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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Bücher zum Laufen - laufend neu - IV Teil II

Iris Gehrmann: Einmal in New York!

Schwarzkopf & Schwarzkopf: Berlin 2004. 189 S.; 12,80 €. ISBN

3-89602-608-9.

Dieses Buch ist

die persönliche Reportage über das bundesweit bestens bekannte Unternehmen „Von

Null auf 42“. Viele werden dies aus dem Fernsehen kennen. Iris Gehrmann,

halbtags berufstätig, Hausfrau und Mutter zweier Kinder, war dabei und hat

darüber ein bemerkenswertes Tagebuch geschrieben, das am Donnerstag, dem 5. September 2002 beginnt

und am Sonntag, 16. November

2003 endet.

Höhepunkt war

dabei die Teilnahme am New York City Marathon am Sonntag, dem 2. November 2003 („Der

große Tag ist da“). Mindestens genau so wichtig und lesenswert ist aber das,

was davor und danach geschah: das Auswahlverfahren, die Vorbereitung … und

endlich dann wieder zurück in Berlin.

Das Vorwort hat

übrigens Dr. Thomas Wessinghage verfasst, der ärztliche Leiter des Deutschen

Zentrums für Präventivmedizin und ehemalige Weltklasseläufer, auf den die Idee

„Von Null auf 42“ zurückgeht.

Stefan Grau: Laufschuhe und

Laufverletzungen. Biomechanische Bewegungsmerkmale und Verletzungen –

dargestellt am Beispiel der Achillessehne. Maurer-Verlag: Geislingen 2003. 170

S.; 19 €. ISBN 3-87517-021-0.

Dieses Buch

behandelt ein Thema, das viele Läuferinnen und Läufer aus eigenen leidlichen

Erfahrungen sicher brennend interessiert. Allerdings handelt es sich um eine

wissenschaftliche Abhandlung, die womöglich als Dissertation zum Erwerb eines

Doktorgrades eingereicht wurde, obwohl es dazu keinen Hinweis im Buch gibt.

Der Autor, ein

studierter Physiker, Sportwissenschaftler und Sportmediziner hat jedenfalls

eigene Untersuchungen zum Abrollvorgang bei „Patienten“ und „Gesunden“

durchgeführt, der offenbar als zentraler Faktor von chronischen

Achillesbeschwerden gilt.

Als weitere

Faktoren kommen hinzu: das kalendarische Alter und der Körperfettanteil von

Läufern, zu hohe Trainingsintensität und die Oberflächenbeschaffenheit der

Laufstrecke (unebenes Gelände, nicht aber die Härte des Terrains ist dabei

offensichtlich ausschlaggebend).


Kurt Hahn: 60 Marathonstrecken hat eine

Stunde. Wie es weiterging … Das Jahr 2004. Kopierwelt Thoms: Hamburg 2005. 110

S.; 5 €.

Dieses Buch ist

die aktuelle Fortsetzung einer Idee des Autors, die schon seit einigen Jahren

existiert. Gesucht werden Männer und Frauen, die sich darauf einlassen, im

Laufe vieler (mindestens) 60 Marathons eine Stunde zu füllen – das bedeutet:

Jeder Marathon

muss mit einer anderen Minuten-Endzeit abgeschlossen werden, bis dann

irgendwann eine Stunde voll ist. Über diese „irre Idee“ wird im neuen Heft

berichtet. Selbstverständlich sind auch alle namentlich mit ihren Zeiten dort

aufgeführt, die gegenwärtig hart daran „arbeiten“ bzw. laufen und die dieses

Stunden-Ziel bereits erreicht haben.

Weitere Infos

zum Wettbewerb über den Autor und Ideengeber Kurt Hahn, Kerbelweg 9, 22337

Hamburg oder unter

www.marathonziel60.de.

Robert Hartmann: Läufergeschichten aus

Afrika. Dr. Harald Schmid Verlag: Hasselroth 2004. 172 S.; 19,90 €. ISBN

3-93810101-6.

Dieses Buch

enthält 32 meist kurze und zugleich kurzweilig geschriebene Geschichten über

bekannte und weniger bekannte afrikanische Läuferinnen und Läufer: Heldenhaftes

und Anekdotisches, Bescheidenes und Fremdes. Jeder sollte hier seine eigenen

Leseerfahrungen machen – zumal der Band auf ausgezeichnete Weise das

expandierende Genre der Laufliteratur bereichert und seinesgleichen noch sucht.

Zum Autor Robert

Hartmann sei noch erwähnt, dass er (Jahrgang 1940) mehrere Jahrzehnte als Journalist

u. a. für die Frankfurter Allgemeine (FAZ) und die Süddeutsche Zeitung, aber

auch für die Berliner Zeitung und den Züricher Tagesanzeiger gearbeitet hat.

Er gilt als

profunder Kenner der internationalen und insbesondere der afrikanischen

Laufszene und besitzt sogar mittlerweile ein eigenes Haus auf der

Kazi-Mingi-Farm von Kipchoge Keino in Kenia. Ein Blick in das Personenregister

des Büchleins verrät, über wen Hartmann seine Geschichten geschrieben hat: z.

B. Filbert Bayi, Amos Biwott, Wilson Kipketer, Daniel Komen, Tekla Loroupe,

Moses Tanui und nicht zuletzt Paul Tergat, der 2003 in Berlin beim 30. real,-

BERLIN-MARATHON  die immer noch

bestehende Weltbestzeit (2.04:55) im Marathon lief.

Der

Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass sich hinter der Adresse Dr.

Harald Schmid Verlag in Hasselroth tatsächlich der frühere international

äußerst erfolgreiche 400-m-Hürdenläufer und Europameister verbirgt.


Günter Herburger: Schlaf und Strecke. A 1

Verlag: München 2004. 356 S.; 19,80 €. ISBN 3-927743-74-7

Dieses Buch ist

nach „Lauf und Wahn“ (Frankfurt 1988) sowie „Traum und Bahn“ (München 1994)

quasi der jüngste Band in einer Trilogie des mittlerweile 72-jährigen Günter

Herburger, der als prominentester und profiliertester deutschsprachiger

Lauf-Autor gilt und der sich seit vielen Jahren buchstäblich dem schreibenden

Laufen und dem laufenden Schreiben verschrieben hat.

Immer sind es –

wie G. H. selbst einmal über sich in einem Interview gesagt hat – lange

Laufstrecken draußen unterwegs und lange Strecken drinnen am Schreibtisch, die

ihm gut tun: „Liefe ich nicht, das sagte ich schon vorher, wäre ich tot.

Wahrscheinlich.“

Diese Devise

galt gestern, sie gilt heute und sie wird vermutlich auch morgen noch für ihn

gelten. Sein jüngstes Werk „Schlaf und Strecke“ hat er übrigens persönlich

erstmals der Öffentlichkeit beim 4. internationalen literaturfestival berlin

(ilb) 2004 vorgestellt, in das zwei Tage vor dem 31. real,- Berlin-Marathon

auch der 15. Literatur-Marathon integriert war.

Inhaltlich

besteht das Buch aus 32 detaillierten Streckenreportagen aus Emmental, Turin,

Paris, Amsterdam, Prag und anderswo.


Die Serie „Bücher zum Laufen - laufend neu“

wurde konzipiert und zusammengestellt von Dr. Detlef Kuhlmann, dem langjährigen

Ressortleiter Kultur beim real,- Berlin-Marathon,

im Hauptberuf Sportwissenschaftler an der Freien Universität Berlin (derzeit

auf einer Vertretungsprofessur für Sportpädagogik an der Universität Hannover)

und natürlich selbst aktiver Läufer beim Sport-Club Charlottenburg (SCC Berlin)

sowie ehrenamtlich engagiert bei SCC RUNNING.

Kontakt über: deka@zedat.fu-berlin.de

Die insgesamt siebenteilige Reihe „Bücher

zum Laufen – laufend neu“ wird in den nächsten Wochen fortgesetzt, und zwar

jeden Samstag um Punkt 12 Uhr … Sie

sind herzlich eingeladen, bei der nächsten „Handvoll“ Neuerscheinungen zum

Laufen vorbeizuschauen!

 

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