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Save the Date 29. September 2019
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Newsarchiv

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Ultrakurze 6 Kilometer für die Inlineskater

Mülheim/Bonn.

"Kilometer 36" stand am Frankfurter Straßenrand; und da

ließ die Spitzengruppe unbesorgt Jörg Wecke noch einmal ziehen. Der

konnte sich freuen, als nach der nächsten Straßenbiegung das Ziel in

Sicht war. Die bittere Erkenntnis wehte den Verfolgern dann auch ins

Gesicht:

Die 36 war die Markierung für die Läufer!

Aller Sprint nützte nichts: Jörg Wecke (Skate Team Celle) hatte mit

1:15,44 die Nase um sechs Hundertstel vorn vor Marc Christen (Schweiz/Fila

Mentos) und André Wille (Liechtenstein/Saab Salomon Schweiz). Kai Menze

(Rollerblade) kam hinter dem Dänen Holm-Christensen und dem Schweizer

Luginbühl noch auf den sechsten Platz.

Siege für Jörg Wecke und Tina Strüver

Bei den Damen setzte sich in der neunköpfigen rein deutschen Gruppe beim

Schlusssprint Tina Strüver (Turbine Halle Verducci Germany) mit 1:23,09

gegen Evelyn Kalbe (Zepto) und Maritje Sell (Blau-Gelb Groß Gerau) durch.

Frankfurt war nicht zu kalt und es regnete nicht. Mit Sebastian Baumgartner war

auch der lockere und sachkundige Kommentator am Start, den so ein Rennen

verdient.

Schlechter Kurs für Inline Skater

Aber Frankfurt erwies sich nicht nur wegen der untauglichen Kilometerangaben

als vorsichtig formuliert anspruchsvoll:

Schon nach dem Start gab es eine leichte Steigung mit einer allerdings

ausgesprochen rutschigen und zugleich rauhen (so paradox das klingt) Fahrbahn.

Es folgten jede Menge unausgefüllter Schienen und dem Erlebnis, so

ziemlich aller Fahrbahnbeschaffenheiten in Deutschland. Es fehlte der grobe

Kopfstein, aber dafür waren etliche Bodenwellen mehr als beschwingend.

Manches Mal war gerade die Mittelbahn ordentlich von Laub befreit; daneben

rutschte es. Die Siegerzeit des Feldes bei einem regenfreien Lauf sagt sicher

mehr als tausend Worte.

Lieblose Organisation

So ordentlich es in der Messe für die Skater vor und nach dem Lauf auch

zuging, man war sich einig: Da kann man für gut 900 zahlende Inliner

sicherlich mehr tun.

Das deutlichste Zeichen waren die Kilometerangaben; die hätten sich in

einer Sonderfarbe allein von einem Beitrag eines Skaters drucken und

aufhängen lassen. Aber schon im Vorfeld waren die Informationen auf der

Internetseite dürftig gewesen: Hier hätte ein kommentierter

Streckenplan bei einem Herbstrennen sehr helfen können.

Viel Training notwendig

Aber auch im großen Feld zeigte sich, dass viele noch das gemeinsame

Fahren lernen müssen. Dieser Sport hat seine taktischen und

gemeinschaftlichen Zwänge. Wer nicht Gruppen fahren kann und deshalb

permanent aus- und einschert, den Ziehharmonica-Effekt durch ständige

Ranfahren und dann wieder Lücken lassen verstärkt, wer vom Belgischen

Kreisel nicht mal gehört hat und . . . , der schadet allen und

gefährdet viele.

Vielleicht sollte neben den wichtigen Konditions- und Technikseminaren andere

Kurse ein wenig mehr Gewicht auf diesen Aspekt legen.

Verfasser/Quelle:

Inlinenews.de/ Gereon Buchholz

 

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