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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Eine Familienangelegenheit: Horst übergibt an Mark Milde

Es war vor fast 40 Jahren im Grunewald, als der damals 26-jährige Horst

Milde den ersten Berliner Volkslauf startete. Dass an jenem 8. November 1964

über 700 Läufer bei dem Crossrennen am Teufelsberg starteten, galt

damals als eine Sensation. Denn Läufe für Jedermann hatte es vorher

nicht gegeben. Es war nun wieder im Grunewald, aber in anderer Umgebung im

Forsthaus Paulsborn, als Horst Milde am Donnerstagabend seinen Rücktritt

als Race-Director der SCC-RUNNING Events GmbH bekannt gab. Zugleich gab er den

Staffelstab innerhalb der Familie weiter, denn der neue Cheforganisator ist

sein 30-jähriger Sohn Mark.

Horst Milde – bekannt als ,Der Mann, der Berlin das Laufen

beibrachte’ – hat eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die einmalig

ist in Deutschland und auch international kaum zu übertreffen ist. Seit

jenem ersten Crossrennen 1964 starteten Horst Milde und sein Organisationsteam

genau 348 Lauf-Events, bei denen exakt 1.268.649 Anmeldungen registriert

wurden. Längst ist aus dem rein ehrenamtlichen Organisationsstab ein

professionelles Unternehmen geworden, das aber natürlich nach wie vor auf

großen ehrenamtlichen Einsatz angewiesen ist. Horst Milde selbst hatte

erst vor wenigen Jahren, nach der Aufgabe der familieneigenen Konditorei am

Tempelhofer Damm, begonnen, die Leitung der über ein Dutzend

jährlichen Laufveranstaltungen zu seinem Beruf zu machen. Bis Ende Januar

war er auch Geschäftsführer von SCC-Running.

Die Entwicklung der letzten Jahre war enorm. 2003 zählte der

Veranstalter die Rekordzahl von 123.778 Anmeldungen. Derartige Zahlen werden

weltweit nur vom New York Road Runner’s Club, der unter anderem den

legendären New-York-Marathon organisiert, noch übertroffen. Der

Teilnehmerzuwachs in Berlin betrug in den letzten fünf Jahren rund 95

Prozent.

Vor allen Dingen ist es natürlich der BERLIN-MARATHON, den Horst Milde

zu einem der hochkarätigsten und spektakulärsten internationalen

Straßenrennen machte. Eckpunkte in der Entwicklung waren dabei der erste

Lauf durch Ost und West am 30. September 1990, als drei Tage vor der deutschen

Wiedervereinigung 25.000 Athleten durch das Brandenburger rannten, sowie neun

Jahre zuvor der erste Lauf durch die City von West-Berlin. Zuvor hatte das

Rennen sieben Mal am Grunewald stattgefunden. Doch mit dem ersten Laufboom in

den 80er Jahren setzte sich Horst Milde mit seinem Ziel durch, in Berlin einen

Stadtmarathon zu etablieren. „Die Straßen sind für die Autos

da“, musste sich Horst Milde damals von der Polizei sagen lassen, als er

den Streckenverlauf vorstellte. Doch mit Hilfe der US-amerikanischen Alliierten

setzte er einen Kurs durch, der am Checkpoint Charlie vorbeiführte und auf

dem Kurfürstendamm endete. So konnte sich der BERLIN-MARATHON zu einem der

besten Werbeträger der Stadt entwickeln.

„Für mich war es wichtig, dass eine personelle Struktur bestehen

bleibt, mit der es ohne weiteres möglich sein wird, den erfolgreichen Weg

fortzusetzen. Mit meinem Sohn an der Spitze bin ich sehr optimistisch –

es ist eine Traumlösung für mich“, erklärte Horst Milde,

der in den neu formierten Aufsichtsrat wechseln wird. „Ich werde

natürlich dem Team weiter beratend zur Seite stehen.“

Die Geschäftsführung bei SCC-RUNNING hat Rüdiger Otto

übernommen. Der 64-Jährige war 25 Jahre lang in dieser Funktion beim

Gerling-Konzern in Berlin tätig. Otto ist zudem Schatzmeister des SC

Charlottenburg, dem Gesellschafter der SCC-RUNNING Events GmbH. Aufgrund des

familiären Hintergrundes ist Mark Milde schon seit über zwei

Jahrzehnten in die Organisation des BERLIN-MARATHON integriert. Als Kind half

er in der Startnummernausgabe aus, seit einigen Jahren ist er mit großem

Erfolg für die Verpflichtung der Topathleten zuständig. In den

letzten sechs Jahren wurden in Berlin vier Marathon-Weltrekorde gelaufen.

Außerdem war es Mark Milde, der die Rennen der Inline-Skater

initialisierte. Das Organisationstalent liegt offensichtlich in der Familie

– einen besseren Übergang hätte es in der Position des

Race-Directors nicht geben können.

 

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