld ist so eng und erfolgreich mit dem BMW BERLIN-MARATHON verbunden wie Aberu Kebede. Die 27 Jahre alte Äthiopierin startet am Sonntag bereits zum vierten Mal beim spektakulärsten deutschen Straßenlauf. Zweimal hat sie gewonnen, einmal war sie Zweite. Mit einem dritten Triumph würde Aberu Kebede aufschließen zu den beiden Rekord-Siegerinnen des Rennens: Lokalmatadorin Uta Pippig und die Polin Renata Kokowska haben den BERLIN-MARATHON jeweils dreimal gewonnen. Das deutsche Interesse im Frauen-Spitzenfeld wird sich auf eine Läuferin fokussieren: Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) startet 22 Jahre nach dem Triumph ihrer Mutter erstmals bei diesem Rennen.

Läuferinnen aus Äthiopien haben in den vergangenen zehn Jahren den BMW BERLIN-MARATHON dominiert. Sechsmal stellten sie dabei die Siegerin. Dreimal ging Platz eins in dieser Zeit an Kenia, einmal gewann Irina Mikitenko mit der deutschen Rekordzeit von 2:19:19 (2008). Nachdem im vergangenen Jahr die Kenianerin Gladys Cherono in der Jahresweltbestzeit von 2:19:25 Stunden vor Aberu Kebede (2:20:48) und zwei weiteren Äthiopierinnen gewonnen hatte, spricht am Sonntag viel dafür, dass nun wieder die äthiopische Erfolgsstory in Berlin eine Fortsetzung findet. „Ich habe gut trainiert und hoffe auf eine persönliche Bestzeit, und so Gott will, schaffe ich es in einer Zeit schneller als 2:20“, sagt Aberu Kebede, die 2010 in Berlin mit 2:23:58 Stunden gewann und sich dann beim zweiten Triumph 2012 auf ihre nach wie vor aktuelle persönliche Bestzeit von 2:20:30 Stunden steigerte, im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin.

Eine weitere Äthiopierinnen gehört zu den schärfsten Konkurrentinnen von Aberu Kebede: Birhane Dibaba lief ihre Bestzeit von 2:22:30 vor zwei Jahren in Tokio, wo sie Platz zwei belegte. Während ihre Landsfrau Ruti Aga (Bestzeit: 2:25:27) auch eine Rolle spielen kann, führt Reia Iwade (2:24:38) eine Gruppe von japanischen Topläuferinnen an. Bei ihrem einzigen Marathonstart in Berlin hatte Weltklasseläuferin Katrin Dörre-Heinig das Rennen 1994 mit einem Streckenrekord von 2:25:15 Stunden gewonnen. Am Sonntag wird nun erstmals ihre Tochter Katharina an der Startlinie des BMW BERLIN-MARATHON stehen. Und es könnte ein Rennen werden, bei dem der 27-Jährigen ein wegweisender Durchbruch mit einer Zeit unter 2:30 Stunden gelingt. Noch steht ihre Bestzeit bei 2:33:56. Gefragt, wie sie sich ihr Rennen am Sonntag wünscht, meinte sie: „Nach dem Lauf möchte ich sagen könne, dass ich hier alles gegeben habe. Wie letztendlich die Zeit ausfällt, wird sich zeigen. Und wenn es unter 2:30 geht, wäre das natürlich schön.“

Ihre Laufkarriere beendet hat inzwischen die ehemalige Weltklasseläuferin Irina Mikitenko (Gelnhausen). Sie hatte 2008 in Berlin mit 2:19:19 den immer noch bestehenden Deutschen Rekord aufgestellt, der Weltrekord in der Altersklasse 35-40 war. Zudem wurde sie für ihren Masters-Weltrekord aus dem Jahre 2013 geehrt (2:24:54), den sie ebenfalls in Berlin aufgestellt hatte (40+ Jahre). Guiness World Records ist neuer Kooperationspartner des BMW BERLIN-MARATHON. Geehrt wurde auch der Inlineskating-Marathon im Rahmen des BMW BERLIN-MARATHON als größter Inliner-Marathon der Welt (5.445). Ausgeschrieben für die diesjährige Auflage des BMW BERLIN-MARATHON ist außerdem ein Weltrekordversuch für Ehepaare, wobei die Zeiten der beiden zusammengezählt werden. Ein Ehepaar aus Illinois (USA) hat sich für diese Auszeichnung beworben.

41.283 Läuferinnen und Läufer, 5.445 Inline Skater, 185 Handbiker und 37 Rollstuhlfahrer, über eine Million Zuschauer werden an der 42,195 km langen Strecke erwartet. Dazu kommen 10.010 Schüler, die beim mini-MARATHON-Läufer mitmachen. Beim Frühstückslauf am Samstag wird mit rund 11.000 Teilnehmern gerechnet, bei den Bambini-Läufen und dem Kids-Skating-Rennen (ebenfalls am Samstag) mit mehr als 1.500 Kindern. Der BMW BERLIN-MARATHON ist die größte deutsche Eintages-Sportveranstaltung in Deutschland. Er gehört zu den Abbott World Marathon Majors, der Vereinigung der sechs bedeutendsten Marathons weltweit (Tokio, London, Boston, Berlin, Chicago, New York). Der Start des Läuferfeldes beim BMW BERLIN-MARATHON findet um 9.15 Uhr statt, die Rennrollstuhlfahrer gehen um 8.50 Uhr auf die Strecke, die Handbiker um 8.58 Uhr.

Die ARD berichtet live von 9.05 bis 12 Uhr, der rbb von 9.00 bis 14.00 Uhr. Das Weltbild wird von Veranstalter SCC EVENTS produziert und in mehr als 140 Länder übertragen.


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