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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Atemberaubendes Erlebnis auf Deutschlands höchsten Berg

Zugspitzlauf ist d i e besondere Herausforderung für

Bergläufer – Martin Echtler und Christa Baumann-Vogl die schnellsten

bei der „Top of Germany-Challenge“

Der Weg ist das Ziel – und das Ziel befindet sich 400 Höhenmeter

unter Deutschlands mit 2 962 m höchstem Berg, der Zugspitze. Der pure

Wahnsinn dauert vom Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen aus zu

Sommerzeiten mit Wanderschuhen zwischen acht und neun Stunden, mit Laufschuhen

mögen diese Strecke die Besten unter zweieinhalb Stunden

schaffen.

Mitte Juli gab es wieder einmal eine solche Gelegenheit, Zugspitz-Extremlauf

nennt sich diese außergewöhnliche Herausforderung. 22,3 km und eine

Höhendifferenz von 1800 m. „Top of the

Germany-Challenge“ in unserer durch Anglizismen durchsetzten

deutschen Sprache zusätzlich.

Durch den Witterungsumschwung gab es Anfang Juli auf der Zugspitze noch

einmal kräftig Schnee und deshalb musste das ehrgeizige Unternehmen der

Event-Agentur getgoing, auch das letzte Stück vom Zugspitzplatt hinauf

über Klettersteige zum Münchener Haus zu bewältigen, schweren

Herzens aufgegeben werden. Aber auch so ist die Herausforderung am

Zugspitzmassiv eine außerordentliche.

1000 Teilnehmer geplant!

„Dies ist das erste Wochenende, wo es endlich einmal richtiges

Bergwetter hat“, urteilte Organisationschef Peter Krinninger mit einem

lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil die 622 Starter bei

„Kaiserwetter“ eine neue Höchstmarke darstellen, weinend, weil

sein Vorhaben unterhalb der Spitze des höchsten deutschen Gebirgsmassivs

enden musste.

Aber auch so, die Anstrengungen waren allenthalben sichtbar unter den

Finishern, die die Bergstation der Zahnradbahn im exzellenten Skigebiet

Zugspitzplatt erreichten. Lange Schneefeldpassagen erschwerten letztlich den

Aufstieg, der von der Knorrhütte in 2052 m hinauf zum Ziel führte.

„Das Ziel muss auf der Zugspitze sein und das muss bei unseren

künftigen Anstrengungen immer anzustreben sein!“

Die Agentur getgoing, neben dem Zugspitz-Berglauf mit einer

Mountainbike-Veranstaltung rund um das Zugspitzmassiv mit drei Distanzen von 37

km, 74 km und 103 km und einer Gesamtbeteiligung von knapp 2000 Bikern

beschäftigt, plant einen großen Coup, der bereits im kommenden Jahr

gestartet werden soll. „Noch verraten wir nichts“, deutet Peter

Krinninger geheimnisvoll an, „aber 1000 Läufer sollte dieses neue

Spektakel schon haben!“

Satte Meldegelder und hoher logistischer Aufwand

Aber auch die 622 Läufer sind schon eine stolze Zahl, die sich direkt

im alt-ehrwürdigen Olympia-Skistadion versammelten. Und dies bei einer

nicht minder stolzen Meldegebühr von Eur 49,00, bei einer Nachmeldung

kassierten die Garmisch-Partenkirchener Veranstalter sogar Eur 59,00.

„Die Rückfahrt mit der Zahnradbahn wird uns leider nicht von der

Bayerischen Zugspitzbahn nicht gesponsert. Und wir müssen die Teilnehmer

von der Zugspitze wieder zurück über den Eibsee nach Grainau und

Garmisch-Partenkirchen bringen!“ Und zudem große logistische

Anstrengungen vornehmen, schließlich muß auch das umfangreiche

Gepäck mehrfach verladen rechtzeitig im Ziel sein, wenn die Läufer

ihr Abenteuer hatten. Krinninger musste sich in der Vergangenheit freilig

genügend Kritik anhören, schließlich ist die Läuferzunft

eine eigenwillige, aber standfeste zugleich. Und bei aller Kritik – sie

kamen alle wieder, und brachten zudem noch viele Zugspitz-Neulinge mit.

Unzureichende Absperrungen und zu wenig Getränkestationen im oberen

Streckenabschnitt kritisierten einmal mehr die Teilnehmer, die allerdings im

Ziel mit einem Reebok-T-Shirt und einer Medaille allesamt belohnt

wurden.

Apropos Reebok. Der US-Sportausrüster ist nach einigen Jahren der

reduzierten Anstrengungen in Deutschland wieder kräftig dabei, Boden

gutzumachen. Der neue Marketing-Koordinator André Green, mehrfacher

deutscher Meister im 3000 m-Hindernislauf und Crosslaufen, ist nach Beendigung

seiner Leistungssport-Karriere fleißig bemüht, neue Claims für

seinen neuen Arbeitgeber zu entdecken. Und das Berglaufen könnte ein

Metier sein, bei dem Reebok künftig verstärkt Flagge zeigen

will.

Und natürlich seinen neuen „Trail“-Schuh ...

Ex-Hindernismeister findet „neues

Glücksgefühl“

Unter den 622 Startern war übrigens auch André Green dabei, der

scheinbar in diesem Metier neue Lauflust bekommt. Als Elfter platzierte er sich

als ausgesprochener Flachländer im Hochgebirge prächtig, zumal unter

den Spezialisten sehr ordentlich. Neue Glücksgefühle für einen

verdienten Langstreckler der Kunststoffbahn und des Crosslauf-Terrains.

Gerade einmal 13 Minuten trennten den für die LG Wedel-Pinneberg

startenden Ex-Champion von Martin Echtler, der zu den besten der Zunft

zählt und mit 2:20:56 die Gewalttour bewältigte. Knapp zwei Minuten

später folgten Michael Barz und Uli Calmbach. Auf Rang vier übrigens

der Premierensieger des Zermatt-Marathons Stephan Tassani-Prell.

Bei den Frauen setzte sich mit Christa Baumann-Vogl aus Bischofswiesen eine

ausgesprochene Extremsportlerin durch, die sich als Bergsteigerin bereits einen

guten Namen gemacht hat und in Kürze in Peru eine neue Herausforderung

sucht. Sie gewann dank ihrer vorzüglichen Klettereigenschaften im

Schlussteil doch noch sicher in 3:03:53 Stunden vor Uschi Wolf aus Darmstadt,

die zwei Minuten länger benötigte und die Highlights der Bergwelt wie

den Swiss Alpine Marathon in Davos ebenso kennt wie den Jungfrau-Marathon oder

den Graubünden-Marathon.

Wilfried Raatz

 

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