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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Guts Muths-Rennsteiglauf wird 30 Jahre alt

Wenn jemand sagt: Ich habe den GutsMuths-Lauf mitgemacht dann löst das

allgemein Bewunderung und Respekt aus, denn entweder hat er die

"Kurze" Strecke mit 43 km von Neuhaus oder den "Langen

Kanten" über 74 km von Eisenach bewältigt.

Was macht sein Fluidum eigentlich aus? Er ist ein Landschaftslauf mit Profil

in mehrfacher Bedeutung: Einmal die Naturnähe, sowie die Landschaft. Der

sagenumwobene Kammweg des Thüringer Waldes, führt im

"Grünen Herzen" Deutschlands über ein wechselhaftes Profil,

über herausragende Gipfel und Senken. Er ist schon deswegen schwierig zu

laufen, als andere Strecken. Doch als Läufer bleibt wenig Zeit, das alles

zu genießen, weil er auf sich selbst und den oftmals steinigen und

wurzelüberwucherten Untergrund achten muß.

Was macht den Einsteiger neugierig auf dieses außergewöhnliche

Volkssportfest entlang des Rennsteigs.

Man muß dieses Event erlebt haben, weil es mit Worten nur schwer zu

beschreiben ist. Beim 74,3km langen Supermarathon sind Anstiege von insgesamt

1.490 m zu bewältigen. Mit den abfallenden Streckenabschnitten (989 m)

weist die längste Strecke Höhendifferenzen von insgesamt 2.479 m auf.

Gleich das erste Teilstück verlangt den Läufern alles ab, denn dem

Start in Eisenach (210 m üNN)folgt ein 6,5 km langer Anstieg bis auf 450 m

am "Kleinen Drachenstein". Ab der "Hohen Sonne" bei km 7,4

bis zum "Glöckner" (16,6 km)steigt die Strecke ständig von

434 m auf 692 m an. Der Anstieg auf den "Großen Inselberg"hat

es in sich. Hier geht´s etwa bei km 23 an der "Brotteroder

Hütte" in 725m Höhe so richtig zur Sache. Auf nur 2,7km

Länge (dazwischen nur ein kurzer Abstieg am "Oberen

Beerberg")führt der Weg steil zum Gipfel auf 916m hinauf! Nicht

leicht auch der folgende 1,3 km lange Abstieg zur "Grenzwiese" in 723

m üNN. Der nächste Hammer erwartet die Supermarathonis am

"Sperrhügel" bei km 42,5 mit dem Anstieg zum höchsten Punkt

der "Schmalkalder Loibe".

Ab Oberhof km 57 führt die Strecke die Superläufer mit den

Halbmarathonläufern von 810 m üNN in einer ständigen Folge von

Auf- und Abstiegen zusammen. Hier ist der gemeinsame höchste Punkt 973 m

bei "Plänckners Aussicht". Dafür bleibt aber kaum Zeit, da

der "Höhenrausch" und der letzte schwere Abschnitt ca. 5 km vor

dem Ziel an der "Kalten Herberge" überwunden werden will, bevor

die letzte Steigung von 832 m auf 870 m zu nehmen ist und das Ziel auf dem

Sportgelände in Schmiedefeld erreicht ist. Hier treffen alle Läufer

ein, sofern sie ihren Schweinehund überwunden haben und werden

gebührend empfangen.

Die Versorgung im Ziel ist großartig, Getränke, warme Suppe,

Bratwurst und B i e r . Die medizinische Versorgung direkt neben dem Ziel,

Massagezelt mit gut ausgebildeten Physiotherapeuten, die mit den guten

"Sixtus"-Massagemitteln die geschundenen Läuferbeine

"streicheln" und für Wohlbefinden sorgten, der sofortige

Urkundenausdruck und die Stimmung ließen die Strapazen fast

vergessen.

Bei gutem Läuferwetter anfangs vielleicht etwas zu kühl,

begleiteten uns Regen und Sonne. Die letzten Kilometer waren alles andere als

ein Laufgenuß, doch schließlich war es geschafft und den

Jubiläumslauf werde ich so schnell nicht vergessen.

Bernd Rödel - BERLIN-MARATHON Jubilee-Club

(Orthopädie-Schuhtechnik Berlin Zehlendorf)

 

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