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BMW BERLIN-MARATHON

THE FUTURE OF WOMEN* WHO RUN: Starke Stimmen für die Zukunft des Laufsports

36,2 Prozent der Startenden beim BMW BERLIN-MARATHON sind 2026 Frauen. Bei den 26- bis 30-Jährigen liegt der Anteil bereits bei 40,2 Prozent. Wie kann die Zukunft von Frauen im Laufsport positiv gestaltet werden? Dieser Frage widmete sich drei Tage vor dem BMW BERLIN-MARATHON das Panel „THE FUTURE OF WOMEN* WHO RUN“ mit starken Stimmen aus Spitzen- und Breitensport, Medien und Wirtschaft. Moderiert wurde das Panel von Inga Hofmann, leitende Sportredakteurin beim Tagesspiegel.

Das Panel war hochkarätig besetzt: mit Rosemary Wanjiru, Siegerin des BMW BERLIN-MARATHON 2025, Esther Pfeiffer, nationale Spitzenathletin, Jennifer Thomas, Vice President Global Sports Marketing and Communities, BU RUNNING – GLOBAL BRANDS bei adidas, Anna Hankings-Evans, Gründerin von Black Women Run und Influencerin Eva Zimmermann. Mit Gladdis Cherono war auch eine dreimalige Siegerin des BMW BERLIN-MARATHON vor Ort. Sie brachten unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven ein und machten deutlich, wie vielfältig die Themen sind, die Frauen im Laufsport beschäftigen.

Jennifer Thomas betonte, dass es für mehr Gleichberechtigung nicht nur Frauen brauche, sondern auch Männer. Sie müssten stärker mitgenommen und zu eigenen Fürsprechern werden. Auch in ihrer eigenen Karriere habe es ihr geholfen, Männer als Unterstützer und Verbündete an ihrer Seite zu wissen.

Sicherheit bleibt ein zentrales Thema.

Gerade für Frauen ist es nicht selbstverständlich, sich jederzeit und überall sicher beim Laufen zu fühlen. Das trifft auch auf Berlin zu. Mit „WOMEN WHO RUN in the Dark“ hat SCC EVENTS gemeinsam mit dem Tagesspiegel deshalb ein Laufangebot speziell für Frauen in der dunklen Jahreszeit geschaffen, das im kommenden Winter fortgesetzt werden soll.

Auch in anderen Bereichen gibt es Handlungsbedarf. Dr. Margrit Lock vom Medical Board des BMW BERLIN-MARATHON verwies darauf, dass bei Trainingswissenschaft, Rennverpflegung und medizinischen Themen eine bessere Studienlage zu den spezifischen Bedürfnissen von Frauen benötigt wird.

Vorbilder schaffen Räume und Möglichkeiten

Ingalena Schömburg-Heuck (@leni_runner) rückte eine weitere Perspektive in den Fokus. Sie sprach darüber, wie schwierig es für Mütter häufig noch ist, Sport selbstverständlich in ihren Alltag zu integrieren. Es brauche ein Umdenken, damit Frauen den Raum für Sport und Bewegung ebenso selbstverständlich für sich beanspruchen können.

Rosemary Wanjiru berichtete von ihrer wachsenden Rolle als Vorbild in ihrer Heimat Kenia. Besonders berührt sie, wenn Mädchen in Schuluniform während ihres Trainings plötzlich neben ihr herlaufen. Für Anna Hankings-Evans ebenso wie für Creatorin Eva Zimmermann steht im Mittelpunkt, in ihren Running Communities niemanden zurückzulassen. Dabei spielt das Tempo keine Rolle: Entscheidend ist, dass alle ihren Platz finden und sich willkommen fühlen.

Für Esther Pfeiffer sind frauenspezifische Themen ebenfalls ein wichtiger Teil ihrer öffentlichen Arbeit. Sie berichtete unter anderem von eigenen Erfahrungen mit Catcalling und den Gesprächen darüber in ihrem „Glitzerflitzer“-Podcast. Gleichzeitig betonte sie, dass es viele Bereiche gibt, in denen Frauen und Männer bereits gleichgestellt sind – etwa bei den Preisgeldern.

Was die unterschiedlichen Perspektiven verbindet: Weibliche Vorbilder und sichere Räume sind im Spitzen- wie im Breitensport wichtig. Sie können Mädchen und Frauen ermutigen, eigene Erfahrungen zu machen, Grenzen zu verschieben und zu entdecken, was für sie möglich ist. Genau dafür soll der Austausch rund um „FUTURE OF WOMEN* WHO RUN“ auch künftig Impulse geben.

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