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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Sturm, Kälte, Schnee und Sonne beim Bewag BERLINER HALBMARATHON 2003

Das Aprilwetter machte seinem Namen alle Ehre: Kältegrade zwischen 2 und 4

Grad, Sturmböen die fast das Startgerüst weggeweht hätten, dann

schien wieder die Sonne und zum Schluß starker Schneefall als die Sieger

ins Ziel liefen – schien wieder Sonne. Die Athleten hatten mehr mit dem

Wetter zu kämpfen, als mit sich. Aber etwa 100.000 Zuschauer auf den

Straßen Berlins und viel Musik am Straßenrand sorgten dennoch

für eine wunderbare Stimmung.

Mit dem neuen Rekordfeld von insgesamt 17.692 Teilnehmern aus 63 Nationen

schrieb der HALBMARATHON, Deutschlands größter und schnellster

Halbmarathon, seine Erfolggeschichte fort. Improvisation war alles bei den

Organisatoren von SCC-RUNNING bei diesem Rennen an diesem Tag. Hatten die

Sturmböen am Sonnabend 44 Zelte schon aufgebaute Zelte des DRK für

das Umziehen der Teilnehmer, der Garderobenaufbewahrung und für die

Duschen “im Winde verweht“, mußte Ersatz geschaffen

werden.

Im Versammlungsraum der Berliner Feuerwehr bei der Wache in Berlin-Mitte in

der Voltairestraße kam man unter, in den Messezelten des Veranstalters

und unter freiem Himmel wurde umgezogen und die Garderobe aufbewahrt.

Die Zeiten der Inline-Skater litten mehr unter dem starken Wind, als bei den

Läufern, denn keiner wollte bei dem Wind Tempo machen.

Bei den Frauen gab es ein Spurtrennen vor dem Ziel, bei dem die

Vorjahressiegerin Silvia Nino aus Kolumbien in 44:41 zeitgleich gewann vor Tina

Strüver aus Halle und Jana Gegner (Roces Team). – alle gleiche Zeit

- während der Männersieger, der Sieger des Vorjahres, Kalon Dobbin

aus Neuseeland ein starkes Solorennen fuhr und in 37.21 überlegen gewann,

vor einer Siebener Gruppe mit Shane Dobbin (Neuseeland) 38.13, Wouter Hebbrecht

(Belgien 38:13) und Rasmus Steffensen (Dänemark) in 38:14.

Topathleten-Verpflichter für Läufer und Skater Mark Milde war

trotzdem zufrieden mit dem Rennen: “ Wir hatten glücklicherweise

trockenes Pflaster - allerdings wird das Pflaster für die Skater auch

nicht gerade besser – aber wir hatten keine schwerwiegenden

Zwischenfälle“.

Bei den Männern

lief Paul Kirui (Kenia), die zweitschnellste Zeit des Jahres mit 61:05. Bis

etwa 10 Kilometer lag er mit der Durchgangszeit von 29.01 auf neuer

Streckenrekordzeit zusammen mit James Kwambai (Kenia). Der finnische

Europameister im Marathon von München Janne Holmen führte bei km 3

noch in 9:07 – aber dann lief der “Kenia-Express“ auf

Hochtouren und Kilometerzeiten von unter 3 min waren an der Tagesordnung. Bei

normalen Temperaturen und ohne Windböen wäre der Streckenrekord von

Fabian Roncero (ESP) von 59.52 (2001) gebrochen worden. Fünfzehnter und

Sechzehnter der Weltbestenliste 2003 wurden die Zweitplazierten Robert Cheboror

(KEN) in 61:55 und Drittplazierten James Kwambai (KEN) 61.56.

4. Isaac Macharia (KEN) 62:36, 5. Christopher Torotich (KEN) 63:00, 6.

Chistopher Kandie (KEN) 63:39, 7. Exweltmeister Moses Tanui (KEN) 63:40, 8.

Barnabas Kenduiywo (KEN) 64.14, 9. Jannes Holmen (FIN) 64:20.

Bester Deutscher : 16. Holger Zobries (Cottbus) 67:19. - 19. Marco Kolmorgen

(Hamburg) 70:00 – Bester Berliner: 25. Holger Trapp-Opitz 71.03.

Der eigentliche Favorit Rodgers Rop war aus Gesundheitsgründen nicht am

Start.

Bei den Frauen holte

Magdeline Chemjor (KEN) ihren dritten Berliner Sieg. Sie gewann schon zweimal

bei den 25 km von Berlin, wurde gerade bei den Cross WM Fünfte und gewann

jetzt überlegen den HALBMARATHON in 71:12 vor Lenah Cheruiyot (KEN) in

72:00, - 3. Carmen Siewert (Greifswald) 73:55, - 4. Serap Aktas (Türkei)

75.07 – 5. Zivile Balciunaite (Litauen) – 6. Sylvia Renz (OSC

Berlin) 75:56.

Die Favoritin Joyce Chepchumba (KEN) trat nicht an.

Eine Seltenheit bei den Rollstuhlfahrern: Die Siegerin Yvonne Sehmisch

(Cottbus), schon Siegerin 2001 und 2002 gewann in 64:30 vor den Männern

Mathias Sinang (Halle) in 76:25 – 2. Abdu Fadakaraslemarenir (Berlin)

79:44 - 3. Michael Fiddeke (Bernau) 1:24:45 und 4. Sirko Wehr (Berlin)

1:38:44.

Auch die prominenten Teilnehmer machten eine durchweg gute Figur: Barbara

Richstein (Ministerin für Justiz und Europaangelegenheiten in Brandenburg)

wurde 1.242. in 2:13:04 (netto: 2:05:14), Volker Schlöndorff (Helios -

Regisseur) wurde 4.218. in 1:57:25 (netto: 1:52:26), Peter Strieder (Senator

für Stadtentwicklung) wurde 5:027. 2:04:37 (netto: 1:56:15), Gerd Neubeck

(Berlins Vize-Polizeipräsident) wurde 5.810. in 2:06:07 (netto 1:59:57)

und Friedrich Moll, SFB-Abendschau Moderator wurde 7.712 in 2:25:13 (netto:

2:18.07).

Die Informationen vom Deutschen Roten Kreuz: 172 Erste Hilfe Leistungen,

davon 5 Krankenhauseinweisungen (davon 3 Schwächeanfälle, 1 Schulter-

und 1 Kopfverletzung) – nach Aussage des Einsatzeiters Ronald Riege:

“Alles nichts Dolles".

Der Dank des Veranstalters SCC-RUNNING geht an die Einsatzkräfte der

Berliner Polizei, die die Teilnehmer sicher durch die Stadt führten und

abschirmten, an die Berliner Feuerwehr für ihre unbürokratische Hilfe

und an das DRK für den erfolgreichen Einsatz..

Horst Milde, der Race Director des großen Berliner Rennens zufrieden

mit dem Rennen, trotz aller Erschwernisse, wagt die Prognose: “Im

nächsten Jahr werden wir beim 24. Bewag BERLINER HALBMARATHON die

"20.000er-Schallmauer" knacken und besseres Wetter

bestellen“.

 

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