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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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18. Swiss Alpine Marathon Davos

Artikel & Bilder © SwissAlpine - http://www.swissalpine.ch

Der Swiss Alpine Marathon und der BERLIN-MARATHON pflegen schon seit dem

Beginn ihrer Veranstaltungen an eine Kooperation. Andrea Tuffli, der pfiffige

Race Director aus Chur, suchte sich sinnigerweise den BERLIN-MARATHON als

Multiplikator und Plattform heraus, um die deutschen Läufer für die

Berge zu interessieren. Schon im ersten Veranstaltungsjahr vor 18 Jahren

machten die deutschen, und insbesondere die Berliner Läufer, einen

großen und wichtigen Anteil an der Hochgebirgsveranstaltung aus. Die

Flachlandtiroler aus Berlin verbinden oftmals das Angenehme mit dem

Nützlichen und machen in der wunderschönen Region vorher Urlaub,

trainieren dort - und mutieren zu Berg- und Talläufern.

Die Familie Tuffli (Andrea, Ursula und deren drei Kinder) sind seit

Beginn das Herz der Veranstaltung. Mit ihrem technisch perfekt eingespieltem

Team zaubern sie in jedem Jahr eine neue Laufvariante über die Berge aus

dem Hut - und es werden immer mehr Teilnehmer. Die Berliner, die auch in diesem

Jahr wieder zahlreich in Davos am Start sein werden, hoffen auf ein

großes, in einer herrlichen Landschaft eingebettetes - aber auch

anstrengendes - Naturlauferlebnis.

Horst Milde

Traditionsgemäss am letzten Samstag des Monat Juli geht in Davos unter

dem Patronat des Hauptsponsors Coop der Swiss Alpine Marathon über die

Bühne. Ein sportlicher Event im Hochgebirge erster Güte mit einer

Auswahl von verschiedenen Erlebnisläufen. Neu in diesem Jahr: Ein Marathon

(C42) über 42,2 km zwischen Davos und Bergün.

Faszination pur: Das ist der Swiss Alpine Marathon Davos, ein Lauf über

78,5 km in einer herrlichen Bergwelt, rundum ein Erlebnis erster Güte.

Haupthindernisse (oder eben auch hochalpine Schönheiten) sind die Passage

bei der Keschhütte (2632 m. ü. M.) mit Blick auf den Charakterberg

Piz Kesch und die Traversierung des Scalettapasses (2606 m. ü. M.). Das

sind Fixpunkte innerhalb des schwierigsten Streckenteils auf dem rund 18 km

langen Abschnitt zwischen Chants und Dürrboden. Innerhalb den beiden

Übergängen wunderschön eingebettet im Panoramatrail.

Keschhütte als Erlebnispunkt

Wer den Puls der Läuferinnen und Läufer miterleben will, der muss

als Zuschauer auf dem Kulminationspunkt bei der neuen Keschhütte dabei

gewesen sein. Inmitten dieser prächtigen Bergwelt mit dem 3418 Meter hohen

Piz Kesch - dem eigentlichen Patriarch der Berge in Mittelbünden - kann

dieses hochalpine Läuferfest hautnah miterlebt werden.

Wiederum sind verschiedene Laufteilnehmer gleichzeitig unterwegs. So

führt der jährlich beliebter werdende Gebirgsmarathon K42 (42,2 km)

mit Start in Bergün (Start neu um 10.45 Uhr) zwischen Keschhütte und

Scalettapass erneut (und zwingend!) über die Alp Funtauna. Anders die

Regelung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des grossen Laufes, dem

K78. Hier lässt es der Organisator den Teilnehmern frei, entweder den

kürzeren (aber schwierigeren) Panoramatrail zu benützen, oder

über die Alp Funtauna zu laufen. OK-Präsident Andrea Tuffli: Die

zweite Möglichkeit wird kaum benutzt. Als Alternative wollten wir jedoch

beide Strecken offen lassen, zudem wäre die Funtauna-Passage auch unsere

Schlechtwettervariante. Es ist sogar denkbar, dass wir noch während der

Veranstaltung über die Alp Funtauna umleiten könnten, falls wir von

schlechtem Wetter überrascht würden.

Unverändert geblieben ist die maximale Laufzeit von 12 Stunden für

den K78: Mit Start in Davos um 8.00 Uhr - Kontrollschluss ist demzufolge um

20.00 Uhr.

Russe Grigory Murzin als Topfavorit....

Favoriten haben es in Davos immer schwer, davon können diverse

Teilnehmer ein Geschichtlein erzählen. Oft erleben ehemalige Sieger in der

Davoser Bergwelt einen bösen Absturz . Was mehr zählt ist die

Erfahrung, doch auch das hilft nicht immer weiter, zu gross sind die Risiken in

einem solchen hochalpinen Lauf.

Als Topfavorit geht dieses Jahr im K78 der Vorjahressieger und Rekordhalter

(5:42:34) Grigory Murzin ins Rennen. Der Russe gewann in Davos schon im Jahr

2000 und belegte im 2001 den Ehrenplatz. Ein brillantes Davos-Palmares also,

das der 33- Jährige vorzuzeigen hat. Ebenfalls wieder dabei ist der

letztjährige Zweite Thomas Miksch. Der Doktor aus dem Allgäu

rangierte in den letzten Jahren stets in den Spitzenplätzen. Erneut

schnuppern marokkanische Wüstenläufer Bündner Bergwelt. Vom

Ahansal-Clan ist diesmal der jüngere Mohamad dabei, der letztes Jahr (wie

zuvor schon im Jahr 2000 bei seinem ersten Trip im Landwassertal) den K42

gewonnen hat. Er wagt sich nun also wieder an die Herausforderung K78, von

welcher er aus dem Jahr 2001 einen dritten Platz vorweisen kann.

... und ein schneller Pfarrherr

Vom schnellen Doktor mit der grossen Ausdauer, Thomas Miksch, haben wir

schon gesprochen. Dann ist aber noch der Kirchenmann Markus Kellenberger

(Triesen) in Lauerstellung. Der 35-Jährige Pfarrer aus Liechtenstein hat

letztes Jahr den brillanten vierten Platz erreicht. Spitzenplatzierungen

jüngster Zeit zeigen, dass er auch dieses Jahr wieder in Form ist. Und

schliesslich hat man im Ländle um den rennenden katholischen Geistlichen,

der als treuer Gefolgsmann von Erzbischof Wolfgang Haas gilt, auch noch ein

anderes Ziel: Das Nationale Olympische Komitee Liechtensteins will ihn als

Marathonläufer an die nächsten Kleinstaaten-Spiele schicken. Zur

Limite von 2:30 sagte der Pfarrer: Das sollte zu schaffen sein . Weiter zum

Favoritenkreis zählt der Schweizer Duathlet Daniel Keller, der letztes

Jahr in Frankreich den Weltcup gewonnen hat.

Schlägt Karin Stump auch in Davos zu?

Nachdem die Dominanz der zehnfachen Siegerin Birgit Lennartz letztes Jahr

beendet wurde, ist das Frauenrennen offen. Wiederum dabei ist die

letztjährige Überrschungssiegerin Karin Herry; die Französin

dürfte erneut zu beachten sein. Weiter in Lauerstellung sind die Deutsche

Elke Hiebl, welche nun dreimal hintereinander den Ehrenplatz belegte hat.

Wieder am Start die erst 26-Jährige Winterthurerin Sonja Knöpfli, die

letztes Jahr überraschend aufs Podest stieg (3. Rang). Sehr gespannt ist

man auf das 27-Jährige Lauf-Phänomen Karin Stump (Busslingen/AG). Sie

hat erst als 22-jährige mit Jogging begonnen und nahm ein Jahr später

an den ersten Wettkämpfen teil. Der grosse Durchbruch gelang ihr vor zwei

Jahren in Biel, als die kaufmännische Angestellte beim Hunderter mit 31

Minuten Vorsprung zu einem vielbeachteten Start-Ziel-Sieg kam. Eigentlich

wollte sie schon letztes Jahr in Davos an den Start gehen, musste dann aber

wegen einer Verletzung passen

Offene Ausgangslage beim K42

Dieser klassische Berg-Marathon K42, der in Bergün gestartet wird und

über Keschhütte, Alp Funtauna, Scalettapass und Dürrboden nach

Davos führt, erfreut sich seit einigen Jahren ganz grosser Beliebtheit.

Der erste Teil auf leicht ansteigendem Gelände bis Chants (10 km) kann als

Einlaufstrecke bezeichnet werden. Hohe Anforderungen stellt dann der hochalpine

Bereich zwischen Chants, Keschhütte, Alp Funtauna, Scalettapass bis

hinunter nach Dürrboden (ca. 18 km). Das 14 km messende Schlussstück

ist leicht abfallend, crossartig und abwechslungsreich. Klar, dass sich hier

nur komplette Läuferinnen und Läufer durchsetzen können. Nachdem

die letztjährigen Podestläufer diesmal nicht dabei sind, oder im Fall

von Sieger Mohamad Ahansal sich der K78-Herausforderung stellen, ist der Weg

für einen neuen Sieger frei. Favorit ist der Berner Ueli Horisberger

(Schwarzenbach), der in den Jahren 2000 und 2001 je den zweiten Rang belegt

hat. Bei den Frauen sind die Einheimischen Eroica Spiess (Davos) sowie die

Bündnerin Carolina Reiber (Zürich) zu favorisieren; beide standen

letztes Jahr auf dem Podest (2. und 3. Platz).

Neuer Marathon für Einsteiger und Geniesser

Kein Jahr vergeht, ohne dass OK-Präsident Andrea Tuffli die

Läufergilde mit neuen Ideen überrascht. Und dieses Jahr ist die

Neuheit besonders markant: Ein Marathon (42,2 km) zwischen Davos und

Bergün. Bei der neuen Prüfung handelt es sich um den ersten Marathon

in Europa auf dieser Meereshöhe. Zwischen Davos und Bergün laufen die

Teilnehmer auf voralpinem Gelände von durchschnittlich 1500

Höhenmetern durch einen reizvollen Landschafts- und Naturpark, durch die

wildromantische Zügenschlucht und über das tollkühne

Wiesner-Viadukt. Die Höhendifferenz dieser einzigartigen Laufstrecke

beträgt +830m/-990m. Vor Bergün führt dieser Lauf ab Bellaluna

bis zum Crap (Bergünerstein), wo über einen alten und für diesen

Lauf wieder neu hergerichtet Säumerweg, die Veia Crap (C steht für

Crap), gelaufen wird. Dieser Säumerweg hat eine über 400-jährige

Geschichte, wurde 1698 mit dem Crap- Durchbruch erbaut, das Bau-Konsortium

bestehend aus den beiden Steinhauern Peter Zur und Peter Tescher erhielt

dafür den Betrag von 3300 Gulden. Bergün wird nach 39 Kilometern

erreicht, die restlichen gut 3 km bis zur Marathondistanz von 42,2 km wird

über eine Zusatzschlaufe erreicht. Tuffli: Das soll nicht einfach ein

zusätzliches Abspulen sein. Auch diese Schleife ist attraktiv, führt

teilweise entlang einem Naturlehrpfad und am Schluchteingang vorbei. Bringen

wir es auf den Nenner - ein Marathon für Einsteiger und Geniesser!

Ein Fall für Peter Gschwend?

Gestartet wird dieser neue Marathon in Davos zusammen mit dem K78 und K30 um

8.00 Uhr. Die Limite bis zum Zielschluss um 15.00 h beträgt sieben

Stunden, womit die Teilnehmer bei idealen Temperaturen, speziell von 8 bis 13

Uhr, laufen können. Von den Neuerungen ab Bellaluna bis zum Crap

profitieren auch die Teilnehmer des K78. Und im Kampf um den Premierensieg an

diesem C42 gibt es auch einen bekannten Namen: Peter Gschwend! Der bald 52

Jahre alt werdende Dauerläufer aus Kloten hat in Davos schon über

alle Strecken gewonnen. Könnte er sich auch noch in die C42- Siegerliste

eintragen, so käme er dem Davoser Ehrenbürgerrecht wohl ein

schönes Stück näher... . Zum Favoritenkreis zählt auch

Marathonspezialist Urs Christen.

WALK auf neuer Strecke

Weniger stressig soll künftig der WALK sein. Führte er bisher von

Bergün nach Davos über Keschhütte/Scalettapass (42 km), so

führt er neu von Davos nach Filisur über 27,8 km und ist über

viele Strecken identisch mit dem K30. Dies bei einer Höhendifferenz von

+390 m/-920 m. Damit wird er zwar einfacher, aber nicht weniger

abwechslungsreich und ist nach wie vor der längste Nordic Walking in der

Schweiz. Mit dieser Änderung wollen die Organisatoren der stark boomenden

Entwicklung einen Beitrag leisten. Der Start erfolgt in Davos um 07.50 Uhr,

Zielschluss in Filisur ist um 14.30 Uhr.

Unveränderte Teamprüfung

Beliebt ist weiterhin die TEAM-Prüfung, bei welcher sich jetzt schon

ein neuer Teilnehmerrekord abzeichnet. Den Start machen die Biker. Nach 30,2 km

erfolgt in Alvaneu Bad die Übergabe an die Skater, welche die 11,8 km

lange Strecke zum Nervenzentrum nach Bergün zu bewältigen haben. Dann

sind die Läufer an der Reihe: Mit den Abschnitten Bergün -

Keschhütte (13,9 km), Keschhütte - Dürrboden (über Alp

Funtauna, 11,9 km) und Dürrboden - Davos (14,5 km). Da der TEAM-Start

bereits um 7.55 Uhr erfolgt, werden diese stets die Spitze des Lauf-Festivals

bilden und etwa ab 12.10 Uhr im Sportzentrum Davos einlaufen. Favorit ist das

Nationalteam Swiss Ski nordic.

Sensationelles Meldeergebnis zeichnet sich ab

Wieviele Läuferinnen und Läufer am 18. Alpine-Davos total dabei

sind, steht erst am Lauftag selbst fest. Eines ist aber schon jetzt sicher: Auf

dem Weg zur angestrebten Marke von 5000 Teilnehmern könnte dieses Jahr -

falls auch das Wetter mitmacht - ein weiterer grosser Schritt gemacht werden.

OK-Chef Andrea Tuffli: Am 1. Juli lag der Anmeldestand rund 30 Prozent (!)

höher als im Vorjahr zur gleichen Zeit.

 

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