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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Laufen mit Hunden – Herrchen und Tier in Partnerschaft

Patrick Kiernan, Londoner Arzt und Master-Läufer mit hohem Niveau, hat

zweierlei Trainingspartner: die Kameraden seines Vereins, Heathside, die in der

hügeligen Landschaft von Hampstead Heath in der Nord-Londoner Umgebung

laufen – und seine zwei Hunde, Moffy und Jimmy.

Spätstarter

Patrick Kiernan ist übrigens ein sehr interessanter Fall:

Ein Spätstarter. Er war allerdings immer aktiv, ist in seine Praxis in

London-Kensington mit dem Rad gefahren und wieder zurück. Aber erst als

48-Jähriger hat er mit dem Laufsport richtig angefangen.

Innerhalb von zwei Jahren ist er dann zweimal den Flora London-Marathon

gerannt, mit den beeindruckenden Zeiten von 3:11 Stunden (April 2003 als

Krönung seines 50. Lebensjahres) und 3:06 Stunden im folgenden Jahr.

Zusätzlich läuft er inzwischen 37:40 Minuten über 10 km auf der

Straße sowie 1:24 Stunden im Halbmarathon.

Moffy und Jimmy

Den Hauptteil seiner Trainingskilometer ist er mit Moffy und Jimmy gelaufen.

Moffy ist drei Jahre und eine Whippet-Mischung, und Jimmy, der jüngere,

ist ein Windhund mit einem Touch eines Afghanen. „Die Hunde leisten mir

Gesellschaft. Und sie sind ein guter Grund, entweder früh am Morgen oder

abends zu laufen", erklärt Doktor Kiernan. „Jimmy ist immer

für Fartlek-Training bereit. Moffy (nach „Amafi" benannt,

Griechisch: Liebe) ist ein bisschen langsamer geworden, aber Jimmy ist noch

prima in Form."

Mit Plastiktüte!

Wichtig ist jedoch, dass die Hunde gut trainiert sein müssen. Patrick

trainiert fast immer mit einem Hund, oft mit beiden. Wenn er der einzige

menschliche Athlet dabei ist, läuft das auf folgende Weise: Hunde an der

Leine nach Hampstead Heath gehend oder joggend (er wohnt nur fünf Minuten

entfernt). Er geht mit einer Plastiktüte ausgerüstet los, falls ein

Hund während der Trainingseinheit ein Bedürfnis hat.

Sobald die Gruppe die grüne, hügelige Landschaft von Hampstead Heath

erreicht hat, fängt der Aufwärm-Lauf an. „Die Hunde müssen

spielen, einfach hin und her laufen, danach sind sie besser für mein

Training geeignet."

Kein Gefühl für konstantes Tempo

Dann heißt es, weg mit der Leine wenn Herrchen und Hunde loslaufen.

Patrick läuft oft Fartlek, da „ein Hund kein Gefühl für

konstantes Tempo hat". Diese Freiheit, dieses Ur-Laufen im Freien, hat

Kiernan keineswegs geschadet hinsichtlich seiner bisherigen Leistungen. Vor

drei Jahren war er auf Urlaub auf der Isle of Wight vor der englischen

Südküste. Er kam ins Gespräch mit einem Läufer, nahm an

einem 10-Meilen-Rennen teil und erreichte die Ziellinie nach „viel mehr

als einer Stunde"!

Hut ab, also, für eine beeindruckende Entwicklung.

Schatzsuche

Wenn Patrick Sonntagvormittag Dauerlauf mit seinen Vereinskameraden macht, sind

Jimmy und manchmal auch Moffy dabei. Zuerst bittet er natürlich um

Erlaubnis von seinen menschlichen Mitläufern. „Manchmal vergesse

ich, dass Jimmy da ist und muss von der Gruppe weglaufen, um ihn zu

finden.“ Manchmal geht Jimmy nämlich auf Schatzsuche, findet ein

Eichhörnchen, das Patrick dann zu befreien versucht.

„Ihre Fitness für einen Lauf von rund einer Stunde ist sehr gut,

mehr geht in der Regel aber nicht. Beide Hunde sind für Geschwindigkeit

geeignet, und wenn sie keine Lust mehr zum Laufen haben, machen sie einfach

schlapp! Ohne sie hätte ich nicht dieselbe Motivation, sie sind meine

Tempomacher."

Uralte Beziehung

Es gibt eine negative Seite – oder vielleicht besser ausgedrückt:

Hunde bringen Komplikationen mit sich, besonders wenn sie anderen Hunden

begegnen. Da gibt es keine Wahl, Patrick muss umherkreisen, bis Jimmy und Moffy

genug gespielt haben.

In ihrer Partnerschaft sieht er eine uralte Beziehung: „Man ist stolz,

mit den Hunden zu laufen." Indem er sich auf den Flora London-Marathon

2005 vorbereitet, gibt er einen weiteren Tipp, da seine Frau Sarah gern reitet:

„Manchmal bin ich mit ihr gerannt, sie auf dem Pferd und wir alle

zusammen mit den Hunden.

Herrlich!"

ANDY EDWARDS

 

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