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Save the Date 29. September 2019
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Vor dem WMM-Start in Boston: „Ein historischer und wichtiger Moment für unseren Sport“

 

Die fünf

Race-Direktoren der World Marathon Majors (WMM) – Guy Morse (Boston), Dave

Bedford (London), Mark Milde (Berlin), Carey Pinkowski (Chicago), Mary

Wittenberg (New York) – stellten sich elf Tage vor dem Start der Serie beim BAA

Boston-Marathon am Ostermontag zu einem Telefoninterview. 

 

Wie ist die Situation vor dem Start?

MARY WITTENBERG: „Wir

geben zu, zwei Wochen vor dem Startschuss sehr aufgeregt zu sein. Wir sehen der

Serie mit großen Erwartungen entgegen. Wir glauben daran, dass dies ein

historischer und wichtiger Moment für unseren Sport ist. Als Gruppe haben wir

noch viel vor. Wir haben hohe Ziele mit unserem Sport. Wir glauben an den Sport

und an unsere Athleten! Unser Sport ist global und bodenständig, er ist professionell.

Unserer Meinung nach gehört er zu den besten der Welt. Es ist der Start, und

wir werden alles geben um den nächsten Level zu erreichen.“

 

GUY MORSE: „Es soll der

Anfang einer großartigen Zeit für unseren Sport sein. Es ist der erste von

vielen Schritten, aber ein wichtiger und nie versuchter Schritt. Außerdem wird

es für die Medien dynamischer, die Rennen der Top-Athleten zu übertragen. Und

für die Athleten ist die Entscheidung spannender, welche Rennen sie in Zukunft

laufen werden. Das Interesse wächst. Wie Sie wissen war Boston schon immer ein

Pflaster für viele revolutionäre Veränderungen. Wir sehen dies als Beginn einer

neuen Revolution in unserem Sport und hoffen, dass der Startschuss am 17. April

ein positiver und lang anhaltender Erfolg für den Marathon wird.“

Haben Sie mit Athleten gesprochen die schon anfangen ihren Wettkampf-Plan

auf die WMM abzustimmen? Gibt es Hinweise, dass sie mit einem anderen Blick auf

ihren Saisonplanung schauen?

<p"></p">CAREY PINKOWSKI: „Ich

denke schon. Ich glaube, dass sie motiviert sind im Frühling nach Boston und

London zu schauen und im Herbst nach Berlin, New York und Chicago.“

Guy Morse, haben Sie

ein verstärktes Interesse der Medien, der Zuschauer und der Läufer in Boston

registriert? 

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GUY MORSE:  „Ja. Wir beginnen es zu sehen und zu spüren.

Das Interesse und die Spekulationen nehmen mit jedem Tag zu. Die World-Marathon-Major-Serie

ist eine Initiative die nun öffentlich und bekannt ist.“

 

<p">Was für Pläne haben

Sie, falls es überhaupt welche gibt, die Serie zu erweitern?

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MARK MILDE:  „Ich glaube, dass es schon gesagt wurde, aber

wir haben Platz für mehr Marathonläufe, die die Kriterien erfüllen. Sie müssen

die Größe erreichen die wir haben, ein Frauen- und ein Männerfeld haben und entsprechende

Top-Athleten im Rennen starten lassen. Es gab bis jetzt noch keine Diskussionen

darüber, wie viele Rennen noch hinzugefügt werden könnten oder sollten.“

 

GUY MORSE: „Es ist

wichtig, im Kopf zu behalten, dass dies erst der Beginn der Serie ist.

Natürlich halten wir uns alles offen. Trotzdem werden wir es systematisch

angehen und uns über den richtigen Weg Gedanken machen. Sicherlich könnte man

aufgrund des Interesses viel mehr Rennen involvieren als wir bisher haben. Wir

wollen aber, wie ich schon gesagt habe, nichts überstürzen und die Sache klar

und einfach halten. Dieses Projekt soll funktionieren. Es soll alles ausgelotet

sein für unseren weiteren Weg. Deshalb ist unser Punktesystem zum Beispiel so

einfach gehalten.“

Zurzeit sieht das

WMM-System nur einen Sieger pro Jahr vor. Einer bekommt 500.000 US-Dollar und

die anderen nichts. Gibt es für die Zukunft Überlegungen,  mehr Athleten zu honorieren?

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CAREY PINKOWSKI:  „Sie müssen bedenken, dass jedes einzelne

Rennen sein eigenes Preisgeld und Bonussystem weiterhin beibehält.“

 

MARY WITTENBERG: „Ich

will noch einwerfen, dass es eine Million US-Dollar sind. Es ist ein großer

Sport. Und dazu braucht man großes Geld. Wenn wir zu dem Punkt kommen können,

jedem Sieger eine Million US-Dollar geben zu können, mehr und mehr

Aufmerksamkeit bekommen und noch weiteres Sponsor-Geld einbringen können, dann

haben wir die Möglichkeit, das System nach und nach weiter auszubauen.“

Was für eine Art

Sponsor suchen Sie?

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MARY WITTENBERG:  „Als erstes denken wir, dass es eine große

Möglichkeit für potenzielle Sponsoren ist. Wir haben mittlerweile ein großes

Interesse festgestellt. Alle von uns haben feste Sponsoren-Beziehungen. Wir

haben alle zu unseren jeweiligen Sponsoren ein sehr gutes Verhältnis. Unser

Ziel war es erst einmal, herauszufinden in welchen Bereichen wir alle noch

keine Sponsoren haben. In diesen Kategorien können wir zusammen kommen.

Es

kommen verschiedene Bereiche wie Technologie, Pharmazie oder Nahrungsmittel in

Frage. Eine wichtige Sache, die zu beachten ist, ist, dass wir fünf zusammen

jedes Jahr zwischen 250 und 300 Millionen weltweite TV-Zuschauer haben, über

fünf Millionen Zuschauer entlang den Strecken, über 300.000 potenzielle

Marathonläufer und über 150.000 Finisher. Außerdem ist es wichtig zu erfassen,

dass wir bei den Rennen in London, Boston, Chicago, Berlin und hier über 80

Millionen US-Dollar jedes Jahr an Spenden sammeln. Die Historie unserer Rennen

geht von 109 Jahren in Boston bis hin zum jüngsten Rennen mit 25 Jahren.

Die

wirtschaftliche Leistung, die von unseren fünf Läufen generiert wird, liegt

jährlich bei über 450 Millionen US-Dollar.“  

Der WM-Marathon gehört auch mit zu dieser Serie. Investiert die IAAF auch

Geld in die WMM?

DAVE BEDFORD:  „Als wir diese spannende Sache in Angriff

genommen haben, hatten wir auch gute und offene Diskussionen mit der IAAF. Wir

wollten uns nicht von dem Sport weg bewegen. Und vor allem wollten wir die WM

oder die Olympischen Spiele nicht in Frage stellen oder minder bewerten.

Gefreut hat uns, dass die IAAF unsere Vorschläge und Pläne akzeptiert hat und

die Leistungen aus ihren Wettkämpfen mit in unser Punktesystem integriert. Wir

sehen die IAAF als weltweiten verantwortlichen Verband an.

Für uns ist klar,

dass wir mit der IAAF eng im Marathon zusammen arbeiten wollen. Wir erhalten

von der IAAF kein Geld.“

Wertungen, aktuelle News und weitere Informationen

über die World Marathon Majors finden Sie im Internet unter: www.worldmarathonmajors.com


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