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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Paula Radcliffe nach Niederlage unentschlossen über ihre WM-Distanz

Paula Radcliffe musste sich am zweiten Tag des Europa-Cups (Aufstiegsrunde) in Leiria geschlagen geben, was aber den Aufstieg Großbritanniens nicht mehr gefährden konnte. Die Britinnen hatten schon vor dem nicht zu erwartenden Rückschlag den Sieg in der Tasche. Paula Radcliffe ist nach der völlig unerwarteten 5.000-m-Niederlage noch immer nicht sicher, welche Disziplin sie bei den Weltmeisterschaften in Helsinki laufen wird: 10.000 m oder Marathon.

Radcliffe, die am Vortag noch die 3000 Meter gewonnen hatte, galt auch über die 5000 als klare Favoritin. Doch es kam alles anders, und die unbekannte Weißrussin Volha Krautsova nahm ihr den Sieg. Krautsova, die ihre persönliche Bestzeit auf 15:10.14 Minuten verbesserte, ging fünf Runden vor Schluss an der Commonwealth Siegerin vorbei und überraschte damit die 16.000 Zuschauer.

Unbekannte Siegerin

Radcliffes Zeit von 15:27.67 Minuten ist fast eine Minute langsamer als ihre persönliche Bestzeit. Sie  verlor binnen 400 Metern fast 20 Meter auf die Führende. Als die unbekannte Siegerin an ihr vorbeischoss, war keine Entschlossenheit bei Paula festzustellen. Nach dem Rennen bestätigte sie, dass sie sich schwach gefühlt hatte.

"Ich fühlte mich total matt", sagte Radcliffe, die nach einer Verletzung von Jo Pavey erst wenige Tage zuvor zugestimmt hatte, auch auf der kürzeren Distanz an den Start zu gehen. "Ich hatte keine Power in meinen Beinen”, fügte die Marathon-Weltrekordlerin hinzu. „Normalerweise gehe ich raus und drehe meine Runden, aber es ging heute gar nicht.”

Punkte für das Team holen

Nun wird Radcliffe, die sich immer noch nicht sicher ob sie bei den Weltmeisterschaften über den Marathon, für welchen sie schon nominiert ist, oder über die 10.000 m an den Start gehen soll, erst einmal nach München fliegen und sich behandeln lassen. Sie betonte: "Es gibt keinen Zweifel daran, dass wenn dies hier kein Team-Event gewesen wäre, wäre ich bei keinem der beiden Rennen gelaufen. Mir war bewusst, ich musste einfach weiterlaufen und die Punkte für unser Team holen. Wenn ich die Rennen so angegangen wäre wie ich es normalerweise tue, hätte ich mir geschadet.“                   

David Martin

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