Be a berlin legend!

Be a Berlin legend!

Sei bereit für ein legendäres Event.

Berliner Legenden

 

Es sind die Menschen, die Geschichte schreiben - in der Vergangenheit und heute. Lerne einige unserer BMW BERLIN-MARATHON-Legenden kennen.

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Legendäre Orte und Ereignisse

 

Das Brandenburger Tor ist wohl der bekanntesten Sehenswürdigkeit der deutschen Hauptstadt - aber bei weitem nicht die Einzige, die du während deines Aufenthaltes in Berlin auf dem Zettel haben solltest.

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Berliner Legenden


Die deutsche Hauptstadt strotzt vor Geschichte und Geschichten, an jeder Ecke geschah Historisches. Legenden wurden und werden hier geschaffen und das kannst auch Du schaffen: erlebe die Berliner Straßen, kröne Dich zum Finisher – be a Berlin legend. #berlinlegend


 

Uta Pippig

Grenzenlos durch Berlin

  • Wer den Namen Uta Pippig hört, dem erscheint sofort das Brandenburger Tor vor Augen. Die gebürtige Leipzigerin markierte 1990 mit ihrem Lauf als DDR-Läuferin über die Grenzen der geteilten Stadt den Beginn einer neuen Zeit für die Hauptstadt und den BERLIN-MARATHON. Nur drei Tage vor der Wiedervereinigung führte dessen Strecke erstmals durch Ost und West.

    Spitzensport hinter dem Eisernen Vorhang

    Bereits mit 13 Jahren begann Uta Pippig auf den Langstrecken zu trainieren. 1986, mit nicht einmal 20 Jahren, gewann sie den Marathon und damit die DDR-Meisterschaft in Leipzig. Als sie jedoch 1988 zum Tokio-Marathon reiste durfte ihr Trainer Dieter Hogen sie nicht begleiten. Sie wurde mit einer Zeit 2:32:20 Stunden Zweitplatzierte. Die politischen Bedingungen in der DDR schränkten die Selbstbestimmung der Menschen ein. Auch die Möglichkeiten von Uta Pippig, sich in der internationalen Welt des Sports zu etablieren wurden dadurch begrenzt.

    Der Fall der Mauer und Uta Pippigs Durchbruch

    1990 kennzeichnet deshalb in verschiedenster Hinsicht einen Durchbruch, für das gesamtdeutsche Verhältnis, aber auch für die Karriere von Pippig. Die Mauer war gefallen und die Teilnehmer des BERLIN-MARATHONS konnten erstmals auf der neuen Strecke das Brandenburger Tor durchlaufen. Für viele Teilnehmer war dies ein besonderer Moment. Uta Pippig beschreibt diesen Augenblick in unserem Video-Interview Mauerfall-Jubiläum mit einem unvergleichlichen Gefühl von Freiheit, dass sie bis heute auf all ihren Wegen beflügelt. Gekrönt wurde dieser Tag von ihrem Sieg über 42,195 Kilometer und dem Erreichen eines neuen Streckenrekords mit einer Zeit von 2:28:37 Stunden.

    Internationale Erfolgsreihe

    Beflügelt von diesem Erlebnis zeigte sich Uta Pippig in den frühen 1990er Jahren auf der weltweiten Bühne des Laufsports und sammelte Marathonsiege in Boston oder New York. Außerdem wurde sie 1995 sowie 1996 als Läuferin des Jahres durch die ,,Association of International Marathon and Road Race‘‘ ausgezeichnet. Insgesamt gewann sie zwischen 1990 und 1996 in den genannten Städten siebenmal die Wettbewerbe über die Marathondistanz. Teilnahmen an den Olympiaden in Barcelona 1992 (7. Platz über 10.000 m) und Atlanta 1996 ergänzen diese Ausnahmeleistungen.

    Nach dem Sport ist vor dem Sport

    Trotz einer solch vielfältigen Sportlerbiografie zieht Uta Bilanz und sagt: ,,Mein Sieg in Berlin an diesem Tag (BERLIN-MARATHON 1990) war wahrscheinlich emotional der Höhepunkt meiner Karriere.‘‘  Uns bleibt sie bis heute als Laufexpertin des BMW BERLIN-MARATHONS erhalten und darf sich mehr als verdient Berlin Legend nennen!


Kenenisa Bekele

Ein sensationelles Comeback

Kenenisa Bekele gewinnt den BMW BERLIN-MARATHON 2019

 Gewinner Kenenisa Bekele (Podcast auf Englisch)


Der Gewinner direkt nach dem BMW BERLIN-MARATHON 2019


© Andy Edwards

 Kenenisa Bekele | vor dem Marathon (Podcast auf Englisch)


Gewinner des BMW BERLIN-MARATHON 2016


© Andy Edwards

Deutsche Top-Athleten im Interview

  Anna Hahner | vor dem Marathon


Fünftplatzierte beim BMW BERLIN-MARATHON 2017


© Andy Edwards

 Philipp Pflieger | vor dem Marathon


Lief eine persönliche Bestzeit beim BMW BERLIN-MARATHON 2015


© Andy Edwards

Gladys Cherono

Aller guten Dinge sind vier

Gladys Cherono lief beim BMW BERLIN-MARATHON 2018 den Streckenrekord.
  • Im vergangenen Jahr lief Gladys Cherono schneller als jede Teilnehmerin zuvor beim BMW BERLIN-MARATHON. Mit einer unglaublich starken Personal-Best von 2:18:11 Stunden brach sie den bisherigen Streckenrekord der Japanerin Mizuki Noguchi (2:19:12 Stunden, 2005) überdeutlich. So eindeutig wie dieser Sieg, so bestimmt formulierte die Kenianerin ihr Vorhaben für das Rennen am 29. September. „Mein Ziel ist es jetzt, ein viertes Mal in Berlin zu gewinnen.“ Damit wäre die 36-Jährige Rekord-Siegerin des BMW BERLIN-MARATHON, vor Lauflegenden wie Uta Pippig, Aberu Kebede und Renata Kokowska, die allesamt dreimal in der Hauptstadt siegten.

    2012 gewann Gladys Cherono bei den Leichtathletik-Afrikameisterschaften über die 5.000 sowie die 10.000 Meter. Das war vor ihr bisher noch keiner Frau gelungen. Im gleichen Jahr machte sie mit nennenswerten Leistungen bei den Halbmarathon-Rennen in Ra’s al-Chaima und in Prag auf sich aufmerksam. Zwei Jahre später wurde die Powerfrau in Kopenhagen Halbmarathon-Weltmeisterin in 1:07:29 Stunden.

    2015 stand sie dann zum ersten Mal über die doppelte Distanz am Start. Ihr Marathon-Debut in Dubai krönte sie mit einem zweiten Platz (2:20:03 Stunden). Einige Monate später gelang der Kenianerin dann der Sprung ganz oben aufs Treppchen beim BMW BERLIN-MARATHON. Spätestens seit diesem Erfolg ist sie aus dem Marathon-Zirkus nicht mehr wegzudenken. Kurz nach ihrem Sieg in Berlin im vergangenen Jahr sagte sie in einem Interview zur Thematik Frauen-Weltrekord im Marathon: „Durch harte Arbeit und mit hartem Training ist nichts unmöglich. Ich weiß, dass ich eines Tages diesen Rekord brechen werde.“ Vielleicht ist dieser Tag schon näher, als wir alle glauben. Es bleibt spannend um Gladys Cherono.


 Gladys Cherono | vor dem Marathon (Podcast auf Englisch)


3-malige Gewinnerin des BMW BERLIN-MARATHON, Streckenrekord 2018


© Andy Edwards

Mare Dibaba

Versprochen ist versprochen

  • Wer schon mal einen Marathon gelaufen ist, der weiß welche Qualen die letzten Meter bis zum Ziel bedeuten können. Man will nur noch seinen Stiefel durchziehen und auf nichts mehr reagieren müssen. In solchen Moment hilft neben wahrem Sportsgeist der Focus auf das Wesentliche. Die Top-Leichtathletin Mare Dibaba besitzt solche nützlichen Qualitäten. Fragt man die 29-Jährige, wie sie diese erlangte, so erklärt sie: „Es kommt von der starken Fähigkeit, meine Arbeit ernst zu nehmen. Ich bin in der Lage, konzentriert zu bleiben und mich nicht von anderen Situationen um mich herum ablenken zu lassen.“

    Sicherlich hat das Ganze ebenso mit ihrem starken Selbstvertrauen zu tun. Und das wiederum war der Auslöser für Mares Sportkarriere. Frühe Erfolge bei Schulwettbewerben beflügelten sie dazu, sich mit ihren läuferisch talentierten Freunden zu messen. Auch diesen Tests hielt sie stand. Ganz nach ihrer heutigen Trainingsauffassung: arbeite hart, sei respektvoll und plane vorausschauend, eroberte sie von einer kleinen äthiopischen Farm kommend die Leichtathletik-Welt.

    Dabei ist Mare stets bewusst, woher sie stammt. Sie sieht darin sogar einen Schlüssel für ihre Entwicklung zu einer selbstbewussten, erfolgreichen Powerfrau, die heute ihrer Familie ein Payback geben kann. „Sport hat mein Leben verändert. Früher war ich ein niemand, der nicht einmal einen Cent für öffentliche Verkehrsmittel besaß. Jetzt bin ich selbstständig und helfe meiner Familie, ein besseres Leben zu führen.“, beschreibt die Chicago-Marathon-Siegerin von 2014 ihre Situation. Allen laufinteressierten Frauen gibt sie für eine erfolgreiche Sportkarriere gerne zwei, drei Tipps mit auf den Weg: „Bleibt stark und schafft euch eine gesunde Basis. Sagt zu allem, was euch von eurem Ziel zurückhält Nein – auch wenn das mal schwierig ist. Nehmt die Anweisungen des Trainers ernst und schenkt euren Bemühungen die volle Aufmerksamkeit“.

    Zum BMW BERLIN-MARATHON kehrt Mare gerne zurück, sie schätz das Rennen mit seinem schnellen Kurs, bei dem sie ihre Personal-Best von 2:19:52 Stunden verbessern will. Wer ebenfalls eine persönliche Bestzeit auf den Berliner Asphalt bringen möchte, dem rät die Ausnahme-Athletin: „das im Training Erlernte im Wettkampf umsetzen und nie an sich selbst zweifeln.“ Am 30. August 2015 erfüllte sich Mare Dibaba bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking einen Lebenstraum: Sie gewann den Marathon der Damen.

    Dass sie eines Tages mal ganz oben auf einem WM-Podium stehen würde, versprach Mare schon als Kind ihrer Familie. Ihrem Lebensmotto getreu „Never give up – stay strong“ bestritt sie das Rennen in der chinesischen Hauptstadt. Nach knapp 42 Kilometer setzte sich die Äthiopierin von der Führungsgruppe ab. Als Erste erreichte Mare die Tartanbahn im Nationalstadion. Dort durchlebte sie jedoch eingangs beschriebenes Horrorszenario. Die Kenianerin Helah Kiprop attackierte sie auf den finalen Metern. Mare mobilisierte alle Kräfte und hielt ihr Wort. Mit einer Goldmedaille um den Hals, kehrte sie zurück zu ihrer Familie.


Katharina Rumpus

Vom Parkplatz auf den ersten Platz

  • „Vergleiche dich nicht mit anderen, konzentriere dich auf dich selbst und mach das Beste aus deinen Möglichkeiten.“ Inspiriert durch ihr sportliches Vorbild Allyson Felix, gepaart mit Bodenständigkeit und Zielstrebigkeit, hat sich Katharina Rumpus in die Weltspitze des Inlineskatings vorgearbeitet – die wahre Geschichte einer Powerfrau.

     

    Die Geschichte vom Fußballer, der vom Gossenkicker zum Millionen-Profi metamorphiert, wird in den Medien immer wieder gerne erzählt. Jedoch ist dieses Storytelling eher findigen Spielerberatern als der Wahrheit zuzuschreiben. Ganz anders ist das bei Katharina Rumpus, die bei ihrem Karrierestart tatsächlich ganz begann. Derzeit gehört die 26-Jährige vom Powerslide Matter World Team zu Deutschlands schnellsten Inlineskaterinnen.

    Und das obwohl Katharina zum Anfang des Jahres ihr Referendariat in Neckarsulm antrat. Eine solche Doppelbelastung ist der Athletin aus Heilbronn nicht unbekannt. Schon während der Schule und des Studiums musste sie sich dual organisieren. Offen gibt die angehende Gymnasiallehrerin für Mathe und Sport aber zu: „Ich muss allerdings auch sagen, dass das Referendariat wesentlich stressiger als das Studium ist. Ich kann mir meine Zeit nicht mehr so flexibel einteilen und musste meine Umfänge deutlich reduzieren.“ Die Sache scheint es ihr Wert zu sein. Der Entschluss zum Studium stand für Katharina schon immer fest. Ihr Drang nach Wissensvermittlung ist groß oder wie sich die Heilbronnerin selbst so sympathisch ausdrückt: „Das Referendariat macht mir wahnsinnig viel Spaß. Ich liebe es einfach, mit Kindern zu arbeiten und ihnen mein Wissen weiterzugeben“.

     

    Was Katharina liebt, das kann sie gut, sehr gut sogar. Mit dem Skaten war das nämlich auch so. Eigentlich wollte sie nie Profi-Athletin werden. Das entwickelt sich eher aus der Liebe und der Begeisterung zum Sport. Anfänglich stand Katharina auf Skiern und nicht auf Rollen. Beim Verein Ski Sport Franken Heilbronn startete sie in jungen Jahren ihre sportliche Karriere. Um in den Sommermonaten fit für die anstehende Wintersaison zu bleiben, trainierte Katharina mit ihrem Bruder Inline-Slalom, stets unter der Ägide ihres Vaters. Ihrem unbändigen Willen zum Sieg nachkommend, nahm sie natürlich auch in dieser Disziplin an Wettbewerben teil. Bei einem dieser Wettkämpfe lernte die Familie per Zufall das Inline Speedskating kennen. „Wir waren direkt Feuer und Flamme und so begann die irrsinnige Reise“, erklärt die Powerfrau jenen entscheidenden Moment. Was folgte waren Trainingseinheiten auf abendlich beleuchteten Parkplätzen oder auf Radwegen. Ihr Vater gab das Training vor, Sohn und Tochter setzten gekonnt um. Angesprochen auf die miserablen Zustände der Trainingsstätten sagt Katharina gerade heraus: „Das störte uns nicht, ganz im Gegenteil, es machte uns hart und unglaublich vielseitig. Die Wettkämpfe waren nicht nur eine Möglichkeit, mich mit Gleichaltrigen zu messen, sondern auch die Chance auf Bahnen und richtigen Straßenkursen zu skaten“. Das Konzept ging auf. Katharina Rumpus errang währen ihrer Zeit als Juniorin drei Weltmeistertitel. Und im Gegensatz zu den eingangs herangezogenen Kickern, folgte bei der Heilbronnerin nicht der Fokus auf Sport als Vollzeitbeschäftigung. Sie wechselt zwar ins Profi-Lager, studierte aber auch. Während des Studiums konzentrierte sich die angehende Akademikerin auf die Marathonszene. Der Athletin halfen dabei ihre Fähigkeiten, sich selbst zu reflektieren und aus Niederlagen gestärkt zurückzukommen. Im Jahr 2016 wurde Katharina über die Distanz von 42,195 Kilometer Europameisterin. Im letzten Jahr gewann sie 2018 den BMW BERLIN-MARATHON als sie sich mit einem fulminanten Endspurt gegen ihre Konkurrentin durchsetzen konnte.

    Zurück ins jetzt. Auch beim diesjährigen Rennen ist mit Katharina zu rechnen und sie zählt zu den Topfavoritinnen, wenngleich sie ihre Trainingsumfänge – dem Referendariat geschuldet – kürzen musste. „Ich glaube, dass ich trotz allem ganz gut in Form bin“, schätzt sie bescheiden ihre Situation ein. Ihr sportliches Vorbild ist Allyson Felix, da bekommt diese Aussage, doch nochmal eine ganz andere Bedeutung. Alle Frauen, die wie Katharina an einem Erfolg auf Rollen interessiert sind, gibt sie mit auf den Weg: „Vergleiche dich nicht mit anderen, konzentriere dich auf dich selbst und mach das Beste aus deinen Möglichkeiten.“


Legendäre HotSpots des BMW BERLIN-MARATHON

Kultfaktor garantiert

Die Siegessäule

  • Die vom Berliner Volksmund liebevoll als Goldelse betitelte Siegessäule ist für die BMW BERLIN-MARATHON-Starter*innen das Pendant zum Brandenburger Tor. So wie das geschichtsträchtige Tor als ein Symbol für das bald erreichte Ziel steht, so ist die 67 Meter hohe Säule so etwas wie das Auftaktsignal zum „Rennen“. Denn bereits nach wenigen hundert Meter erreichen die Läufer den sogenannten Großen Stern, der zentrale Platz im Großen Tiergarten, auf dem die Goldelse seit 1939 residiert. Zuvor weilte Madame auf dem heutigen Platz der Republik (nahe Reichstagsgebäude), mit der Aufgabe an die Deutschen Einigungskriege zu erinnern. Der Architekt Johann Heinrich Strack ließ sie im Auftrag von Wilhelm I. in den Jahren 1864 bis 1873 erbauen. Ende der 1930er Jahre versetzte man die Siegessäule auf den Großen Stern. Den zweiten Weltkrieg überstand die Säule nahezu unbeschadet. Dennoch gab es in den folgenden Jahrzehnten mehrere Sanierungsmaßnahmen. Letztmalig wurde 2011 Hand an die Goldelse gelegt. Dabei machten man ihrem Spitznamen alle Ehre und gönnte der Dame sowie ihren weiteren Bauteilen einen neuen Blattgold-Anstrich von 1,2 Kilogramm. Tipp: Fotografen schätzen das Motiv Läufer plus Siegessäule sehr, also lächeln beim Vorbeiflitzen.

     


Das Rathaus Schöneberg

  • Ungefähr bei Streckenkilometer 23 treffen die Teilnehmer des BMW BERLIN-MARATHON auf das Schöneberger Rathaus – die Zuschauer stehen hier dicht gereiht. Große Zuschauermengen sind am Rathaus des Berliner Bezirks Tempelhof-Schöneberg nichts Ungewöhnliches. Bei einer offiziellen Kundgebung im August 1961, die den Bau der Berliner Mauer zum Thema hatte, kamen nach inoffiziellen Angaben 800.000 Hauptstädter auf dem ehemaligen Rudolph-Wilde-Platz vor dem Amtshaus zusammen. Am 26. Juni 1963 hielt an gleicher Stelle US-Präsidenten John F. Kennedy vor tausenden Zuschauern eine Ansprache mit seinem berühmten Ausspruch „Ich bin ein Berliner“. Übrigens wurde der Rudolph-Wilde-Platz drei Tage nach der Ermordung von Kennedy in John-F.-Kennedy-Platz umbenannt. Seit 1950 hängt im Turm des Schöneberger Rathaus die Freiheitsglocke (ein Geschenk der Amerikaner). Täglich um 12.00 Uhr läutet die größte, profan genutzte Glocke von Berlin. Je nach Leistungsvermögen und Startwelle kommen die Läufer also in den Hörgenuss. Das Gebäude sowie seine Innenräume müssen immer wieder für Filmaufnahmen herhalten wie zum Beispiel für die Erfolgsserie „Babylon Berlin“.


Der Flughafen Tempelhof

  • Am 30. Oktober 2008 wurde der Flughafen Berlin-Tempelhof nach 85 Jahren geschlossen. Selbst wenn das einige Reiseportale bis heute nicht wahrhaben wollen ;-) Die Aufgabe des Airports findet ihre Begründung hauptsächlich in einem Konsensbeschluss aus dem Jahr 1996 zum Neubau eines Großflughafens Berlin Brandenburg. Auch dieser Flughafen verwirrt immer wieder die Web-Verantwortlichen einschlägiger Flugreise-Anbieter, da es auch ihn noch beziehungsweise gar nicht mehr gibt. Definitiv geben hat es die „Berliner Luftbrücke“. Diese Initiative der Westalliierten sicherte den Einwohnern Berlins den Nachschub mit den wichtigsten Lebensmitteln nachdem die sowjetische Besatzungsmacht Land- und Wasserwege zur Versorgung blockierte. Vom 26. Juni 1948 bis zum 30. September 1949 brachten etwa 277.500 Versorgungsflüge der U.S. Air Force sowie der Royal Air Force rund 2,35 Millionen Tonnen Ladung zum Flughafen Berlin-Tempelhof. Der in diesem Zusammenhang entstandene Begriff „Rosinenbomber“ als Synonym für die Versorgungsflugzeuge geht auf die Begebenheit zurück, dass im Winter 1948 ein britisches Flugzeug mit Rosinen für die Berliner-Weihnachtsbäckerei bestückt gewesen sein soll. Heute werden die Anlagen des ehemaligen Flughafens unter anderem als Messe-Location genutzt wie zum Beispiel für die BMW BERLIN-MARATHON EXPO. Das dazugehörige Anwesen im Sprachgebrauch als Tempelhofer Feld bezeichnet, dient als Event-Gelände unter anderem für den BARMER Women's Run.


Das Brandenburger Tor

  • Diesen legendären Berliner HotSpot trägt eigentlich jeder Bundesbürger mit sich herum, denn die Rückseiten der deutschen 10, 20 und 50 Cent-Euromünzen ziert das Brandenburger Tor. Jener Sehnsuchtsort aller Starter*innen beim BMW BERLIN-MARATHON. Nachdem die Teilnehmer*innen den Streckenkilometer 41 erlaufen haben, gelangen sie über die Glinkastraße auf den Boulevard Unter den Linden. Ab hier ist das Brandenburger Tor zu sehen, hinter dem das Ziel liegt. Diese finalen Meter sind unvergesslich. Die Zuschauer stehen hier in mehreren Reihen Spalier und heizen allen Teilnehmer*innen noch mal richtig ein. So beflügelt laufen sie mittig durch das Brandenburger Tor und finishen überglücklich nur wenig Meter weiter im Ziel des BMW BERLIN-MARATHON. Sobald die Medaille um den Hals baumelt, werfen viele Teilnehmer einen Blick zurück auf das frühklassizistisches 20 Meter hohe Triumphtor. Auf Wunsch von König Friedrich Wilhelm II. wurde es nach Entwürfen von Carl Gotthard Langhans in den Jahren von 1789 bis 1793 gebaut. Ursprünglich stellte es den krönenden Abschluss der Prachtstraße Unter den Linden dar. Heutzutage wird es eher als ein Symbol für das wiedervereinigte Deutschland angesehen. Während der Trennung Deutschlands verlief die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin direkt am Brandenburger Tor. Beim BERLIN-MARATHON im Jahr 1990 führte der Kurs erstmals durch das Brandenburger Tor. Dabei musste aufgrund der großen Nachfrage das Teilnehmerfeld auf 25.000 Starter limitiert werden.


Das Berliner Olympiastadion

  • Für die Olympischen Sommerspiele 1916 baute man die Pferdesportanlage Rennbahn Grunewald zum Deutschen Stadion um. Aufgrund des Ersten Weltkriegs fanden die Spiele 1916 nicht statt. Für die Olympischen Sommerspiele 1936 wurde das Deutsche Stadion dann nahezu komplett abgerissen und an seiner Stelle entstand das heutige Olympiastadion. In den Folgejahren gab es immer wieder Umbaumaßnahmen wie zum Beispiel die Teilüberdachung für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974. Derzeit bietet die Sportstätte ein Fassungsvermögen von knapp 74.500 Sitzplätzen. Hauptnutzer ist der Fußballerstligist Hertha BSC, der hier seine Spiele austrägt. Aber auch anderen Sportevents dient die Anlage im Berliner Ortsteil Westend als Austragungsort. Jedes Jahr im Spätsommer trifft sich hier die Leichtathletik-Elite, um sich beim Internationale Stadionfest (ISTAF), dem größten Leichtathletikmeeting der Welt, zu messen. Als Schmuckstück der Wettkampfanlagen gilt die blaue Tartanlaufbahn. Auf dieser stellte Usain Bolt am 16. August 2009 im Finale über 100 Meter bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften mit 9,58 Sekunden einen noch heute gültigen Weltrekord auf. Allerdings war die blaue Bahn nicht von Beginn an bei jedermann beliebt. Während ihrer Einführung äußerten Naturschützer bedenken, dass versehentlich Wasservögel auf ihr landen könnten. Die Verwechslungsgefahr mit einem Gewässer bewahrheitete sich nicht. Für die Teilnehmer*innen des GENERALI FRÜHSTÜCKSLAUF beim BMW BERLIN-MARATHON stellt das Olympiastadion den Endpunkt der 6 km langen Strecke dar.


Die Berliner Mauer

  • „Die Mauer muss weg“, skandierten die Bürger der DDR bei den sogenannten Montagsdemos während der friedlichen Revolution im Herbst 1989. Das war der Anfang vom Ende der 167,8 Kilometer langen sowie 3,60 Meter hohen Grenzanlage die West- und Ost-Berlin voneinander trennte. Die sogenannte innerdeutsche Grenze zwischen West- (alte Bundesrepublik) und Ostdeutschland (DDR) wurde ebenfalls durch eine Mauer markiert. Ihre Gesamtlänge betrug 1.378 Kilometer. 30 Jahre später finden sich in Berlin glücklicher Weise nur noch Reste des ehemaligen Grenzbefestigungssystems. Die Teilnehmer des BMW BERLIN-MARATHON passieren sie beispielsweise am Brandenburger Tor sowie am Potsdamer Platz. Wen ab Kilometer 30 der Mann mit dem Hammer droht (im Englischen auch „hit the wall“), ist weit und breit kein Stück der Mauer zu finden und das wünschen wir den Läufer*innen auch im übertragenen Sinn. Im Ziel sind dann alle Finisher eine #berlinlegend und nicht wie von Pink Floyd auf dem Album „The Wall“ besungen „just another brick in the wall“.

    Aufmerksame Hauptstadt-Besucher werden immer wieder über Mauer-Hinweise „stolpern“. Sie finden sich in drei Varianten und zwar als in den Straßenbelag eingelassene Pflastersteine, ein in den Bodenbelag integriertes Bronzeband und eine Markierung der Grenz- und der Hinterlandmauer durch verschiedenfarbige Streifen. Interessierten sei das Mauermuseum im Haus am Checkpoint Charlie sowie das Gedenkstättenensemble Berliner Mauer in der Bernauer Straße empfohlen.