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BMW BERLIN-MARATHON

38 Mal Berlin: Sabine Fimmel und ihre besondere Marathon-Geschichte

Wie sind Sie eigentlich zum Laufen gekommen?

Eine Freundin von mir studierte Sport und musste sich damals auf eine Prüfung über 5000 Meter vorbereiten. Deshalb liefen wir zweimal pro Woche gemeinsam um die Krumme Lanke. Aus den zunächst drei Kilometern wurden bald fünf am Schlachtensee und schließlich um beide Seen. Im April 1984 bin ich zum ersten Mal bei den „25 km de Berlin“ mitgelaufen, einem Citylauf, der damals von den französischen Besatzungsmächten organisiert wurde. Dieses Erlebnis hat mich so begeistert, dass ich mich anschließend für meinen ersten BERLIN-MARATHON anmeldete.

Wenn Sie heute an Ihren ersten Start zurückdenken: Was würden Sie sagen, hat sich seitdem am meisten verändert?

Die Startgebühr, 1984 kostete die Anmeldung je nach Zeitpunkt 20 bis 25 D-Mark. Die Organisation war aber schon damals erstaunlich gut, mit Verpflegung, Absperrungen, Musikgruppen und Hunderttausenden Zuschauern. Was sich bei mir dagegen nicht verändert hat, ist die Aufregung vor dem Start. Ich bin immer noch genauso aufgeregt, als wäre es mein erster Marathon.

Was macht für Sie einen guten Marathon aus?

Eine gute, dem Wetter angepasste Versorgung. Dazu gehören Getränke, Verpflegung und bei Hitze gerne auch Eiswürfel. Zudem Duschen auf der Strecke und natürlich Musikgruppen, die für Stimmung sorgen.

Die Strecke kennen Sie nach 37 Teilnahmen wahrscheinlich ziemlich genau. Gibt es trotzdem einen Moment oder einen Ort, auf den Sie sich besonders freuen?

Ja, wenn ich auf die Straße „Unter den Linden“ einbiege und das Brandenburger Tor sehe. Dieser Moment ist jedes Mal etwas ganz Besonderes.

Werfen wir mal einen Blick auf Ihr Training. Wie viele Kilometer laufen Sie ungefähr in einer Trainingswoche?

Ich laufe etwa 50 bis 60 Kilometer pro Woche. Das sind im Vergleich zu vielen anderen Läufern eher wenig.

Hat sich Ihr Training über die Jahre verändert?

Über die Jahre sind es bei mir etwas weniger Kilometer pro Woche geworden. Das versuche ich auszugleichen, indem ich beim Training vor allem hügelige Strecken im Grunewald bevorzuge.

Haben Sie beim Marathon eher eine Bestzeit im Kopf oder geht es Ihnen inzwischen mehr darum, den Lauf zu genießen?

Bestzeiten sind lange vorbei. Für mich geht es darum, dabei zu sein, die besondere Atmosphäre zu genießen, vielleicht den nächsten Weltrekord mitzuerleben und mich am Ende zu freuen, wenn ich erschöpft, aber glücklich das Ziel erreiche.

Und zum Schluss: Was würden Sie jemanden mit auf den Weg geben, der zum ersten Mal den BMW BERLIN-MARATHON laufen will?

Nicht zu schnell anfangen und die Kräfte gut einteilen. Die ersten Kilometer fühlen sich oft leicht an. Aber der Marathon entscheidet sich meiner Erfahrung nach erst ab Kilometer 35.

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