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Save the Date 29. September 2019
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Newsarchiv

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Sebastian Hallmanns überzeugt in Darmstadt - Caroline Kwambai wiederum vor Sonja Oberem - Ausrufezeichen für Sabrina Mockenhaupt - Kommt nun die Wachablösung?

Hat Darmstadt Weichen gestellt? Diese Frage läßt sich gewiß

nicht heute oder morgen bereits beantworten, doch eines ist bei der

fünfzehnten Auflage des Darmstadt-Cross, zugleich zweiter Wertungslauf im

Deutschen Cross-Cup, auf der Lichtwiese deutlich geworden: Mehr und mehr

übernehmen jüngere Läufer auf nationalem Terrain Verantwortung.

Einige wenige, zugegebenermaßen. Erfreulich nämlich, wie ein

Sebastian Hallmann mit Courage nach der Streckenhälfte das Renngeschehen

eines gutbesetzten Männer-Wettbewerbes bestimmte, erfreulich aber auch,

wie eine Sabrina Mockenhaupt sich Schritt für Schritt der nationalen

Spitze nähert und dabei jede Scheu vor namhafter Konkurrenz verliert.

"Es lief einfach super", freute sich die 20jährige Frohnatur aus

dem Siegerland über ihren Coup, der ihr beim Darmstadt-Cross hinter der

wie auch in Köln siegreichen Kenianerin Caroline Kwambai und Sonja Oberem

Rang drei einbrachte und dabei so etablierte Läuferinnen wie Michaela

Möller in der Schlußphase stehen ließ. Das sagte sich auch ein

Sebastian Hallmann trotz einer vierwöchigen Trainingsreduktion wegen eines

Unteroffizierslehrgang und zog entgegen seines ursprünglichen Planes schon

in der dritten Runde aus einer kompakten Spitzengruppe auf und davon.

"Sebastian hat heute ein Ding herausgelaufen" anerkannte neidlos

Altmeister Rainer Wachenbrunner, der sich immer wieder um das Tempo

bemühte - aber als amtierender deutscher Meister diesmal als Dritter in

der Endphase ohne Chancen wurde. "Bei dieser Art des Laufens mit

ständigem Rhythmuswechsel war ich rasch am Limit".

Dieses sieht ein Sebastian Hallmann freilich noch längst nicht, hatte

er doch in dieser Saison mit seinen 13:26,43 erstmals an der Pforte zur

internationalen Klasse geklopft. "Die Cross-EM ist eine erste

Herausforderung in diesem Winter, da möchte ich schon mit vorne dabei

sein!" blickt der 23jährige Freisinger schon in Richtung Malmö.

Mit diesem Ziel jedenfalls darf sich nach seiner wiederum starken Vorstellung

in Darmstadt auch ein Michael Wolf vertraut machen, der sich diebisch freute,

mit Rainer Wachenbrunner den amtierenden Titelträger in die Schranken

verwiesen zu haben.

Sebastian Hallmann, Sabrina Mockenhaupt sind leider nur zwei Lichtblicke am

deutschen Läuferhimmel, die eingefahrene Strukturen aufbrechen

können. Andere wie die beiden Fünftplazierten Mario Kröckert und

Susanne Ritter sollten aber keineswegs sich mehr Zeit lassen, um weiter am

Sprung zur Spitze zu arbeiten. "Das ist aber zu wenig für eine

schlagkräftige Mannschaft für die Cross-EM", läßt

sich Bundestrainer Wolfgang Heinig in seiner eher pessimistischen Auffassung

beirren, "vor allem, wenn einige unserer besten Läufer für

Malmö schon abgewinkt haben". Einen kurzfristigen Ausfall muß

Heinig zumindest zudem noch wegstecken, denn wegen eines Muskelfaserrisses

fällt Melanie Kraus zumindest für die kommenden Wochen aus.

Spannende Positionskämpfe kennzeichneten aber auch die

Jugendwettbewerbe auf der Lichtwiese in Darmstadt, die sich einmal mehr als

ideales Crossgelände offenbarte: Im Schlepp von Oliver Dietz wächst

mit dem 18jährigen Jan Krauspe beim TSV Gerbrunn ein Talent heran, das

zumindest schon einmal in Darmstadt Akzente setzte. Im harten Finish verwies

der Franke Sören Lindner, Torben Everszumrode und den starken

B-Jugendlichen Christian Ritosek auf die Plätze. Gleiches gelang bei den

Mädchen der gleichaltrigen Antje Hoffmann, die sich gegen die 1500

m-B-Jugendmeisterin Valea Vadaleau, Romy Spitzmüller und Jana Peters

durchsetzen konnte. Mit 700 Meldungen hat der ASC Darmstadt mit dem

Darmstadt-Cross einen klaren Aufwärtstrend vorzuzeigen, daß

nämlich gute Aufbauarbeit belohnt wird. Die Darmstädter jedenfalls

verstehen ihr (organisatorisches) Handwerk, kurzweilig und attraktiv sind die

Zeichen der Gegenwart. Bestbesetzte Startfelder sind die beste Antwort für

den Stellenwert des Deutschen Cross-Cup, auch wenn der Deutsche

Leichtathletik-Verband mit der kurzfristig auf das Cross-Cup-Wochenende

angesetzten Trainertagung in Kienbaum den meisten der Disziplintrainer eine

Sichtungsmöglichkeit genommen hat. Mit hohem persönlichem Aufwand

ließen sich zumindest Wolfgang Heinig und der für den Nachwuchs

zuständige Lutz Zauber das Cross-Ereignis im Vorfeld der

"Deutschen" in Wetter nicht entgehen. Es dürfte sich in jeder

Hinsicht gelohnt haben, denn wieder einmal lagen Illusion, Hoffnung und

Ernüchterung nur eine Grasnarbe auseinander. Gerade deswegen brauchen die

deutschen Läufer (auch) den Deutschen Cross-Cup, auch wenn das von hoher

Warte aus nicht immer so gesehen wird.

Wilfried Raatz

Darmstadt (19.11.): Darmstadt-Cross/ Deutscher Cross-Cup 2000 (Zweiter

Wertungslauf):

Männer: Langstrecke (8000 m): 1. Hallmann (LAC Quelle Fürth/

München) 23:46, 2. Wolf (Dürener TV) 23:54, 3. Wachenbrummer (LG Nike

Berlin) 24:01, 4. Mintzlaff (LG Eintracht Frankfurt) 24:09, 5. Kröckert

(TSV Bayer Leverkusen) 24:14, 6. Rückerl (LAC Quelle Fürth/

München) 24:20, 7. Streit (TSV Bayer Leverkusen) 24:30, 8. Bruder (LG

Bäderkreis) 24:37, 9. Lenz (LG Weinstadt) 24:39, 10. Schuff (Gerolsteiner

LGV) 24:41, 11. Ahrenberg (Korschenbroicher LC) 24:44, 12. Bulic (BIH) 24:45,

13. Knoblich (LAC Quelle Fürth/ München) 24:48, 14. Haferkamp

(Gerolsteiner LGV) 24:49, 15. Wendler (1. LAV Rostock) 24:54, 16. Dietz (TSV

Gerbrunn) 24:59, 17. Grube (SC DHfK Leipzig) 25:02, 18. Seibert (SSC

Hanau-Rodenbach) 25:04, 19. Dirscherl (MTV Pfaffenhofen) 25:08, 20. Fritzsch

(SC DHfK Leipzig) 25:15, 21. Hoffmeister (SG Gomaringen-Pliezhausen) 25:18, 22.

Naumann (USC Mainz) 25:22, 23. Rau (LC Rehlingen) 25:25, 24. Legath (LAC Quelle

Fürth/ München) 25:27, 25. Römer (SVO Germaringen) 25:29.

Junioren (8000 m): 1. Kröckert 24:14, 2. Schuff 24:41, 3. Haferkamp 24:49,

4. Wendler 24:54, 5. Seibert 25:04. Offene Klasse (6000 m): 1. Allgeyer (LSG

Aalen) 18:39, 2. Hock (LC Breisgau-Denzlingen) 18:46, 3. Bourrouag (TSV Bayer

Leverkusen) 18:54. Masters M 40 (6000 m): 1. Kruse (TuS Sythen) 19:53, 2.

Schüttler (TV Waldstraße) 19:57, 3. Payne (Mönchengladbacher

LG) 20.13. M 50 (6000 m): 1. Schmidt (TuS Köln rrh) 20.30, 2. Schmitt (TV

Trebur) 20.45, 3. Müller (ASC Dillenburg) 21:30.

Frauen (6000 m): 1. Kwambai (KEN) 19:20, 2. Oberem (TSV Bayer Leverkusen)

19:49, 3. Mockenhaupt (LG Sieg) 19:59, 4. Möller (LG Ratio Münster)

20:06, 5. Ritter (LG Bonn/Troisdorf/Niederkassel) 20:19, 6. Stief (LAC Quelle

Fürth/ München) 21:01, 7. Ciric (YUG/ SG Gomaringen-Pliezhausen)

21:04, 8. Maak (LAV Uerdingen/ Dormagen) 21:07, 9. Maisch (1. LAV Rostock)

21:12, 10. Byrd (ABC Ludwigshafen) 21:31, 11. Lennartz (LLG St. Augustin)

22:04, 12. Heil (tuS Griesheim) 22:06, 13. Maier (LG Leinfelden-Echterdingen)

22:07, 14. Kizilarslam (TUR) 22:11, 15. Rau (LC Euskirchen) 22:18, 16. Scherz

(LGO Dortmund) 22.22, 17. Zipse (ABC Ludwigshafen) 22:28, 18. Reinhardt (LG

Weinstadt) 22:30, 19. Raunft (LSG Aalen) 22:42, 20. Schloßmacher (TSV

Bayer Leverkusen) 22:45. Juniorinnen (6000 m): 1. Mockenhaupt 19:59, 2. Ritter

20:19, 3. Byrd 21:31, 4. Maier 22:07, 5. Scherz 22:22. Masters W 35 (4000 m):

1. Lennartz (LLG St. Augustin) 14:27, 2. Dietz (LG Dorsten) 15:37, 3. Hock (ASC

Darmstadt) 15:33.

MJA (6000 m): 1. Krauspe (TSV Gerbrunn) 18:36, 2. Lindner (TSG Bergedorf)

18:37, 3. Everszumrode (LAZ Mönchengladbach) 18:42, 4. Sommer (Hallesche

LA-Freunde) 18:48, 5. Förster (SG EBT Berlin) 18:52, 6. Boyxen (TV

Lobberich) 19:04. MJB (6000 m): 1. Ritosek (TV Wattenscheid) 18.45, 2. Lohse

(KTSV Preußen Krefeld) 19.14, 3. Wilhelm (LAV Bayer Uerdinden/ Dormagen)

19.37, 4. Rodowski (TSV Bayer Leverkusen) 19:46, 5. Straulino (ASC Darmstadt)

19:50. WJA (4000 m): 1. Hoffmann (SC Magdeburg) 14:15, 2. Spitzmüller (LAZ

Leipzig) 14:32, 3. Kron (LC Breisgau-Denzlingen) 14:43, 4. Schedler (TF

Marpingen) 14:44, 5. Stucke (LAC Quelle Fürth/ München) 14:46, 6.

Heilemann (VfL Waiblingen) 14:53. WJB 4000 m): 1. Vadaleau (LG Nordwest

Hamburg) 14:32, 2. Peters (SSV Eisleben) 14:37, 3. Goldfuß (TV

Wattenscheid) 14:40, 4. Kahl (1. LAV Rostock) 14:58, 5. Schleifer (VfL

Waiblingen) 15:00.

 

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